Schädliches Scheinargument? – Der Megapixelwahn geht weiter
03/2012 · Ist ja klar: Jeder will scharfe Fotos mit seiner neuen Kamera machen. Wer aber denkt, dass es allein eine hohe Megapixelzahl ist, die für eine gute Schärfe sorgt, setzt aufs falsche Pferd. Dabei wäre es so schön einfach: viele Pixel = viele Bildpunkte = eine hohe Schärfe. Aber so einfach ist es leider nicht. Simpel ausgedrückt: Eine steigende Pixelanzahl auf einem gleichbleibend großen Sensor bedeutet, dass die Pixel immer enger beieinander liegen, kleiner werden und zunehmend schlechter arbeiten können. Diese Information scheint sich aber immer noch nicht durchgesetzt zu haben, denn nach wie vor schrauben die großen Digitalkamerahersteller die Megapixelzahlen in immer höhere Höhen.
Ist ja klar: Jeder will scharfe Fotos mit seiner neuen Kamera machen. Wer aber denkt, dass es allein eine hohe Megapixelzahl ist, die für eine gute Schärfe sorgt, setzt aufs falsche Pferd. Dabei wäre es so schön einfach: viele Pixel = viele Bildpunkte = eine hohe Schärfe.
Aber so einfach ist es leider nicht. Simpel ausgedrückt: Eine steigende Pixelanzahl auf einem gleichbleibend großen Sensor bedeutet, dass die Pixel immer enger beieinander liegen, kleiner werden und zunehmend schlechter arbeiten können. Diese Information scheint sich aber immer noch nicht durchgesetzt zu haben, denn nach wie vor schrauben die großen Digitalkamerahersteller die Megapixelzahlen in immer höhere Höhen. Nachdem sich im letzten Jahr die 16-Megapixel-Kameras endgültig als Norm etabliert haben, gibt es nun schon die ersten Konsumentenklassen-Digitalkameras mit 18 Megapixeln, z.B. die Sony Cyber-shot DSC-HX10V.
Doch so dramatisch wie anfangs befürchtet sind die Ergebnisse nicht. Denn nicht allein die Pixeldichte ist entscheidend für die Bildqualität. Auch die Qualität der Linsen spielt eine große Rolle. Viele getestete Spiegelreflexkameras zeigen zudem, dass es ebenso um die Qualität der internen Datenverarbeitung geht. Ein starker Prozessor, ein hochwertiger Sensor und ein ausgefeilter Algorithmus können kleine, eng beieinanderliegende Pixel gut kompensieren.
Nun mag man einwerfen, dass Kompaktkameras nicht die Leistung von DSLRs erreichen. Das mag stimmen, trotzdem profitieren auch Kompakte von den Erfahrungen, die die Industrie mit den "Flaggschiffen" der Branche macht. Gerade bei höherklassigen Kameras ist darum die Bildqualität im Test trotz einer hohen Megapixelzahl sehr gut. Andererseits hat es einen Grund, dass viele High-End-Kameras nur mit vergleichsweise wenigen Megapixeln ausgestattet sind, z.B. die Fujifilm X10 mit 12 oder die Nikon P7100 mit nur 10 Megapixeln: Die Ergebnisse sind meist viel schärfer als die von preiswerten Kameras mit 16 Megapixeln.
Fazit: Dem Megapixelwahn sollte man nur folgen, wenn man einiges auszugeben plant. Beim kleinen Budget gilt die Faustregel: Kleine Auflösung, bessere Bildqualität.
Bildnachweis: © Klicker / PIXELIO
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