Tipps & Trends
Partybilder und Konzertfotos
10/2010 · Kompaktkamera-Kauftipps für Partymäuse und Hinweise für die richtige Belichtung
Nicht jeder will sich in die technischen Grundlagen der Fotografie einarbeiten, bevor ihm gute Bilder gelingen. Für diesen Fall sind Kompaktkameras die richtige Wahl, denn diese sind darauf ausgerichtet, alle Einstellungen der Belichtung automatisch vorzunehmen. Allerdings kommt diese Automatik an ihre Grenzen, wenn bestimmte Effekte erzielt werden sollen. Schon beim Kauf sollte man also darauf achten, was man mit der Kamera vorhat. Für Partyfotos und Konzertbilder sollte man beim Kamerakauf folgendes bedenken.
Kompaktkamera-Kauftipps für Partymäuse und Hinweise für die richtige Belichtung
Nicht jeder will sich in die technischen Grundlagen der Fotografie einarbeiten, bevor ihm gute Bilder gelingen. Für diesen Fall sind Kompaktkameras die richtige Wahl, denn diese sind darauf ausgerichtet, alle Einstellungen der Belichtung automatisch vorzunehmen. Allerdings kommt diese Automatik an ihre Grenzen, wenn bestimmte Effekte erzielt werden sollen. Schon beim Kauf sollte man also darauf achten, was man mit der Digitalkamera vorhat. Für Partyfotos und Konzertbilder sollte man beim Kamerakauf folgendes bedenken: Man fotografiert viel in schwachem Licht. Das bedeutet, die Fotos müssen länger belichtet werden, was wiederum die Gefahr von verwackelten Bildern erhöht – erstens, weil die Kamera sich bewegt und zweitens, weil sich das Motiv bewegt. Außerdem sind Partygänger oft nicht gewillt, besonders lange stillzuhalten – oder sie sehen nicht ein, warum sie überhaupt stillstehen sollten. Und Sie sollten bedenken, ob Sie wirklich nur fotografieren oder auch mitfeiern wollen – denn die besten Partyfotos entstehen, während man dabei ist und nicht nur beobachtet.
Für die Kamera ergibt sich daraus eine lange Liste von Kriterien...
Kompaktheit
Mit einer Kamera vor dem Bauch, die eine weit hervorstehende Optik hat, werden Sie die meiste Zeit damit beschäftigt sein, Ihre Kamera vor schwappenden Biergläsern und Betrunkenen zu schützen. Besser ist hier eine Kompaktkamera. Auch für die Unauffälligkeit ist eine kleine Kompakte besser, die um das Handgelenk baumelt.
Gute Bildqualität in den hohen ISO-Zahlen
Der Megapixelwahn treibt weiter seine Blüten. Nach wie vor gilt: Wer viel mit hohen ISO-Zahlen, also viel im Dunkeln fotografiert, sollte darauf achten, dass sich nicht zu viele Pixel auf dem Sensor quetschen. Denn dies erhöht die Gefahr von Bildrauschen. Dem wird in den meisten Kameras mit einer internen Nachbearbeitung zu Leibe gerückt, die sich wiederum negativ auf die Schärfe der Fotos auswirkt. Als Daumenregel kann gelten: Je weniger Pixel, desto besser das Rauschverhalten in den hohen Empfindlichkeiten. Lesen Sie sich aber immer ein paar Testberichte zur Bildqualität der anvisierten Kamera durch, denn Ausnahmen bestätigen die Regel.
Lichtstärke
Auch eine gute Anfangslichtstärke hilft. Digitale Kompaktkameras unterscheiden sich in diesem Punkt erheblich voneinander, mögliche Anfangslichtstärken reichen von f2.0 bis f4.0. Hier gilt: Je kleiner die Zahl, desto besser, denn desto größer ist das Loch (die Blende), durch das Licht auf den Sensor fallen kann. Mehr Licht bedeutet eine kürzere Belichtungszeit, was wieder verwackelten Bildern vorbeugt.
Schnelle Auslösezeit oder manuell Schärfe voreinstellbar
Achten Sie beim Kauf einer Kamera unbedingt auf die Auslösegeschwindigkeit bei Dämmerlicht. Besonders der Autofokus – in Kompaktkameras handelt es sich dabei um eine Kontrastmessung – ist auf ein gewisses Maß an Helligkeit angewiesen und sucht bei wenig Licht oftmals hilflos und sekundenlang nach einem Schärfepunkt. Leider ist die Auslösegeschwindigkeit zusammen mit der Autofokusgeschwindigkeit nach wie vor der große Schwachpunkt in der Klasse der Kompaktkameras.
Man kann den Autofokus aber auch umgehen, indem man sich für eine Kompaktkamera mit manuellem Fokus entscheidet. Dabei wird bei den meisten Modellen eine Entfernung voreingestellt, so kann die Kamera direkt auslösen. Oder man stellt die Entfernung auf "unendlich", wobei meist der Bereich ab ca. 1,5 m vor der Kamera bis zum Horizont scharf abgebildet wird.
Belichtungskorrektur
Ob nun Kneipe oder halberleuchtetes Wohnzimmer, das schönste an der Party-Optik sind die schummrigen, romantischen Lichtverhältnisse. Ein oft beklagtes Phänomen bei Party-Fotos ist, dass die Bilder nicht die dämmrige Lichtstimmung der Lokalität wiedergeben. Selbst bei deaktiviertem Blitz können die Bilder am Ende zu hell sein. Das liegt daran, dass die Kamera-Automatik korrekt – also Tageslicht-hell und gut erkennbar – belichten möchte. Also belichtet sie bei wenig Licht länger. Das führt einerseits zu verwackelten Fotos, weil nichts und niemand auf Partys so lange still stehen bleibt, und zweitens zu überhellen Bildern, die der Lichtsituation beim Schießen des Fotos nicht im geringsten ähnlich sehen. Viele Kameras bieten für diesen Fall eine Belichtungskorrektur oder -steuerung, durch die man der Kamera sagen kann, dass sie die Bilder dunkler machen soll. Das kann meist in 1/3-EV-Schritten eingestellt werden. Damit die Bilder dunkler werden, muss der Wert in den Minusbereich gestellt werden.
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Verstellbarer Weißabgleich
Ein anderer Effekt, der schwer abzubilden ist, ist die Farbe des Lichts. Auch hier stellt sich oft Enttäuschung ein, wenn das schöne Schummerlicht auf dem Foto farblich plötzlich wie ganz normaler Sonnenschein aussieht. Die ganze Party-Schnappschuss-Atmosphäre – dahin. Hier hat wiederum die Kamera-Automatik zugeschlagen. Licht hat unterschiedliche Farbtöne, sogenannte "Temperaturen", die vom Rötlichen ins Bläuliche reichen. Der Weißabgleich, der in der Kompaktkamera-Grundeinstellung automatisch arbeitet, möchte ein farblich möglichst neutrales Bild erzeugen, und steuert bei rotem Licht mit viel Blau dagegen (Details dazu im Fototipp Weißabgleich). Hier können voreingestellte Weißabgleich-Modi helfen. Stellt man diesen auf "Sonnenlicht" (meist durch ein kleines Sonnensymbol vertreten), sagt man der Kamera, dass gerade die Sonne scheint. Sonnenlicht ist sehr blau, also steuert die Kamera mit Rot dagegen an. Das Ergebnis sind Bilder mit einem deutlichen Rotstich – und schon ist die Lichtstimmung gerettet.
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Ein Wort zum Blitz...
Eine andere Frage betrifft den Blitz. Ob man möchte, dass das Motiv in einem anderen Licht dargestellt wird als der Hintergrund oder nicht, ist Geschmackssache. Schummeln kann man aber auch hier. Der Blitz – auch der Blitz einer kleinen Kompaktkamera – kann mit ein bisschen Geschick mit einer farbigen Folie überklebt werden. Kleine Stücke hitzeresistenter, farbiger Folie gibt es für wenig Geld in Internetauktionen bei den üblichen Anlaufquellen (Stichwort LEE Filterfolie). Damit kann die Blitzfarbe, die sich an der Tageslicht-Farbtemperatur orientiert (also ziemlich blau ist), verfremdet werden.
Kompakte Maße, eine gute oder wenigstens akzeptable Bildqualität in den hohen ISO-Empfindlichkeiten, ein lichtstarkes Objektiv, eine gute Geschwindigkeit oder wenigstens voreinstellbare Schärfe und ein manueller Zugriff auf Weißabgleich und Belichtungskorrektur bzw- -steuerung sind also unsere Tipps für die perfekte Party-Kamera.
Diese Kritikpunkte werden laut unserer Zusammenfassungen der Testberichte u.a. von den Kompakten Casio Exilim EX-Z300, Pentax X90 und Sony Cyber-shot DSC-W230 erfüllt.
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