Endlich Urlaub, endlich verreisen! Jeder Ausflug, jede Sehenswürdigkeit muss natürlich auf Fotos festgehalten werden. Doch beim Betrachten der Fotos daheim will Ihnen dann partout nicht einfallen, wo Sie den einsamen Strand, das eindrucksvolle Gebäude oder das traditionelle Markttreiben aufgenommen haben.
Findige Köpfe haben sich eine Lösung ausgedacht, die dem ewigen "Bilderrätseln" ein Ende setzen soll. Das Schlagwort lautet
GPS (Globales Positionsbestimmungssystem). Dank des Satelliten-Navigationssystems lassen sich Fotos ganz einfach mit geografischen Informationen verknüpfen.
Wie das funktioniert? Digitalkameras speichern
JPEG-Bilddateien mit Metadaten, sogenannten
EXIF-Daten, ab. Diese Metadaten erfassen eine Vielzahl an zusätzlichen Bildinformationen, z.B. wann und mit welcher Kamera das Bild aufgenommen wurde. Auch für die Speicherung von geografischen Komponenten, also GPS-Koordinaten, steht das EXIF-Format zur Verfügung. Die mit Koordinaten versehenen Fotos lassen sich dann zielsicher einem ganz bestimmten Ort auf der Weltkarte zuordnen.
Was man dafür braucht? Eine
GPS-fähige Digitalkamera. Bislang gibt es allerdings nur wenige Kameras (z. B. die Ricoh 500SE GPS), die beim Fotografieren die Koordinaten des Aufnahmeorts speichern.
GPS-fähige Digitalkamera von Ricoh
Einige Digitalkameras erlauben den Anschluss externer GPS-Empfänger, z.B. über ein entsprechendes Adapterkabel. Auch diese Geräte speichern während der Aufnahme die GPS-Koordinaten, mittels Software lassen sich die Koordinaten dann via Aufnahmedatum und -uhrzeit mit den Fotos verknüpfen. Der
Sony GPS-CS1 kann beispielweise an neuere Cybershot-Kameras angeschlossen werden, das GPS-Modul MC-35 lässt sich u.a. mit Nikons Spiegelreflexkameras
D200,
D2Xs oder
D2Hs verwenden. Jobo stellte jüngst seinen photoGPS vor, der ab Sommer 2007 an Digitalkameras mit Blitzschuh aufgesteckt werden kann.
Externer GPS-Empfänger von Sony
Für Leute mit einem guten Gedächtnis gibt es aber auch die Möglichkeit, Fotos am PC manuell mit der geografischen Position, an der sie aufgenommen wurden, zu versehen. Software wie z.B. Panorado Flyer oder Foto-Communities wie
Flickr.com erlauben in Zusammenarbeit mit Google Earth das Verknüpfen von Geodaten und Bilddateien. Hierfür muss einfach nur der entsprechende Ort auf der Google-Weltkarte ausgesucht werden.
Dieses nachträgliche Geokodieren wird neudeutsch auch als
Geotagging bezeichnet, abgeleitet vom englischen Ausdruck "tagging", der soviel bedeutet wie "etwas mit einem Stichwort verknüpfen".