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Abdrücken jetzt, Scharfstellen später – Lytro kündigt erste marktfähige Lichtfeldkamera an
06/2011 · Der geheime Traum eines jeden, der gelegentlich eine Kamera in die Hand nimmt, ist es, den Schärfepunkt verändern zu können, nachdem das Foto geschossen wurde. Schon seit Jahren ist theoretisch eine Möglichkeit dafür bekannt: Eine Kamera, die nicht nur misst, wie viel Licht auf den Sensor fällt, sondern auch, woher bzw. von wie weit weg es kommt – „Lichtfeldsensoren“ wird diese Unterspezies der Digitalfotografie-Sensoren genannt. Das durch Unschärfe gestreute Licht kann dann im Nachhinein mit Hilfe einer Software wieder gebündelt werden. Und das partiell für verschiedene Schärfeebenen auf dem Foto.
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Der geheime Traum eines jeden, der gelegentlich eine Kamera in die Hand nimmt, ist es, den Schärfepunkt verändern zu können, nachdem das Foto geschossen wurde. Wie oft haben es Laienfotografen erlebt, dass der Autofokus sich hartnäckig an einer Schärfeebene festklammerte, so dass der perfekte Moment zum Abdrücken verstrich? Selbst Fotografen mit Spiegelreflex hört man oft fluchen, dass die Schärfe nur fast auf dem richtigen Punkt liegt.
Schon seit Jahren ist theoretisch eine Möglichkeit bekannt, dieses Problem zu umgehen. Die Lösung: Eine Kamera, die nicht nur misst, wie viel Licht auf den Sensor fällt, sondern auch, woher bzw. von wie weit weg es kommt – „Lichtfeldsensoren“ wird diese Unterspezies der Digitalfotografie-Sensoren genannt. Das durch Unschärfe gestreute Licht kann dann im Nachhinein mit Hilfe einer Software wieder gebündelt werden. Und das partiell für verschiedene Schärfeebenen auf dem Foto.
In den letzten Jahren wurde das Thema in den Weiten des Netzes hier und da diskutiert, doch als praxistauglich abgelehnt. Zu groß schienen die Einschränkungen, die bei der Bildqualität gemacht werden müssten, denn eine hohe Megapixelzahl ist wohl das Minimum für die Umsetzung dieses Konzepts. Viele Megapixel bedeuteten in der Vergangenheit frühes Rauschen und Detailverlust, doch inzwischen hat sich die interne Aufbereitung der Daten in erstaunlichem Maße verbessert.
Die Firma Lytro verspricht nun die absolute Schärfekontrolle in einer Consumer-Kamera. Wie die Ergebnisse aussehen, kann man in der Lytro-Galerie bewundern, wo man den Effekt selbst ausprobieren kann. Inzwischen ist die Lytro Lichtfeldkamera erhältlich, wenn auch nur in den USA und für Mac.
Mal sehen, wie lange es dauert, bis dieses Feature in der regulären Kamerawelt ankommt. Zuerst wird diese bequeme Technik wohl in Kompaktkameras zu finden sein, bevor sie in den DSLR-Bereich schwappt. So war es mit der Gesichtserkennung und dem Videomodus, so wird es mit der Lichtfeldmessung sein.
Eine Lichtfeld-Kamera würde den Vorgang des Fotografierens an sich stark verändern. Das Fokussieren fiele weg und damit die leidige Auslöseverzögerung des Autofokus. Dafür muss – oder kann – man sich im Nachhinein durch die verschiedenen Ebenen des Bildes klicken. Auch 3D-Fotos könnten Kamera übrigens mit Hilfe der Lichtfeldtechnik schießen.
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