11 Tipps für bessere Urlaubsfotos

05/2012 · Typisch: da werden großartige Urlaubsfotos angekündigt, und alles, was man zu sehen bekommt, ist Onkel Klaus im Restaurant, Onkel Klaus im T-Shirt vor einem undefinierbaren Meer und Onkel Klaus in einem Bus. Ob Kuba oder Amrum, das ist bei solchen Fotos ganz egal. Um aus Urlaubsfotos denkwürdige und vorzeigbare Erinnerungen zu machen, haben wir eine kleine Trickkiste zusammengestellt...

1) Die Ausstattung
Abgesehen von einer Digitalkamera braucht man zwei Dinge für gute Urlaubsfotos: einen zuverlässigen Akku (oder einen Zweitakku) und eine gepolsterte Tasche. Denn auch die beste Kamera nützt nichts, wenn sie keinen Saft mehr hat oder kaputt ist.

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Quelle: ilkerender,
"Kathmandu, Nepal, Himalayas, Everest"
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www.piqs.de, CC-Lizenz (BY 2.0)

2) In Szene gesetzt
Natürlich sind die Mitreisenden, also Freunde oder Familie, unterwegs das beliebteste Motiv. Dabei sollte man darauf achten, dass man auch sieht, wo das Foto aufgenommen wurde. Ein Mensch am Strand oder vor einer Felswand, das kann überall sein. Mit einem Kamel, einem sehr großen Berg oder einer Palme im Hintergrund weiß der Betrachter: das war weit weg.

3) Der Bezug zum Urlaubsort
So ähnlich sollte man auch an die Motivwahl herangehen, wenn man etwas fotografieren möchte, was einem ins Auge gesprungen ist. Ob ein dramatischer Abendhimmel oder das Abendessen: auf einem Foto sind sie nur ein Stück Himmel oder ein voller Teller. Will man das Urlaubsfeeling reproduzieren, sollte man die Dinge in Bezug zu ihrer Umgebung stellen. Was ist charakteristisch für den Urlaubsort? Kann der Sonnenuntergang mit der Landesflagge fotografiert werden? Kann die Promenade als Hintergrund für den vollen Teller herhalten?

4) Motivsuche
Basierend auf Tipp 2. und 3. lässt sich zusammenfassend sagen: ein Foto braucht einen Mittelpunkt und einen Hintergrund. Das ist eine allgemeine fotografische Daumenregel. Man sollte also nicht nur ein Gebäude oder einen Strand fotografieren, sondern auch ein Motiv dazu setzen. Wenn das nicht ein Mitreisender ist, können auch ein Boot, eine Muschel, ein Steg, ein Vogel, eine sich brechende Welle herhalten. Hauptsache, das Bild hat einen "Mittelpunkt" – selbst, wenn dieser eher am Rand positioniert ist.

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Quelle: ilkerender, "Havana, Cuba",
www.piqs.de, CC-Lizenz (BY 2.0)

5) Augen auf!
Die besten Motive ergeben sich nebenbei. Der Besuch von Sehenswürdigkeiten ist wohl bei den meisten Touristen ein fester Programmpunkt. Dort ergeben sich aber selten schöne Motive – es sei denn, man gibt sich mit von Touristen überrannten alten Gemäuern zufrieden. Über Alltagszenen, exotische Motive und wahrhaft Sehenswertes stolpert man meistens spontan auf der Straße – darum immer die Kamera bereit halten.

6) Achtung bei viel Sonne
Schnee oder Strand, das sind typische Urlaubsorte für lichthungrige Deutsche. Ein Problem bei zu viel Licht: Schöne Fotos sind bei gleißendem Sonnenlicht schwer zu machen. Pauschal sollte man vermeiden, Fotos am Mittag oder frühen Nachmittag zu machen. Vor allem bei Porträts sind die Gesichter bei Sonne viel zu hell erleuchtet und die Augen sind kaum zu sehen, sie liegen im Schatten und sind zusammengekniffen. Besser sind die Morgen- und Abendstunden geeignet. Wer trotzdem Strandfotos machen möchte, dem sei geraten: Blitz an! Der hellt die Gesichter auf. Viele Digitalkameras haben außerdem ein Motivprogramm "Strand", der sich auch im Schnee gut verwenden lässt.

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Quelle: ilkerender,
"Huacachina, Ica, Peru, Nazca, Desert"
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www.piqs.de
, CC-Lizenz (BY 2.0)

7) Landschaften
Für Landschaftsaufnahmen nimmt man die weiteste bzw. kürzeste Brennweite. Sind bei dem Motiv viele gerade Linien (Meereshorizont, Architektur), sollte man dabei aber auf die Verzeichnung achten – also darauf, ob die gewählte Brennweite das Motiv vielleicht zu sehr verzerrt. Viele Kameras haben übrigens ein Motivprogramm "Landschaft", das für diese Zwecke gut geeignet ist. Um eine Landschaft gut in Szene zu setzen, sollte man sich (siehe auch Tipp 4) ein kleines Objekt als Größenvergleich heraussuchen. Eine Düne z.B. mag hübsch sein. Doch erst, wenn man einen Menschen darauf sieht, wird klar, wie groß sie ist. Viele Kamera bieten übrigens neuerdings einen "Panoramamodus", der automatisch aus mehreren Aufnahmen ein Panoramabild zusammenrechnet.

8) Für Sportliche und Wanderer
Schon mal über eine wasserdichte Kamera nachgedacht? Nicht nur, dass man damit ins Wasser kann, was ja schon ein Spaß an sich ist. Wasserdichte Kameras sind auch stoßfest und überleben den Aufprall herunterfallender Taschen, ein Draufsetzen oder -treten und vieles mehr. Wer als Backpacker unterwegs ist, muss sich also keine Sorgen um seine Digitalkamera mehr machen, wenn er mit Schwung den Rucksack ablegt. Solche Kameras sind inzwischen nicht mehr nur Spielzeug, sondern bieten zum Teil eine sehr gute Bildqualität. Finden können Sie diese Kameras bei uns im Kamerafinder. Wählen Sie dort einfach die Suchoption "Wasserdichtes Gehäuse".

9) Exotische Pflanzenwelt
In der Ferne gibt es nicht nur fremde Tiere oder andersartige Architektur, sondern auch ein weiteres Motiv: Pflanzen. Schauen Sie ab und zu in Bodenhöhe, ob nicht ein exotisches Gewächs auf seine Entdeckung wartet. Hier finden Sie auch oft einen Blickfang als (weiter oben mehrfach beschriebenen) Mittelpunkt bei Landschafts- und Stimmungsaufnahmen.

10) Seien Sie höflich
Je weiter man weg ist, desto schneller gerät man aufgrund des sich verändernen Aussehens und der Kleidung in Versuchung, die Einheimischen zu fotografieren. Dabei sollte man jedes Mal um Erlaubnis fragen. Das hat einerseits kulturelle Gründe. Einige Auslegungen des Islams z.B. heißen Fotografien von Menschen nicht gut. Außerdem ist es einfach unhöflich. Stellen Sie sich vor, auf dem Weg zur Arbeit rennt jemand auf Sie zu und macht ungefragt Fotos. Nicht zuletzt kann es im schlimmsten Fall passieren, dass man die Persönlichkeitsrechte einer Person verletzt, wenn man ungefragt Fotos im Internet veröffentlicht. Selbst dann, wenn es nur im Ordner eines sozialen Netzwerks ist. Also: Hemmschwelle runterschrauben und einfach fragen – so kommt man außerdem mit den Menschen ins Gespräch.

11) Sichern Sie sich ab
Traurige Wahrheit: Gerade im Urlaub werden Kameras geklaut. Man passt nicht auf, weil man die exotische Kulisse betrachtet, sich nach einem Straßenschild oder einem U-Bahn-Plan umsieht, oder wusste als Ortsfremder nicht, dass in einer bestimmten Straße regelmäßig Autos aufgebrochen werden – zack, ist die Kamera weg. Der Vorteil der digitalen Fotografie gegenüber Film: Sie können ihre Daten sichern. Laden Sie die Bilder eines Tages am besten schon am gleichen Abend auf einen Server oder in eine Cloud.

Und jetzt: viel Spaß im Urlaub!

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