Ricoh GXR A12 28mm/ F2,5 Test
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- Typ: Wechselmodul-Kamerasystem |
- 12.3 Megapixel |
- Bildsensor: CMOS, 23.6 x 15.7 mm |
- Display: 3.0 Zoll, 920.000 Bildpunkte |
- Lichtempfindlichkeit: ISO 200 - ISO 3200 |
- Dateiformate: JPEG, RAW |
- Brennweite: 24mm |
- Anfangslichtstärke: F2,5 |
- Verschlusszeit: 1/3200 - 180 Sek. |
- Makro: 20 cm |
- Belichtungssteuerung: |
- Automatik, Halbautomatiken, Manuell |
- Erw. Speicher: SD, SDHC |
- HDMI-Anschluss |
- HD-Video |
- Energie: Li-Ion-Akku |
- Gewicht: 410g |
Auswertung der Testberichte
Ricoh erweitert sein GXR-Modulsystem um das A12 mit 28 mm, eine Weitwinkel-Festbrennweite von 28 mm.
Das GXR-Konzept
Wir erinnern uns: Das GRX-System bietet eine Basis und auswechselbare Module. Diese unterscheiden sich dahingehend von Objektiven, als dass nicht nur die Optik, sondern auch gleich der Sensor mit ausgetauscht wird. Der Vorteil: Sensor und Optik können optimal aufeinander abgestimmt werden. Hier kommt nach der 50-mm-Festbrennweite und zwei Zooms mit 24-72 mm und 28-300 mm der vierte „Spezialist“. Bislang ist die Anzahl an Modulen also überschaubar, doch allein aufgrund des Potentials – Spezial-Module für Makro, Tele, 3D, Fisheye... – sollte man dieses System im Auge behalten.
Das Gehäuse – die GXR-Basis
In der „Basis“ der Ricoh GXR stecken der Akku, die Speicherkarte, das Display sowie der integrierte Blitz und die verschiedenen Schnittstellen (USB, HDMI). Die Verarbeitung des stabilen Chassis mit Magnesiumlegierung wurde in den Tests anderer GXR-Spielarten bereits als hochwertig beschrieben. Als kleinstes und leichtestes Digitalkamera-System mit Wechseloptik kann die Ricoh GXR in puncto Kompaktheit sämtliche EVIL-Kameras überrunden. Optisch orientiert sich die GXR an Ricohs GX-Kameras wie der Ricoh Caplio GX200. Die GXR ist allerdings größer und hat einen dickeren Griff, der mit griffigem Gummi überzogen ist. Besonders gefallen hat in den Tests das hochauflösende 3''-LC-Display mit 920.000 Pixeln. Auch dessen Einblickwinkel wurde in einem Testbericht als gut beschrieben. Die Bedienung erinnert in der Anordnung der Tasten wieder stark an die Ricoh GX-Serie. In den Einstellungsmöglichkeiten bietet die Ricoh GXR aber die gleichen Optionen wie digitale Spiegelreflex. Das bedeutet: voll manuell, Halbautomatiken, Motivprogramme und eine Vollautomatik, der laut Test sehr gute Ergebnisse liefert. Die Bedienung ist klar und einfach. Das Menü ist übersichtlich und die "Direct"-Taste erleichtert die Konfigurationen. Dazu gibt es vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten, wie z.B. drei Speicherplätze für persönliche Einstellungen oder eine programmierbare Auto-ISO-Funktion.
Optik & Bildqualität des Moduls A12/28mm
Das Wechselmodul Ricoh GXR A12 28mm/ F2,5 ist aus Magnesium gefertigt und kommt mit einer guten Lichtstärke. Das Freistellen eines Objekts durch geringe Tiefenschärfe ist damit kein Problem, dazu wirbt Ricoh mit einem besonders schönen Bokeh-Effekt. Scharfstellen kann das A12 ab 20 cm Nahgrenze. Ein Bildstabilisator ist nicht an Bord – was aber bei einer Weitwinkel-Festbrennweite nicht so schlimm ist, weil eine solche nicht besonders anfällig für Verwacklungen ist. Mit 28 mm ist das Modul nicht für Porträts geeignet, denn der Weitwinkel sorgt für eine unschöne Verzerrung der porträtierten Person. Besser ist es für Landschaften geeignet.
Der Sensor im Wechselmodul ist ein hochwertiger CMOS mit 23,6 x 15,7 mm. So eine Größe findet man sonst fast nur in DSLRs. Bei der Megapixelzahl hat man sich auf moderate 12 MP beschränkt. Die Datenverarbeitung wird von dem Prozessor GR ENGINE III übernommen. Laut Hersteller soll dieser das Rauschverhalten, den Dynamikumfang und eine hohe Auflösung sorgen. Seiner Geschwindigkeit ist wohl auch der Serienbildmodus von 4 Bildern/Sekunde und die HD-Video-Fähigkeit zu verdanken. Eine Besonderheit ist der manuelle Fokusring des Ricoh GXR A12 28mm/ F2,5.
Die Ergebnisse zur Bildqualität zeigen erfreuliches. Besonders die Schärfe kann überzeugen, besonders im Vergleich zu dem anderen A12-Modul mit 50mm. Hier wurden Sensor und Optik sehr gut aufeinander abgestimmt. Das Rauschen ist bis in die hohen ISO-Zahlen gut. Ebenso kann der Kontrast überzeugen, der laut eines Tests mit den steigenden ISO-Zahlen bis inklusive ISO 3.200 kaum abfällt. Die Textur allerdings beginnt bei steigenden ISO-Empfindlichkeiten zu leiden – hier schlägt wohl eine interne Rauschunterdrückung zu, die neben dem Rauschen eben auch feinere Bilddetails glattbügelt. Im Vergleich zur GXR-50-mm-Festbrennweite hat sich aber sowohl das Rauschen als auch der Detailverlust verbessert. Die Kontastkanten werden hier und da unnatürlich überbetont, was ebenfalls ein typisches Symptom für interne Nachbearbeitung ist. Trotzdem: unter dem Strich kann die Bildqualität des Ricoh A12 mit 28 mm in den Tests sehr gut abschneiden. Vor allem die über den Bildbereich homogene Auflösung ist ein dicker Pluspunkt – und genau das, was eine Festbrennweite können sollte. Als sehr gut wurde der automatische Weißabgleich bewertet. Die Farben sind leicht übersättigt, laut der Tests allerdings nur sehr vorsichtig, das Ergebnis sieht nicht unnatürlich aus.
Ausstattung & Geschwindigkeit
Die Sensordaten können in JPEG oder RAW (DNG) gespeichert werden. Bei der Geschwindigkeit wurde die Ricoh A12/28mm in den Tests als einigermaßen schnappschusstauglich beschrieben. Eine Auslöseverzögerung von ca. 0,3 bis 0,5 Sekunden liegt unterhalb unserer Schnappschuss-Grenze von einer halben Sekunde. Serien schafft das GXR-Modul mit 3,1 Bildern/Sekunde bis die Karte voll ist.
Tests mit Auszeichnung
Tests ohne Auszeichnung
Testalarm
Meinungen
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