Pentax Q Test
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Preis: ab 410,00 €
- Typ: digitale Systemkamera |
- Bajonett: Pentax Q |
- 14.5 Megapixel |
- Bildsensor: CMOS, 1/2.3" |
- Crop-Faktor: 5.53 |
- Display: 3.0 Zoll, 460.000 Bildpunkte |
- Lichtempfindlichkeit: ISO 125 - ISO 6400 |
- Dateiformate: JPEG, RAW |
- Verschlusszeit: 1/8000 - 30 Sek. |
- Bulb-Funktion |
- Opt. Bildstabilisation |
- Gesichtserkennung |
- Belichtungssteuerung: |
- Automatik, Halbautomatiken, Manuell |
- Erw. Speicher: SD, SDHC, SDXC |
- HDMI-Anschluss |
- Full-HD-Video |
- Energie: Li-Ion-Akku |
- Gewicht: 200g |
Auswertung der Testberichte
Pentax bringt mit der Pentax Q eine Systemkamera mit eigenem Bajonettsystem auf den Markt. Im Gegensatz zur PEN- oder G-Reihe (z.B. Olympus PEN E-P3 und Panasonic Lumix DMC-G3) positioniert sie sich nicht knapp unter der DSLR-Klasse, sondern knapp über der Kompaktkamera: Kleiner Sensor, möglichst kompakt und verspielt. Konzeptuell ist die Pentax Q damit der gleichaltrigen Nikon 1-Reihe (V1 und J1) sehr ähnlich. Auch preislich liegt sie zwischen den beiden neuen Nikons.

Gehäuse - Zigarettenschachtelgröße
Besonders sticht diese Digitalkamera durch ihre kleinen Maße hervor: mit ca. 9,8 x 5,6 x 3,1 cm wird sie beworben. Damit war die Pentax Q mit ihrem schwarzen oder weißen Magnesium-Aluminium-Gehäuse zu Markterscheinen die kleinste Kamera mit Wechseloptik bislang. Dazu gehört auch ein geringes Gewicht von nur 200 g. Mit Akku, wohlgemerkt. Daraus ergibt sich allerdings auch ein Nachteil: kleine Tasten. Mit großen Händen ist die Handhabung also etwas frickelig. Das Design gefällt im Test durch den Retro-Look. Auch die hochwertige Verarbeitung wurde in den Testberichten mit Wohlwollen registriert.
Der LCD-Monitor bietet auf 3 Zoll eine Auflösung von 460.000 Pixeln – sehr gut. Einen optischen Sucher gibt es nur optional zum Aufstecken.
Bedienung - Lomospiele
Die Bedienung ist wie bei allen Kameras dieser Klasse selbstverständlich manuell oder über Halbautomatiken möglich, dazu steht aber auch eine Vollautomatik und 21 Motivprogramme zur Verfügung. Daneben gibt es unter dem Namen "Smart Effect" einige Filter, die zum Spielen einladen. Unter "Filme-Einstellungen" finden sich weitere Filter, die aber dezenter zu Werke gehen und die Charakteristika von analogen Filmtypen simulieren sollen, z.B. Dia, Landschaft, Porträt etc. Serien soll die Pentax Q mit bis zu 5 Bildern/Sekunde aufnehmen können.
Dieses Konzept zusammen mit Blick auch den kleinen Sensor (s.u.) wirkt so, als stünde hinter der Pentax Q die Idee, verspielte Lomo-Fans anzusprechen. Auch wenn sie alles kann, was eine Fortgeschrittenenkamera erfordert, ist sie laut Test erfreulich anfänger- und drauflosknipserfreundlich.

Das neue Q-Bajonett
Zusammen mit der Pentax Q erscheint auch ein neuer, kleiner Objektivtyp, das Q-Mount. Pentax plant parallel zum Erscheinen der Pentax Q im September auch fünf Q-Objektive, die nur halb so groß sind wie vergleichbare Optiken für APS-C-Sensoren. Durch den kleinen Sensor ist der Crop-Faktor, also die Verlängerung der effektiven Brennweite, mit x5,53 gewaltig. Pentax spaltet die Q-Objektive in zwei Kategorien auf. Zum einen gibt es die "seriösen" Objektive, eine Festbrennweite mit 47 mm (KB) und ein Nahezu-Universalzoom von 27,5-83 mm (KB). Diese sind mit Metallbajonett ausgestattet und bieten eine variable Blende.
Dann gibt es noch die „spaßigen“ Objektive, die Pentax zum Teil passenderweise „Toy Lens“ genannt hat. Hierbei soll es sich um ein Fisheye-Objektiv mit 17,5 mm (KB) und zwei Lochkamera- bzw. Lomo-Effekt-Festbrennweiten mit 35 bzw. 100 mm (KB) handeln. Diese Reihe bietet nur ein Kunststoffbajonett und eine feste Blende. Da kribbelt es dem verspielten Fotografen doch gleich in den Fingern. Zumal, weil die Objektive im Vergleich zu MFT- oder APS-C-Linsen nicht besonders teuer sind.
Bildqualität – kleiner Sensor, aber ok
Beim Bildsensor handelt es sich um einen "backside illuminated" CMOS. Das bedeutet, dass die leitenden Verbindungen, die bei herkömmlichen Sensoren auf der Oberfläche lagen und so das einfallende Licht teilweise vom Sensor fernhielten, auf die Rückseite gelegt wurden - der Sensor wurde also quasi umgekehrt verbaut. Dadurch vergrößert sich die lichtempfindliche Fläche, was die Belichtungszeiten verkürzt und so die Rauschanfälligkeit der Fotos verringert.
Mit 12,4 Megapixeln ist die Auflösung eher moderat. Gespeichert werden die Bilder in JPEG oder RAW (DNG). Ein dickes Plus ist laut Test die Möglichkeit, nachträglich (!) ein RAW-Foto zu speichern. Dafür bedient sich die Kamera aus dem Pufferspeicher.
Mit nur 1/2,33 Zoll ist der Sensor nicht größer als der durchschnittlicher Kompaktkameras. Das ist in der Systemkamera- und Spiegelreflexkameraklasse eher ungewöhnlich. Diese Klasse hat bisher versucht, sich in puncto Bildqualität vom Kompaktkameradurchschnitt abzuheben. Doch ohne den kleinen Sensor wäre die geringe Größe der Pentax Q wohl nicht realisierbar gewesen.
Im Test konnte die Pentax Q eine anständige Bildqualität vorweisen – wenn man die Sensorgröße bedenkt. Legt man als Vergleich andere Systemkameras mit größerem Sensor zugrunde, liegt die Pentax Q allerdings weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Im Vergleich zu kleinsensorigen kompakten Digitalkameras ist die Pentax Q aber sehr gut.
Bis ISO 800 sind die Bilder laut Test einschränkungslos zu verwenden. Danach schlägt die Rauschunterdrückung zu, die durch den Weichzeichner auf die Details schlägt. Die Schärfe wirkte natürlich und nicht überzogen.
Besonders gelobt wurde im Test die Farbdarstellung und der gute automatische Weißabgleich. Einen Pluspunkt verdiente sich die Kamera auch für die gute Auto-Belichtung. Das ist bei einer Kamera, die viele primär im Vollautomatikmodus nutzen werden, besonders wichtig. Sehr gut funktionierte auch die interne Verzeichnungskorrektur.

Ausstattung – umfangreiche Spielwiese
Ein Full-HD-Videomodus darf in einer modernen Digitalkamera natürlich nicht fehlen. Dieser nimmt mit 1.920 x 1.080 Pixeln und 30 Bildern/Sekunde auf und speichert im Format H.264. Die Belichtungs kann dabei auch manuell eingestellt werden. Den Stabilisator sollte man während der Filmaufnahmen ausstellen, er versucht bei Schwenks zu stabilisieren, was zu Bildruckeln führt.
Ein Nachteil kleiner Sensoren ist die im Vergleich zu APS-C- und Vollformat-Kameras eine geringere Tiefenunschärfe. Das Freistellen, also das Verschwimmenlassen der unscharfen Bereiche (Bokeh-Effekt) ist somit schwer möglich. Das kompensiert die Pentax Q mit einer elektronischen Nachbearbeitung, der "Bokeh Control", mit der der Fotograf den Grad der Hintergrundunschärfe bestimmen kann. Das mag nichts für Fototechnik-Puristen sein, ist aber eine nette Spielerei.
Ausgestattet ist die Pentax Q mit einer Sensorreinigung. Da der Sensor beweglich ist, liegt es nahe, hier auch die Bildstabilisierung unterzubringen, die "opto-magnetische Shake Reduction". Die funktionierte laut Test sehr gut.
Der Verschluss ist eine Kombination aus mechanischer und elektronischer Variante. Bis 1/2000 Sekunde kommt der elektronische zum Einsatz, darunter - bis 1/8000 - der elektronische. Auch ein Intervallaufnahmen-Modus ist vorhanden, in dem Abstände zwischen 1 Sekunde und 24 Stunden eingestellt werden können. Ein Blitz und eine HDR-Automatik sind mit an Bord.
Der Akku schaffte laut Test ca. 210 bis 370 AUslösungen. Das ist nicht viel, dafür kostet ein Zweiakku aber auch nur ca. 30,- Euro. Da ist die Konkurrenz um Längen teurer.
Geschwindigkeit – nicht schlecht
Serien schafft die Pentax Q laut Test mit 5 bis 6 Bildern/Sekunde, was ein guter Wert ist. Das Display wird dabei ausgeschaltet. Auch sonst soll laut der Testberichte die Geschwindigkeit der Kamera – also Auslöseverzögerung und Reaktion auf Eingaben – sehr gut sein.
Neuere Produkte von Pentax
Tests mit Auszeichnung
Tests ohne Auszeichnung
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PC WELT plus Ausgabe 4/2012 |
Zitat: Das Gehäuse der Pentax Q ist besonders kompakt. Sie setzt einen ungewöhnlichen Crop-Faktor von 5,5x ein, was an ihrem Kompaktkamera-Sensor liegt. An der Vorderseite sitzt ein Drehrad mit vier Einstellmöglichkeiten, die man mit Filtern und Effekten belegen kann. Die Arbeitsgeschwindigkeit der Systemkamera gab keinen Anlass zu Klage. Trotz des kleinen Bildsensors war das Rauschverhalten der Systemkamera beeindruckend: Sogar bei hohen ISO-Werten blieben die Bildfehler vernachlässigbar.
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Ausgabe 3/2012 |
Zitat: Keine andere Systemkamera ist kompakter, leichter und besser als Reisebegleiter geeignet als die Pentax Q. Dabei bietet sie zahlreiche Motiv- und Automatik-Programme sowie alle Manuellen Einstellungen, die ambitionierte Fotografen erwarten.
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test (Stiftung Warentest) Ausgabe 3/2012 |
Zitat: Die kleinste. Kleine Systemkamera ohne Spiegel. Mit besonders lichtstarker Festbrennweite ausgestattet. Sucher Optional. Sehr wirksamer verwacklungsschutz. Keine Dauerbelichtung. Hdr-Funktion für Fotos bei hohem Kontrast. Für eine hochwertige Kamera mit vielen Funktionen sehr leicht.
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Ausgabe 2/2012 |
Zitat: Durch ihre kompakte Größe eignet sie sich für Einsteiger als Immer-dabei-Kamera. Die Fülle an Bedienelementen spricht dagegen eher ambitionierte Fotografen an. Für diese Zielgruppe ist dann aber die Sensorgröße unangemessen Auch der Preis erscheint […] deutlich zu hoch.
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Ausgabe 12/2011 |
Zitat: …die geringe Größe bringt auch Qualitätseinbußen mit sich. Zwar bleiben die Aufnahmen von Rauschartefakten verschont, feine Bildelemente verlieren aber leider an Detailreichtum.
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Ausgabe 12/2011 |
Zitat: …zu wahrer Größe fehlt es der Pentax Q deutlich an Bildqualität. Das liegt vor allem am kleinen Sensor. Die Kurtosiswerte belegen, dass man feine Details eindeutig zugunsten eines geringeren Bildrauschens geopfert hat.
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Ausgabe 12/2011 |
Zitat: Die Leistung hinsichtlich der Bildqualität ist für eine Kompaktkamera beachtlich, im Umfeld der Systemkameras oder gar Spiegelreflexmodelle erreicht die Q speziell bei der Auflösung nur mittelprächtige Ergebnisse.
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Ausgabe 10/2011 |
Zitat: Vorteile: kleinstes Kamerasystem mit Wechselobjektiven. Nachteile: Bildqualität aufgrund des kleinen Sensors begrenzt, geringe Objektivauswahl, geringe Schärfentiefe nur per Mehrfachbelichtung.
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Ausgabe 10/2011 |
Zitat: Die Pentax Q ist eine optisch wie technisch ansprechende Systemkamera, die es mit den aktuellen Bestsellern der Kategorie aufnehmen kann. Wer den hohen Preis nicht scheut, wird im Hinblick auf Ausstattung und Bildqualität nicht enttäuscht.
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Ausgabe 6/2011 |
Zitat: Unterm Strich ist die Pentax Q eine bessere Schnappschusskamera, bei der ein Objektivwechsel möglich ist.
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Testalarm
Meinungen
Markus |
Die erste richtige ReisekameraHabe immer nach einer kleinen hochwertigen Reisekamera gesucht, die auch die Möglichkeiten der Wechseloptik bietet. Mit der Pentax Q habe ich sie gefunden. Die Bildqualität ist trotz des kleinen Sensors überragend und deutlich besser als mit vergleichbaren Kompakten. Klasse finde ich vor allem auch die Full-HD Video Funktion und der Einsatz eines Fisheyes als Wechseloptik. Der 35er ist für mich ein Option für versteckte Reportagefotos. Nächste Investition ist der Sucher! |
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