Panasonic Lumix DMC-GX1 Test
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Preis: ab 545,00 €
- Typ: digitale Systemkamera |
- Bajonett: MicroFourThirds |
- 16.0 Megapixel |
- , 17.3 x 13 mm |
- Crop-Faktor: 2 |
- Display: 3.0 Zoll, 460.000 Bildpunkte |
- Lichtempfindlichkeit: ISO 160 - ISO 12800 |
- Dateiformate: JPEG, RAW, MPO (mit 3D-Objektiv) |
- Verschlusszeit: 1/4000 - 60 Sek. |
- Bulb-Funktion |
- Gesichtserkennung |
- Belichtungssteuerung: |
- Automatik, Halbautomatiken, Manuell |
- Erw. Speicher: SD, SDHC, SDXC |
- HDMI-Anschluss |
- Full-HD-Video |
- Energie: Li-Ion-Akku |
- Gewicht: 318g |
Auswertung der Testberichte
Die Panasonic Lumix DMC-GX1 ist das neue Spitzenmodell der Panasonic'schen G-Reihe. Im Vergleich zu anderen, nahezu tastenlosen Systemkameras scheint sich die GX1 eher an einstellungsfreudigere Fotografen zu richten. Ob die Kamera als erste GX-Kamera der Quasi-Nachfolger der GH-Reihe sein soll? Die GH2 wartet jedenfalls schon länger auf einen Nachfolger.

Gehäuse – Touchscreen mit guter Auflösung
Zu den kompaktesten Systemkameras gehört die Lumix GX1 nicht. Kleiner und leichter ist z.B. die DMC-GF3. Die solide Verarbeitung und das hochwertige Material konnten in den Tests gefallen. Vorteil der etwas größeren Maße: Sie einen kleinen Griff, der die Handhabung laut Test stark erleichtert. Groß kann man die Kamera übrigens keinsfalls nennen. Sie gehört ímmer noch zu den Systemkameras und ist damit kompakt und perfekt für die Reise.
Die Digitalkamera kommt mit einem 3-Zoll-Display mit einer sehr guten Auflösung von 460.000 Pixeln. Es bietet außerdem eine Touchscreen-Funktion. Dieser ermöglicht es zum Beispiel, durch Antippen den Schärfepunkt zu definieren. Neu ist die digitale 3D-Wasserwaage, die laut Test ausgezeichnet bei der Ausrichtung des Bildes hilft. Im Test gefallen hat die sehr schlaue Lupenfunktion. Diese zeigt um den vergrößerten Ausschnitt noch einen „Rahmen“ des normalen Bildes, so dass man den Überblick darüber behält, wo man hin zieht. Dieser Auswahlrahmen kann auf dem Display durch das Touchscreen beliebig verschoben werden.
Der Aufstecksucher „LVF2“ ist leider nur optional erhältlich, kostet also extra. Im Test konnte seine Qualität aber sehr gut gefallen und war der des eingebauten Suchers der älteren Schwester Lumix G3 sehr ähnlich.

Bedienung – bequem für manuelle oder vollautomatische Bedienung
Von ganz einfach bis hoch ambitioniert: die Panasonic Lumix DMC-GX1 bietet für jeden etwas. Obwohl sie ein Touchscreen hat, wurde auf Tasten nicht verzichtet. So bietet sie die Möglichkeit umfangreicher manueller Einstellungsmöglichkeiten durch viele, viele Tasten. So gibt es jede Menge Direktzugriffe, unter anderem über ein Einstellrad, wie es auch bei DSLRs zu finden ist. Dort finden sich auch zwei Positionen, auf der individuelle Einstellungen zu finden sind. Auch zwei der Tasten können individuellen Funktionen zugewiesen werden.
Für Fotografen, die lieber einfach nur zielen und abdrücken wollen, steht eine kinderleichte intelligente Vollautomatik zur Verfügung, die mit einem Knopfdruck aktiviert werden kann. Diese analysiert die Situation und sucht sich aus den Motivprogrammen und den Automatiken die jeweils passenden heraus. Für alle Fortgeschrittenen, die sich in den meisten Fällen zwar auf die bequeme „iA“ verlassen wollen, aber ab und zu auch etwas einstellen wollen, ist es sehr erfreulich, dass viele Einstellungsmöglichkeiten „Helligkeit, Farbabstimmung, Schärfentiefe (per Schieberegler) etc. erhalten bleiben.
Das Menü ist übersichtlich, aber bei viel Licht laut Test schlecht zu lesen. Verspielte Geister dürfen sich wieder über eine Vielzahl Effektfilter freuen. Die Liste, auf der unter anderem ein „Miniaturisierungseffekt“, „High Key“ und „Retro“ stehen, wurde um „Toy Effect“ und „Low-Key“ erweitert. Auch eine Dynamikerweiterung ist mit an Bord.
Gezoomt wird mit dem Kit-Objektiv übrigens mit Motorzoom. Die Brennweite wird also nicht über einen Ring, sondern über einen Hebel am Objektiv oder das Touchscreen bewegt. Was zunächst einiger Gewöhnung bedarf, bringt einen Vorteil im Videomodus, denn hier sorgt diese Technik für besonders ruhige Zoomfahrten. Im Menü lassen sich drei Zoomgeschwindigkeiten einstellen.
Bildqualität – sehr gut
Mit einem Live Mos-Sensor im Micro FourThirds-Format verspricht die DMC-GX1 eine ähnlich gute Bildqualität zu produzieren wie ihre Vorgängerinnen, schließlich scheint sie den gleichen Sensor zu besitzen wie die DMC-G3. Der Sensor löst mit 16 Megapixeln auf und kann bis ISO 12.800 hochgestellt werden. Neben JPEGs können die Bilder auch im verlustfreien RAW aufgenommen werden.
Im Test zeigte die Kamera eine gute Leistung. Brillante Arbeit leistet die Kamera bis ISO 200, ab ISO 400 wird die Qualität ein wenig schlechter, wobei ISO 800 allerdings immer noch sehr gut ist. Hier wurde eine kleine Qualitätssteigerung sowohl der Auflösung als auch des Rauschens gegenüber der Lumix G3 festgestellt. Exorbitant besser ist die Bildqualität unterm Strich aber nicht geworden.
Die Auflösung war laut eines Tests bis ISO 6.400 nahezu konstant, ein anderer konstatierte der Systemkamera immerhin bis ISO 1.600 problemlose Verwendbarkeit. Nur von ISO 12.800 rieten die Testberichte einhellig ab. Solch schwindelnde ISO-Höhen bleiben nur Notlösungen.
Pluspunkte gab es auch für die gute Dynamik, die bis ISO 1.600 bei über 9 Blendenstufen blieb. Die Farben wurden gut, wenn auch nicht 100% korrekt abgebildet. Die Abweichung besteht in einer Übersättigung, die wohl für einen "brillanteren" Farbeindruck und lebendiger wirkende Bilder sorgen soll.
Ausstattung – Full-HD-Video, integrierter Blitz und Sensorreiniung
Die GX1 bietet einen Full-HD-Videomodus (1.920 x 1.080 Pixel). Der Ton wird in Stereo aufgenommen. Dank einer separaten Aufnahmetaste kann die Videoaufnahme schnell und einfach gestartet werden. Der Autofokus kann während der Aufnahme permanent nachjustieren.
Ein Blitz ist integriert – erfreulich, denn der wurde der Kompaktheit zuliebe in letzter Zeit bei vielen Systemkameras weggelassen. Mit einer Leitzahl von 7,6 bei ISO 160 gehört er allerdings nicht zu den Stärksten. Dank eines klassischen Zubehörschuhs kann aber auch ein größerer nachgerüstet werden – allerdings muss man sich dann zwischen Aufstecksucher oder großem Blitz entscheiden.
Um einem verdreckten Sensor vorzubeugen, hat die Panasonic Lumix GX1 eine integrierte Sensorreinigung. Durch Ultraschall werden Verschmutzungen einfach abgeschüttelt.
Geschwindigkeit – viel versprochen, alles gehalten
Der Hersteller verspricht für die Panasonic GX1 eine noch weiter verbesserte Auslöseverzögerung. Schon die G-Modelle der letzten Generation standen DSLRs in nichts nach. Also darf man hoffen, dass die Werbeansage stimmt.
Serien sind laut Hersteller bis maximal 4,6 Bilder/Sek möglich, im Test wurden 4,2 Bilder/Sek gemessen – nah genug dran. Im „Burst-Modus“ sind sogar bis zu 20 Bilder/Sek drin.
Die Auslöseverzögerung ist laut aller Testberichte tatsächlich sehr gut. Mit unter 0,3 Sekunden, nicht selten sogar unter 0,2 Sekunden im Weitwinkel und im Tele ist die Kamera mit ihrem Kontrast-Autofokus sehr schnell. Allerdings haben wir mit Blick auf die vorhergegangenen Lumix-G-Modelle auch nichts anderes erwartet. Sehr komfortabel gestaltet sich das manuelle Scharfstellen, das einfach durch das Antippen des Displays geschieht.
Fazit & Alternativen
Nachdem in der letzten Generation der Systemkameras häfiger Modelle zu finden waren, die zunehmend auf Tasten und Einstellräder verzichteten, ist die Panasonic Lumix DMC-GX1 endlich wieder eine Digitalkamera für "richtige Fotografen". Nicht nur eine komfortable Einstellbarkeit aller Parameter wird geboten, auch die Bildqualität wird einem gehobenen Anspruch gerecht.
Schärfste Konkurrentin der DMC-GX1 ist die High-End-Systemkamera Olympus PEN E-P3. Eine Alternative, die ebenfalls eine starke Gewichtung auf manuelle Einstellungsmöglichkeiten legt, ist die Sony NEX-7, die einen größeren Sensor und damit einen gewissen Vorsprung bei der Bildqualität hat.
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