Olympus PEN E-PL3 Test
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Preis: ab 595,00 €
- Typ: kompakte Digitalkamera |
- Bajonett: MicroFourThirds |
- 12.3 Megapixel |
- , 17,3 x 13,0 mm |
- Crop-Faktor: 2 |
- Display: 3.0 Zoll, 460.000 Bildpunkte |
- Lichtempfindlichkeit: ISO 200 - ISO 13 |
- Dateiformate: JPEG, RAW |
- Verschlusszeit: 1/4.000 - 2 Sek. |
- Bulb-Funktion |
- Opt. Bildstabilisation |
- Gesichtserkennung |
- 3D-Modus |
- Belichtungssteuerung: |
- Automatik, Halbautomatiken, Manuell |
- Erw. Speicher: SD, SDHC, SDXC |
- HDMI-Anschluss |
- Full-HD-Video |
- Energie: Li-Ion-Akku |
- Gewicht: 265g |
Auswertung der Testberichte
Die Olympus PEN E-PL3, auch genannt "Pen Lite 3" ist die neue Mittelklasse der Olympus PEN-Reihe. Sie kommt im Herbst 2011 zusammen mit ihren PEN-Geschwistern E-P3 und E-PM1 in Schwarz, Rot, Weiß oder Silber. Die größte Veränderung gegenüber dem Vorgänger E-PL2 ist ist laut Hersteller die verbesserte Geschwindigkeit. Laut der Tests kann sie sich als gut bedienbare Digitalkamera mit sehr guter Bildqualität etablieren.

Gehäuse – hohes Niveau der Basis
Die Systemkamera bietet ein nach oben und unten klappbares 3-Zoll-Display, das mit 3 Zoll und einer Auflösung von 460.000 Pixeln gut auflöst. Das Gehäuse aus gebürstetem Aluminium ist nicht im Retro-Look, sondern sehr schlicht gehalten. Die Oberfläche fühlt sich laut der Tests hochwertig an. Was etwas fehlt, ist ein Griff. Dieser lässt sich im Gegensatz zur E-P3 auch nicht nachträglich anbauen. Die Tasten sind alle gut zu erreichen. Laut eines Tests erfordert es – vor allem bei großen Händen – etwas Übung, alles Tasten blind zu drücken. Die Kompaktheit fordert ihren Tribut, die Tasten sind klein.
Das Kit-Objektiv kann durch das Plastikgehäuse leider nicht mit dem hohen Verarbeitungsniveau mithalten. Sogar das Bajonett ist aus Plastik. Kit-Objektive sind aber nie High Class. Erst wenn man in bessere Spezialobjektive investiert, bekommt man entsprechende Qualität. Ein Blitz ist nicht integriert, aber es ist ein kleiner Aufsteckblitz im Lieferumfang, der auf den Zubehörschuh gesteckt wird.
Bedienung – Anfängerfreundlich, aber auch für Fortgeschrittene
Olympus wirbt mit einer sehr einfachen Bedienung und trotzdem tollen Bildergebnissen. Am einfachsten: iAuto einstellen und losknipsen. In diesem Modus werden alle Einstellungen von der Kamera übernommen. Wer als Anfänger auch mal etwas experimentieren möchte, wird nicht allein gelassen. Hier hilft der Live Guide, ein Programm, das dem Anfänger bei der Abbildung von Hintergrundunschärfe oder Lichtstimmungen unter die Arme greift. Viele kreative Filter und Effekte sollen den Spieltrieb wecken. Wer lieber manuell belichtet, dem steht das ganze Spektrum an Halbautomatiken und komplett manueller Einstellungsmöglichkeiten offen.
Auf dem oben liegenden Wählrad können die klassischen Modi PASM eingestellt werden. Sämtliche Einstellungen werden über 4-Wege-Tasten vorgenommen – wer ein Touchscreen wünscht, muss zur E-P3 greifen.
Bildqualität – Erstklassige Ergebnisse
Die Olympus PEN E-PL3 ist mit einem MicroFourThirds-Bajonett ausgestattet. Das System ist inzwischen etabliert, so dass viele passende Objektive zur Auswahl stehen. Mit Adapter lässt sich die Auswahl noch einmal stark erweitern. Ein mechanischer Bildstabilisator ist in der Digitalkamera integriert, er muss also nicht in den Objektiven sein.
Die Auflösung der Olympus PEN E-PL3 ist mit 12,3 Megapixeln moderat gewählt. Die ISO-Empfindlichkeit geht von ISO 200 bis ISO 12.800. Die Daten können auch im RAW-Format gespeichert werden. Es scheint keine Unterschiede zwischen dem LiveMOS-Sensor der E-PL3 und dem der großen Schwester E-P3 zu geben, denn die Bildqualität ähnelt sich sehr – und ist auf hohem Niveau.
Bei ISO 200 und 400 kann die Kamera mit einer für 12 MP sehr hohen Auflösung punkten, sogar mit dem billig wirkendem Kit-Objektiv. Selbst bei ISO 3.200 wurde sie im Test noch als anständig beschrieben. Erst bei ISO 6.400 stürzt sie ab. Das Rauschen könnte etwas früher stören. Bis ISO 800 ist es in Ordnung, ab ISO 1.600, spätestens ISO 3.200 ist es deutlich. Gefallen konnte auch die Dynamik. Bis ISO 800 kann sich die PEN E-PL3 bei 11 Blendenstufen, bis ISO 1.600 bei 9 Blendenstufen halten, darüber aber sinkt der Helligkeitsumfang schnell auf nur 6 Blendenstufen. Erfreulich präzise und vorsichtig geht Olympus bei der Farbdarstellung vor. Nur die Rottöne werden mal wieder überzogen, um einen brillanten Farbeindruck zu simulieren. Auch der Weißabgleich konnte im Test gefallen.
Ausstattung – Steht einer DSLR in nichts nach
Die Olympus PEN E-PL3 bietet alles, was auch in großen DSLRs zu finden ist. Belichtungsreihen, diverse Blitzmodi, manueller Fokus und eine Gesichtserkennung. Letztere wurde so erweitert, dass nun der Schärfepunkt präzise auf die Augen gelegt wird. Wie es sich für eine Digitalkamera aus dem Jahr 2011 gehört, ist die Olympus PEN E-PL3 mit einem Videomodus ausgestattet. Der bietet Full-HD und eine Speicherung im platzsparenden AVCHD-Format. Der Videomodus hat eine eigene Starttaste, mit dem aus jedem Modus heraus sofort gefilmt werden kann. Die manuelle Einstellungsmöglichkeiten der Belichtung stehen auch hier zur Verfügung.
Die Kamera bietet keinen Sucher, es stehen aber optional zwei zur Verfügung – die kosten aber 200 bis 220 Euro. Da diese auf dem Zubehörschuh untergebracht werden, kann dann kein Blitz verwendet werden.
Geschwindigkeit – Kontrast-AF, aber fix
Wie das Flaggschiff der 2011-PEN-Generation, die PEN E-P3, wirbt auch die E-PL3 mit einem schnellen TruePic IV-Prozessor und einem überarbeiteten, schnellen Aufnahmesensor. Das "FAST AF"-System soll eines der schnellsten der Welt sein. 35 AF-Punkte bilden dafür eine gute Grundlage. Ein AF-Hilfslicht und ein Tracking-AF sind ebenfalls an Bord.
Tatsächlich konnte die Olympus PEN E-PL3 im Test mit einem sehr schnellen Autofokus punkten. Bei Tageslicht betrug die Auslösezeit nur 0,3 Sekunden, sie verlängerte sich auch bei wenig Licht nicht dramatisch auf 0,37 Sekunden. Damit ist die Kamera uneingeschränkt als schnappschusstauglich zu empfehlen. Nur ein Test stellte gelegentlich ein längeres Pumpen – also die Suche nach der richtigen Schärfe – fest, vor allem bei Dämmerlicht. Serien schafft sie mit 5,3 Bildern/Sek.
Zielgruppe & Alternativen
Die Olympus PEN E-PL3 ist die mittlere der drei Schwestern der Olympus-Systemkamerageneration 2011. Sie richtet sich an Fotografen mit gehobenen Ansprüchen an die Bildqualität, die eine kompakte Immer-dabei-Kamera suchen. Das bedienen aber fast alle Systemkameras, wo also liegen die Unterschiede?
Die große Schwester E-P3 bietet im Vergleich zur E-PL3 ein höher auflösendes Touchscreen-Display (das dafür aber nicht klappbar ist), einen integrierten Blitz und ein etwas größeres Gehäuse. Die kleinere E-PM1 begnügt sich mit einem normalen, festen Display, das ansonsten dem der E-PL3 ähnelt. Das Gehäuse ist noch ein Stück kleiner. Das Innenleben der drei Schwestern unterscheidet sich kaum: In allen steckt offenbar der gleiche 12-MP-Sensor. Unterschiede gibt es primär in der Bedienung.
Die schärfste Konkurrenz der PEN-Reihe kommt von den diesjährigen Panasonic-Systemkameras. Ebenfalls 12 MP bietet die Panasonic Lumix DMC-GF3, dazu ein Touchscreen, das aber fest integriert ist. 16 MP und ein dreh- und schwenkbares Touchscreen bietet dagegen die klassentechnisch etwas höhere DMC-G3. Auch mit sehr guter Bildqualität haben die Samsung NX-Kameras (z.B. die NX200) und die Sony NEX-Kameras (z.B. die Sony NEX-5N) im Test abgeschnitten.
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Tests mit Auszeichnung
Tests ohne Auszeichnung
Ausgabe 5/2012 |
Zitat: Preis, Gehäusegröße, Ausstattung – in vielerlei Hinsicht stellt die E-PL3 innerhalb der Pen-Reihe die goldene Mitte dar, flankiert von der höher angesiedelten, schwereren E-P3 und der günstigeren, noch leichteren E-PM1. Wie bei denen lässt sich über den Blitzschuh ein optionaler, elekrtronischer Sucher nachrüsten. Als Monitor kommt ein verstellbares Standart-LCD zum Einsatz. Im Lieferumfang befindet sich ein kleiner Aufsteckblitz. Im Vergleich zur E-P3 ist der Kontrastfokus teils etwas langsamer.
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PC WELT plus Ausgabe 4/2012 |
Zitat: Die Olympus gehört zu den leichteren Systemkameras des Testfelds. Sie liegt durch die gummierten Daumenanlage sehr stabil in der Hand, alle Knöpfe und Tasten sind leicht zugänglich. Der Bildschirm löst etwas höher auf als üblich und zeigt ein klares und scharfes Bild. Der Autofokus arbeitete im Test sehr schnell.
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test (Stiftung Warentest) Ausgabe 3/2012 |
Zitat: Klappt. Eine der Kameras mit (gutem) Klappmonitor. Gut, kompakt, ohne Spiegel. Sucher optional. Sehr guter Verwacklungsschutz. Löst sehr schnell aus. Hohe, aber keine niedrigere Empfindlichkeit als 200 Iso einstellbar. Für eine hochwertige Kamera leicht (484 Gramm).
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Ausgabe 2/2012 |
Zitat: Mit ihrem klappbaren Monitor erleichtert sie die Motivgestaltung. Wem das nicht wichtig ist und wer auch keinen Wert auf Full-HD-Filme mit Stereoton legt, kann getrost zur E-PL2 greifen.
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Ausgabe 12/2011 |
Zitat: Ein… großes Lob geht an Olympus. Der Hersteller beweist mit der neuesten Pen-Generation, dass seit der P-E2 und der P-PL2 sehr viel Arbeit in die Entwicklung der Nachfolgemodelle gesteckt wurde. Folglich kann… nun auch die E-PL3 mit beachtlichen Verbesserungen eine gute Platzierung in unserer Bestenliste ergattern.
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Ausgabe 12/2011 |
Zitat: Auslöser und Video-Taste: Während einer Videosequenz kann durch Drücken des Auslösers ein hochauflösendes Standbild im 16:9-Format gespeichert werden.
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Ausgabe 12/2011 |
Zitat: Die Olympus ist ein Wolf im Schafspelz. Sie kommt auf den ersten Blick als Kompaktkamera daher, versteckt in ihrem eleganten Edelstahlgehäuse aber eine Menge modernster Aufnahmetechnik, die zu guten Bild- und Videoergebnissen führen.
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Ausgabe 11/2011 |
Zitat: Beurteilung Videoaufnahme Tageslicht: etwas blass, geringer Kontrast, Artefaktbildung. Beurteilung Videoaufnahme bei schwacher Beleuchtung: sehr dunkel, scharf, geringes Rauschen.
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Ausgabe 11/2011 |
Zitat: Plus: Funktionsreich, schwenkbares Display, gute Bildqualität, Full-HD-Videos. Minus: Profi-Funktionen nur über Menü zugänglich.
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Ausgabe 10/2011 |
Zitat: Unter den drei neuen Modellen der Pen-Reihe stellt die E-PL3 sozusagen die goldene Mitte dar… Einiges deutet […] darauf hin, dass das mittlere Modell E-PL3 mit angenehmer Größe und praktischem Schwenkmonitor eventuell den größten Kundenkreis erreichen könnte.
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Ausgabe 9/2011 |
Zitat: Die Olympus PEN E-PL3 ist eine grundsolide Micro-Four-Thirds-Kamera. Ausstattung, Gehäuse und Verarbeitung stehen hier in einem guten Einklang zueinander. Für Besitzer des Vorgängers lohnt sich die Anschaffung allerdings nicht: Der Hersteller hat erstaunlich wenig getan, so dass hier vielmehr von einem „Facelift“ die Rede sein müsste.
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