Fujifilm X-Pro 1 Test

Produktbild - Fujifilm X-Pro 1

Preis: ab 700,00 €

  • Typ: digitale Systemkamera |
  • Bajonett: Fujifilm X |
  • 16.0 Megapixel |
  • Bildsensor: CMOS, 23.6 x 15.6 mm |
  • Crop-Faktor: 1.5 |
  • Display: 3.0 Zoll, 1.230.000 Bildpunkte |
  • optischer Sucher |
  • Lichtempfindlichkeit: ISO 100 - ISO 26 |
  • Dateiformate: JPEG, RAW |
  • Verschlusszeit: 1/4000 - 30 Sek. |
  • Bulb-Funktion |
  • Belichtungssteuerung: |
  • Automatik, Halbautomatiken, Manuell |
  • Erw. Speicher: SD, SDHC, SDXC |
  • HDMI-Anschluss |
  • Full-HD-Video |
  • Energie: Li-Ion-Akku |
  • Gewicht: 450g |

2x

Tests gesamt: 6
Auszeichnungen: 2
Gelistet seit: 01/2012
Letzter Test: 05/2012

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Auswertung der Testberichte

Lange musste man auf den Einstieg von Fujifilm in den Systemkameramarkt waren, aber hier ist sie, die Fujifilm X-Pro 1. Die kleine Digitalkamera mit Wechseloptik ist kompromisslos hochwertig. Sie mag mit 13,1 x 8,2 x 4,2 cm nicht zur kompaktesten ihres Schlages gehören, ihr hochwertiges Inneres macht diesen kleinen Nachteil aber mehr als wett.
Mit an Bord ist der vielbesungene Hybridsucher der Fujifilm X100 sowie ein neues Bajonettsystem, genannt X-Mount. Vielversprechende Kamera, hoher Preis: mit einer UVP von 1599,- Euro ist die X-Pro 1 nicht gerade billig.

Fujifilm X-Pro 1

Gehäuse – Super Sucher und klasse Display in Magnesiumgehäuse
Schön klassisch sieht die Fujifilm X-Pro 1 mit ihrem schlichten schwarzen Gehäuse aus. Die Verarbeitung ist laut der Tests exzellent. Gegen Spritzwasser oder Staub ist die Kamera leider nicht abgedichtet, das kann unter den Systemkameras bislang nur die Olympus O-MD E-M5. Der obere und untere Bereich sind aus einer Magnesiumlegierung gegossen. Auch die Einstellräder sind aus Metall. Das schwere Gehäuse liegt gut in der Hand, nicht zuletzt dank des gummierten Griffs.
Schön hören sich die Eckdaten des Displays an. Auf drei Zoll wird eine Auflösung von 1.230.000 Pixeln geboten, was eine knackscharfe Vorschau der Fotos ermöglicht.
Besonders interessant ist der Multi-Hybrid-optische Sucher, der bereits aus der Fujifilm X100 bekannt ist. Auch bei der Fujifim X-Pro 1 sind die Testberichte voll des Lobes: Hier wurden ein optischer und ein elektronischer Sucher quasi übereinandergelegt. Das Ergebnis: man kann sich z.B. in das optische Sucherbild (knallscharf und groß) Einstellungsparameter einblenden lassen. Auch kann auf elektronische Suchersicht umgeschaltet werden, um z.B. eine Vorschau auf die Auswirkungen des Weißabgleichs zu erhalten. Ein kleiner Nachteil beim elektronischem Betrieb: bei Dämmerlicht zieht das Bild leicht nach und bei Dunkelheit stellt sich Rauschen ein.
Umgeschaltet zwischen optischem und elektronischem Betrieb wird per Hebel. Der Hybrid-Sucher wurde für die X-Pro 1 auf Objektivnutzung optimiert und passt sich an die Brennweite des angesetzten Objektivs an. Ein Parallaxenausgleich findet außerdem statt, nur im Makromodus wird auf einen rein elektronischen Sucher ausgewichen, hier ist die Parallaxe zu stark.

Bedienung – Kompromisslos für Fortgeschrittene
Nicht nur das Design, auch die Bedienung der Fujifilm X-Pro 1 ist geradezu altmodisch – im positiven Sinne. Natürlich liegt der Bedienschwerpunkt auf der manuellen Nutzung. Viele Einstellräder und Direktzugriffe machen den Workflow flüssig und schnell. Die Blende wird über das Objektiv verstellt. Für die Belichtungskorrektur und Verschlusszeit gibt jeweils eigene Einstellräder. Deren Positionen rasten gut definiert ein, so verstellt sich nichts aus Versehen.
Der Blendenring (am Objektiv) und das Zeiteinstellungsrad besitzen jeweils die Position „A“, über die die entsprechende Halbautomatik aktiviert wird. Stehen beide auf „A“, ist die Digitalkamera im Vollautomatikmodus. Sonstige Hilfen sind allerdings verhältnismäßig rar.
Verschlusszeiten sind von 1/4000 Sek. bis 30 Sek. möglich, dazu gibt es einen Bulb-Modus. Der Weißabgleich kann nicht nur über die Automatik oder Voreinstellungen, sondern auch in Kelvin-Zahlen eingestellt werden.

Fujifilm X-Pro 1 Bajonett Sensor

Optik – neues Bajonettsystem: X-Mount
Mit der X-Pro 1 zusammen kommt ein neues Bajonettsystem auf den Markt, das X-Mount. Nötig wurde das, um Objektiv und den APS-C-großen Sensor möglichst nach zusammen zu bringen.
Zu dem neuen Bajonettsystem sind bereits drei Festbrennweiten mit 18, 35 und 60 mm angekündigt. Rechnet man den  Crop-Faktor mit ein, ergeben sich für die Brennweiten 27, 53 bzw. 91 mm. Durch runde Blendenlamellen entstehen laut Test schöne Bokeh-Effekte, also harmonisch runde Unschärfeflecken. Den Objektiven liegt außerdem eine hochwertige Sonnenblende  aus Aluminium bei.
Die Blendengröße wird über die angeschlossenen Optiken eingestellt, die Objektive haben also neben dem Fokus- auch einen Blendenring. Das macht sie in der Systemkameraklasse ziemlich einzigartig. Die Blende wird allerdings nicht mechanisch, sondern elektronisch eingestellt, wodurch auch feine Drittelstufen der Blendengröße eingestellt werden können. Hier wurden also die Vorteile der analogen Zeit (Blendenring) mit denen des Digitalzeitalters (Drittelstufen) verbunden.

Bildqualität – Vielversprechende Aussichten
Der CMOS-Sensor der Fujifilm X-Pro 1 bietet 16,3 Megapixel auf einem Sensor in APS-C-Größe. Allein diese Kombination lässt auf eine hervorragende Bildqualität hoffen. Darüber hinaus wurde der Sensor komplett neu entwickelt, um die Auflösung zu verbessern. Beworben wird die Digitalkamera mit „Vollformatqualität“, Fujifilm hat sich hier also ein hohes Ziel gesteckt.
Einen Tiefpassfilter, der normalerweise Moirés verhindert, gibt es nicht mehr. Stattdessen sollen diese durch eine spezielle Pixelanordnung vermieden werden, was gleichzeitig auch positive Auswirkungen auf die Farbdarstellung haben soll. Der ISO-Bereich reicht von ISO 200 bis 3.200 und kann im Menü auf ISO 100 bis 25.600 erweitert werden. Der Prozessor EXR Pro soll für die angemessene Geschwindigkeit sorgen. Die Daten können natürlich auch im RAW-Format gespeichert werden.
Im Test zeigte die Fujifilm X-Pro 1 sehr gute Ergebnisse. Das Rauschen war demnach bis ISO 3.200 kein Problem, störende Punkte in homogenen Flächen zeigten sich erst ab ISO 6.400 in der 100%-Ansicht. Damit kann die X-Pro 1 locker mit vielen DSLRs mithalten.
Auch die Schärfe ist sehr gut. Eine sanfte interne Nachschärfung findet statt (sichtbar im Vergleich von RAW und JPEGs), sorgt aber für sehr gute Ergebnisse, auch die Detaildarstellung ist sehr gut. Zwar sinkt laut Test die Schärfe ab ISO 6.400, ist aber selbst bei ISO 6.400 und ISO 12.800 noch ziemlich gut.
Der automatische Weißabgleich arbeitet präzise, nur bei Kunstlicht waren die Fotos laut eines Tests manchmal zu warm. Die Farbtreue ist sehr gut, feine Farbunterschiede und Verläufe werden sehr gut abgebildet.

Ausstattung – sehr seriös
Ganz fortschrittlich hat die Fujifilm X-Pro 1 auch einen Videomodus zu bieten, der in Full-HD aufnimmt. Eine Blendenvorwahl ist dabei möglich, es kann also in den Videoaufnahmen mit Unschärfeeffekten gespielt werden. Der Ton wird in Stereo aufgenommen.
Lustige kleine Spiel-Filter gibt es weniger, dafür diverse Voreinstellungen für Schwarzweiß oder Modi, die die Charakteristika analoger Filme (z.B. „Velvia“, „Provia“ oder „Astia“) simulieren.
Auch eine Mehrfachbelichtung gibt es, wobei das zweite Foto über das erste gelegt wird, so dass man das Ergebnis der „Doppelbelichtung“ bereits erahnen kann. Auch Belichtungsreihen sind möglich. Die einzige Spielerei ist ein Schwenkpanorama-Modus für Hoch- und Querformat, der laut Test sehr gut funktioniert.
Eine Sensorreinigung ist mit dabei, eine integrierte Bildstabilisation scheint es aber nicht zu geben. Auch ein Blitz fehlt, es wurden aber bereits drei unterschiedlich starke externe Blitze (LZ 18, 20 und 42) als optionales Zubehör angekündigt – was leider die Anschaffung der Kamera nicht gerade billiger macht. Ebenfalls optional erhältlich wird eine klassische Lederhülle sein.
Der Akku schaffte im Test 300 bis 600 Auslösungen, egal, welche Vorschauart verwendet wurde. Laut der Testberichte ein gutes Ergebnis.

Geschwindigkeit – Die Achillesverse der X-Pro 1
Die Fujifilm X-Pro 1 schafft laut Test Serienaufnahmen von 6 bzw. 3 Bildern/Sek., was ein anständiger Wert ist. Im RAW-Modus werden die Bilder aber um einiges langsamer aufgenommen.
Der Autofokus ist nicht ganz so schnell: zwar liegt er mit durchschnittlich 0,5 Sekunden Auslöseverzögerung bei Tageslicht noch im schnappschusstauglichen Bereich, aber etwas mehr hätten wir uns bei dieser High-End-Kamera doch versprochen. Dazu kommen noch ein paar kleine Beschwerden: laut Testbericht sind Verschluss und Blende ziemlich laut, und der Fokusring eines im Test verwendeten Objektivs war recht schwergängig. Dazu kommt, dass an den Objektiven eine Entfernungsskala fehlt. Das erschwert das manuelle Fokussieren.

Fazit & Alternativen
Die Fujifilm X-Pro 1 weckt hohe Erwartungen und kann sie mit Blick auf die Testberichte auch erfüllen. Der Hybrid-Sucher konnte schon bei der X100 überzeugen, in der X-Pro 1 kann er genauso gut punkten. Die Bedienung ist perfekt auf die Bedürfnisse Fortgeschrittener und Puristen zugeschnitten, die Bildqualität ist erstklassig.
Die zwei Kritikpunkte sind die mäßige Auslösegeschwindigkeit und das neue Bajonettsystem. Zu letzterem: Alle, die bereits eine Kamera mit Wechseloptik besitzen, werden sich schwertun, auf das neue X-System umzusteigen. Und für Einsteiger, die sich erst für ein Bajonettsystem entscheiden müssen, bietet sich die High-End-Fortgeschrittenenkamera X-Pro 1 nicht so recht an. Dazu kommt (bislang) der Mangel an erhältlichen Objektiven, denn die drei angekündigten Festbrennweiten klingen zwar interessant, sind aber in erster Linie für Puristen konzipiert.
Alternativen gibt es nicht viele. Zwar gibt es eine Reihe guter Systemkameras, aber kaum eine bietet einen APS-C-Sensor und komfortable manuelle Einstellungsoptionen. Die schärfste Konkurrentin wird die Sony NEX-7 sein, die als die erste semiprofessionelle Systemkamera besungen wurde. Auch die Samsung NX200 könnte mit ihrem APS-C-Sensor für ambitionierte Laien in Frage kommen. Die Panasonic Lumix DMC-GX1, die Olympus PEN E-P3 oder die Olympus O-MD E-M5 bieten eine ähnlich bequeme manuelle Bedienung, aber keinen so großen Sensor.

Tests mit Auszeichnung

Kein Logo
Ausgabe 5/2012

Bildqualität Exzellent

Zitat: Die mit einem APS-C-Sensor mit ungewöhnlicher RGB-Struktur ausgerüstete Sucherkamera überzeugt nicht nur durch die Bildqualität, sondern auch ihr stimmiges, an analogen Sucherkameras ausgerichtetes Bedienkonzept. Dabei steht der ebenso außergewöhnliche wie leistungsstarke Hybridsucher im Mittelpunkt.

  • Platz k.A.
  • Wertung 87.8

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Digitalkamera.de - 5 Sterne
Ausgabe 5/2012

5 Dots

Zitat: Pro: Gute Bedienung. Sehr hohe Bildqualität mit scharfen, rauscharmen Fotos. Heller, großer, optischer und elektronischer Hybridsucher. Hervorragend verarbeitetes Gehäuse. Contra: Umständliche Videofunktion ohne externe Tonanschlussmöglichkeit. Ungenauer Leuchtrahmen des optischen Hybridsuchers. Langsame manuelle Fokuseinstellung verliert beim Wechsel auf Wiedergabe auch noch die Schärfe. Stativgewinde außerhalb der optischen Achse.

  • Platz k.A.
  • Wertung 5.0

zum Test

Tests ohne Auszeichnung

Testquelle - Foto Magazin
Ausgabe 5/2012

Zitat: Fujifilms X-Pro1 wagt sich mit dem neuen Sensorkonzept auf unbekanntes Terrain und erobert dieses mit hoher Bildqualität bis in hohe ISO-Bereiche. Außerdem vereint die Kamera gekonnt die klassischen Bedienelemente der Fotografie mit moderner Technik […] Auch der anderen Seite steht der im Vergleich zu den spiegellosen Mitbewerbern langsamere Autofokus.

Anmerkung zum Test: getestet wurde ein Vorserienmodell

  • Platz k.A.
  • Wertung -
  • Beste -
  • Schlechteste -

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Testquelle - CHIP Foto Video
Ausgabe 5/2012

Zitat: Plus: Top-Bildqualität, hochwertige Verarbeitung, Hybrid-Sucher. Minus: Kein integrierter Blitz, nur geringe Objektiv-Auswahl zum Systemstart.

  • Platz k.A.
  • Wertung 85.0
  • Beste 85.0
  • Schlechteste 85.0

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Testquelle - DigitalPHOTO
Ausgabe 5/2012

Zitat: Nach unserem Praxistest ist uns die X-Pro 1 ihren Preis wert. Klasse Verarbeitung, hervorragende Bildqualität, einfaches Handling – fortgeschrittene Fotografen, die intuitiv fotografieren wollen, werden an der neuen Systemkamera echte Freude haben. Nur der gemächliche Autofokus und der noch wenig ausgefeilte manuelle Fokus lassen uns vor dem Kauf zögern.

  • Platz k.A.
  • Wertung -
  • Beste -
  • Schlechteste -

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Testquelle - Foto Hits
Ausgabe 4/2012

Zitat: [Ein Ausschnitt einer] ISO-6.400-Aufnahme zeigt, dass das Rauschen in den homogenen Flächen sogar geringer ausfällt als bei einer mit ISO 100 aufgenommenen Version, ohne dass die Details durch die Rauschfilterung gelitten hätten.

Anmerkung zum Test: Praxistest

  • Platz k.A.
  • Wertung -
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  • Schlechteste -

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sehr gut sehr gut (2)
gut gut
befriedigend befriedigend
ausreichend ausreichend
mangelhaft mangelhaft

Benotung 5 Sterne

Fahrni Andreas
21.05.2012

Fotograf

Sehr gut, einzig Autofokus gewöhnungsbedürftig

Benotung 5 Sterne

Anonym
13.05.2012

Super