Sigma SD15 Test
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Preis: ab 409,00 €
- Typ: Digitale Spiegelreflexkamera |
- Bajonett: Sigma SA |
- 14.0 Megapixel |
- Bildsensor: Foveon X3, 20.7 x 13.8 mm |
- Crop-Faktor: 1.7 |
- Display: 3.0 Zoll, 460.000 Bildpunkte |
- optischer Sucher |
- Lichtempfindlichkeit: ISO 100 - ISO 3200 |
- Dateiformate: JPEG, RAW |
- Verschlusszeit: 1/6000 - 30 Sek. |
- Bulb-Funktion |
- Belichtungssteuerung: |
- Automatik, Halbautomatiken, Manuell |
- Erw. Speicher: SD, SDHC |
- Energie: Li-Ion-Akku |
- Gewicht: 800g |
Auswertung der Testberichte
Sigma hat sich mit der Nachfolgerin der 2007 auf den Markt gebrachten SD14 ordentlich Zeit gelassen, doch hier ist sie: die Sigma SD15. Wie die Vorgängerin bietet sie den proprietären SA-Bajonettanschluss. Die Unterschiede der SD15 zur SD14 sind gering und betreffen eher die Ausstattung als die inneren Werte der Spiegelreflexkamera. Aufgrund der sehr guten Detailabbildung, den fehlenden Automatiken und der sehr trägen Geschwindigkeit ist die Kamera eindeutig für bedachte Einstellungsfrickler konzipiert. Geeignet fürs Studio und vielleicht für Landschaftsfotografie.
Gehäuse – größeres Display
Das Display der Sigma SD15 ist auf 3 Zoll gewachsen und bietet eine gute Auflösung von 460.000 Pixeln. Auch bei Sonnenschein ist es gut einsehbar, die Farben sind aber laut eines Tests etwas kühler aus auf den späteren Fotos. Der Sucher wurde als ausgezeichnet beschrieben. Etwas unzeitgemäß ist das Fehlen eines Live-View-Modus. Laut Test ist das Gehäuse aus Kunststoff.
Bedienung – nur für Fortgeschrittene
Konzipiert ist die Sigma SD15 eher für Fortgeschrittene. Es gibt zwar eine Vollautomatik, aber keine Szeneprogramme, also Voreinstellungen für bestimmte Lichtsituationen. Die Bedienung ist durch zwei Einstellräder sehr einfach. Auf dem ersten Rad sind die Modi PASN (Programmautomatik, die Halbautomatiken und der manuelle Modus), auf dem zweiten schaltet man die Kamera ein, in den Serienbildmodus oder aktiviert den Selbstauslöser oder die Spiegelvorauslösung. Das Menü beschränkt sich auf eine Ebene, damit ist es ist schlicht und übersichtlich.
Bildqualität – aus 4,6 mach 14 Megapixel
Der Foveon-X3-Sensor der Sigma SD15 kann im Gegensatz zu gängigen Sensorchips mit jedem Pixel alle drei Grundfarben der Digitalfotografie (Rot, Grün, Blau) aufnehmen. Normale Sensoren können je nur eine Farbe pro Pixel aufnehmen, es nehmen also z.B. bei einer 12-Megapixel-Kamera drei Megapixel die Farbe Rot, drei MP die Farbe Blau und sechs MP die Farbe Grün auf (Grün muss für das menschliche Auge etwas überbetont werden). Die „Lücken“, die sich für jeweils zwei der Farben an der Stelle eines Pixels ergeben, werden durch Interpolation gefüllt.
Bei der SD15 hingegen werden die Farben durch die Tiefe ihres Eindringens in das dreischichtige Silizium-Material unterschieden. Es wird also an jeder Stelle des Bildes jede Farbe aufgenommen, wodurch auf das „Lückenfüllen“, also die Interpolation verzichtet werden kann. Durch diese Art der Aufnahme soll die Sigma SD14 in puncto Farbauflösung allen anderen digitalen Spiegelreflexkameras überlegen sein. Das könnte stimmen: laut eines Tests wird die schwierige Darstellung von Hauttönen von der SD15 erstklassig gemeistert.
Mit den Megapixeln ist das so eine Sache... Zwar gibt Sigma die SD15 als 14-Megapixel-DSLR an, doch werden auf der Speicherkarte kleingerechnete JPEGs mit 4,6 Megapixeln gespeichert. Erst durch eine Nachberechnung der RAW-Dateien mithilfe einer mitgelieferten Software kann aus den Informationen des Foveon-Sensors ein 14-MP-Bild interpoliert werden. Leider muss man sich schon während der Aufnahme entscheiden, ob man kleine JPEGs oder große RAWs aufnehmen will. Eine parallele Aufnahme ist nicht möglich.
Die Schärfe erinnert laut eines Tests zwar eher an eine 12-Megapixel-DSLR, aber die Details sind – wie versprochen – sehr gut. Das Rauschen ist laut eines Tests recht hoch und schon ab ISO 8008 sichtbar. Die Stärke der Sigma SD15 ist also eine feine Detailabbildung bei genügend Licht – interessant für Studiofotografen. Besonders für Porträts soll die Digitalkamera sehr gut geeignet sein.
Ausstattung – spartanisch bzw. ohne überflüssigen Spielkram
Was sich durch die fehlenden Motivprogramme schon angekündigt hat, setzt sich bei der Ausstattung fort: Stabilisator? Videomodus? Überflüssiger Schnickschnack. Die Sigma SD15 ist ein Werkzeug und kein Spielzeug.
Geschwindigkeit – nichts für Rennmäuse, eher für bedächtige Frickler
hier unterscheidet sich die Sigma SD15 nicht groß von der SD14. Serien sind nicht ihre Spezialität, gerade mal 2,2 bis 3 Bilder/Sekunde und 21 in Folge schafft die Kamera. Dann braucht die Kamera erst einmal eine Rechenpause, laut Test im RAW Modus sogar sehr lange 1½ Minuten. Immerhin kann während des Speichervorgangs weiter fotografiert werden, aber nur, bis der Zwischenspeicher wieder voll ist. Auch aktiviert ist die Kamera nicht gerade fix, laut Test braucht sie 1,9 Sekunden. Immerhin soll sich die Auslöseverzögerung etwas verbessert haben. Mit nur 5 AF-Punkten ist sie für schnelles, unbekümmertes Scharfstellen nicht prädestiniert. Alles in allem zeigt sich auch hier, dass die Sigma Sd15 nicht für Reportagefotografie konzipiert wurde.
Neuere Produkte von Sigma
Tests mit Auszeichnung
Tests ohne Auszeichnung
Ausgabe 9/2011 |
Zitat: Die Sigma-DSLR SD15 spielt ihre Stärken bis zu einer Empfindlichkeit von ISO 400 aus. In den höheren Bereichen trüben das zunehmende Rauschen sowie der deutlich verringerte Dynamikumfang den Bildeindruck. In Sachen Funktionsvielfalt verzichtet der Hersteller trotz zahlreicher Einstellmöglichkeiten auf zeitgemäße Trends…
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Ausgabe 5/2011 |
Zitat: Wie erwartet bleibt die Auflösung unter dem SLR-Durchschnitt, dafür aber bis ISO 1600 konstant. Positiv fällt auch die gute Feinzeichnung auf. Wegen der mäßigen Dynamik ab ISO 400 und des mit der Empfindlichkeit rasch zunehmenden Visual Noise landet die SD15 dennoch in diesem Test auf einem der hinteren Plätze.
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Ausgabe 3/2011 |
Zitat: Der dreischichtige Foveon-Sensor und eine Auflösung, die einer guten 8-Megapixel-Kamera entspricht, sind geblieben, das Rauschen ist nun etwas höher. Die wichtigste Neuerung, der True-II-Prozessor, konnte im Labor jedoch nicht mit wesentlichen Verbesserungen punkten. Weiterentwickelt hat sich die Neue primär in puncto Ausstattung und Komfort.
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Ausgabe 1/2011 |
Zitat: PLUS: Sehr natürliche Hauttöne, gute Auflösung, gute RAW-Software. MINUS: Extrem puristisch, recht langsam, kein Live View, starkes Bildrauschen. Empfehlenswert für Fotografen, die ohne Schnickschnack Porträts schießen wollen. Weniger geeignet für alle, die Wert auf viel Ausstattung sowie Schnelligkeit legen.
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Ausgabe 1/2011 |
Zitat: Die Sigma erfasst jeden Bildpunkt durch drei Fotodioden. Das bringt in Bezug auf die Farbqualität einen deutlichen Gewinn, wie unsere Messungen zeigen. Die schwierigen Hauttöne erscheinen zum Beispiel ungewohnt realistisch, auch die Linienauflösung ist ausgezeichnet. Der entscheidende Nachteil der Sigma ist das schlechte Rauschverhalten...
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test (Stiftung Warentest) Ausgabe 1/2011 |
Zitat: Abwertung wegen stark verrauschter und flauer Bilder bei hoher Empfindlichkeit. Gute Farben bei Automatik. Sehr guter Sucher. Mäßiger Verwacklungsschutz. Deutliche Schwächen bei wenig Licht.
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Testalarm
Meinungen
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