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Leica M9 Test
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Leica M9 Test


Hersteller: Leica

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Typ: digitale Messsucher-Systemkamera | 18.0 Megapixel | Bildsensor: CCD, 23,9 x 35,8 mm | Display: 2.5 Zoll, 230.000 Bildpunkte | optischer Sucher | Lichtempfindlichkeit: ISO 80 - ISO 2500 | Dateiformate: JPEG, RAW | Verschlusszeit: 1/4.000 - 32 Sek. | Bulb-Funktion | Belichtungssteuerung: , Halbautomatiken, Manuell | Erw. Speicher: SD, SDHC | Energie: Li-Ion-Akku | Gewicht: 585g | mehr...  
Statistik
2 Testauszeichnungen
Letzter Test: 01/2010
Anzahl Tests: 4
Auswertung der Testberichte

Die Leica M9 ist eine Messsucher-Kamera mit Wechselobjektiv-Option und erinnert optisch stark an ihre Vorgängerin, die Leica M8. Die meisten Änderungen sind unter der Haube verborgen. Drin stecken ein 18-Megapixel-Vollformat-Sensor und reprogrammierbare (!) Prozessoren, die sich laut der Tests für den Autsch-Preis von 5500,00 € verantwortlich zeichnen. Mit ihrem Schwerpunkt auf manueller Bedienung ist die Leica M9 definitiv nur für diejenigen etwas, die wissen, was sie tun. Draufhalten und abdrücken? Da rümpft der Leica-Fotograf doch nur die Nase! Eine wundervolle Kamera ohne große Schnitzer – aber nur für eine kleine Zielgruppe.

Gehäuse & Bedienung
Das stabile Gehäuse der Leica M9 aus einer Magnesium-Legierung wirkt wie aus einem Guss, schön massiv und stabil. Deckel und Boden sind aus massivem Messing, die Löcher für die Tasten sind eingefräst. Die Kunstlederbeschichtung ist griffig und sorgt für einen guten Halt, obwohl ein Test die Beschichtung für etwas zu gummiartig befand, was aber eher in die Kategorie Meckern-auf-hohem-Niveau gehört. 
Das Display der Leica M9 ist für eine Kamera dieser Preisklasse definitiv nicht mehr zeitgemäß. 230.000 Pixel auf 2,5 Zoll – das ist laut jedem Test zu klein! Wahre Foto-Puristen können das auch als Aufforderung verstehen, zurück zu den Wurzeln zu kehren und die Bildqualität erst zu Hause, nach dem "Entwickeln", zu beurteilen. Der Sucher ist ein Messsucher, hat also ein "eigenes Fenster", was bedeutet, dass man nicht durch die Optik guckt. Dadurch verschiebt sich der Ausschnitt, den man sieht, gegenüber dem Ausschnitt, der fotografiert wird, leicht nach oben. Gerade im Nahbereich muss man einen Parallaxenausgleich machen, also darauf achten, dass man nicht am Motiv vorbei fotografiert. Der Sucher passt sich auch nicht an die Brennweite an. Dafür kann man mit einem kleinen Hebel die gerade verwendete Brennweite einstellen, die dann als leuchtender Rahmen im Sucher den Bildausschnitt entsprechend einschränkt.
Das Fach für Akku und Speicherkarte ist so positioniert, dass man sie nur wechseln kann, wenn die Leica M9 nicht auf einem Stativ steht. Erfreulich und irgendwie niedlich: Der Öffnungshebel sieht aus wie der Hebel eines alten Spulmechanismus aus Filmrollenzeiten. Das Verschlussgeräusch – ohnehin dezenter als der Spiegelschlag einer Spiegelreflexkamera – kann durch verschiedene Modi minimiert werden.
Die Bedienung der Leica M9 ist schlicht gehalten: Keine doppelt belegten Tasten, keine verschachtelten Menüs – dadurch ist die Bedienung logisch und schnell, heißt es in den Testberichten. Etwas ungewohnt ist, dass die Set-Taste, für gewöhnlich in der Mitte zwischen den Vier-Wege-Tasten angesiedelt, auf der anderen Seite des Displays liegt, während die Erhebung in der Mitte zwischen den Vier-Wege-Tasten nur ein Hubbel ist. 
Die Leica M9 beharrt auf einer klassischen Bedienung; geboten werden ein manueller Modus und eine Zeitautomatik. Dabei wird die Blende am Objektiv eingestellt, die Zeit eruiert die Kamera aus der Messzelle, die über dem Objektivbajonett sitzt. Prinzipiell gibt es auch eine Blenden-“Automatik“, diese beschränkt sich aber darauf, die eingestellte Zeit zu berücksichtigen und beim Drehen des Blendenrings durch den Fotografen "Stop" zu sagen, wenn eine gute Blende erreicht wurde. Dies geschieht über einen eingebauten Belichtungsmesser, der mit einem roten Punkt seinen Vorschlag signalisiert – klassisch! 
Ebenso klassisch geschieht das Scharfstellen. Dies kann nur manuell durch eine Schnittbild-Überlagerung geschehen. Für alle, die so etwas noch nie gesehen haben: Dabei müssen zwei transparente Doppelbilder übereinandergelegt werden. Auch das ist kein leichter Einstieg in die Welt der Fotografie. Ebenso werden Fotografen, die mit Drauflosknipskameras angefangen haben, die Leica M9 möglicherweise als etwas kapriziös empfinden. 
 
Optik & Bildqualität
Die Leica M9 kann durch ihr M-Bajonett mit M-Objektiven aller Art bestückt werden. Wie schon erwähnt, ist ein zentrales Charakteristikum dieser Objektive das Fehlen eines Autofokus. Die Infrarotempfindlichkeit der Vorgängerin wurde durch einen eigens entwickelten Filter korrigiert.
Die Bildqualität der Leica M9 wurde in jedem Test als sehr gut beschrieben. Der 18 Megapixel auflösende Vollformat-Sensor von Kodak mit einer Größe von annähernd 36 x 24 mm wurde extra für die Leica M9 entwickelt. Aufgrund des großen Sensors ist ein sehr schönes Spiel mit der Tiefenschärfe möglich. Dank eines neuen Prozessors geht auch die Datenverarbeitung neue Wege. 
Das Rauschverhalten der Leica M9 wurde in allen Testberichten gelobt. Die niedrigste Empfindlichkeit liegt nun bei ISO 80 – die Leica M8 fing erst bei ISO 160 an. Zwischen ISO 80 und 800 wurde das Rauschverhalten in den Tests als problemlos bis ausgezeichnet deklariert. ISO 2500 ist zwar nicht mehr perfekt, aber noch zu gebrauchen. Eine Rauschoptimierung gibt es nicht. 
Die Auflösung wurde ebenso gut bewertet. Bis ISO 1600 war diese seht gut. Einen Abfall durch die Empfindlichkeit gab es erst ab ISO 2500 zu verzeichnen. Laut Test wurde fast die komplette nominelle Auflösung des Sensors umgesetzt. Muss man nach dieser Lobeshymne überhaupt noch erwähnen, dass die Detailabbildung selbstverständlich ausgezeichnet war? Allerdings erwähnte ein Test die leichte Unschärfe bei JPEG-Bildern. Das ist wohl auf die interne Umrechnung zurückzuführen, da im RAW-Modus davon nichts zu erahnen war. Der RAW-Modus der Leica M9 konnte im Test gar einem Vergleich mit den Bildergebnissen von DSLR-Spitzenmodellen problemlos standhalten!
Die Dynamik wurde in den niedrigen Empfindlichkeiten in den Tests mit Werten von 9 -11,7 Blenden als sehr gut eingestuft. Erst ab ISO 1600 sank der Wert unter 10 ab. Ein Test kritisierte zudem die vergleichsweise geringe Dynamik im RAW-Modus – wahrscheinlich im Vergleich mit DSLRs. Der automatische Weißabgleich war nicht perfekt und produzierte ab und zu zu kühle Bilder. Der manuelle Weißabgleich wiederum brachte laut einem Test "einzigartig gute" Ergebnisse. Die Farbdarstellung der Leica M9 war den Laborergebnissen zufolge etwas übersättigt, also zu stark, was aber im Sichttest nicht negativ auffiel. Im Gegenteil, da konnte die Leica M9 durch klare und brillante Bilder überzeugen. Auch in puncto Verzeichnung oder Vignettierung gab es in keinem Test Beschwerden.  
 
Ausstattung & Geschwindigkeit
Mitgeliefert wird u.a. ein Zigarettenanzünder-Adapter für das Ladegerät. Die im Lieferumfang enthaltene Photoshop Lightroom-Vollversion (Wert ca. 300,00 €) ist schon ein Hingucker – aber selbst das relativiert die unverbindliche Preisempfehlung von 5500,00 € nur geringfügig. Der hohe Preis erklärt sich durch die extravaganten Prozessoren: Diese nennen sich DSP-Prozessoren und sind programmierbar, so dass zukünftige von Leica bereitgestellte Funktionen einfach über ein Upgrade der Software erhältlich sind. Upgrade ist in diesem Zusammenhang vielleicht ein zu kleines Wort, denn die potentielle Erweiterung durch Reprogrammierung der Prozessoren wäre weit mehr als eine kleine Optimierung. Ein sehr interessantes Feature, das bei geschickter Umsetzung durch Leica den hohen Preis wert sein könnte. Es wird allerdings auf gut Glück gekauft, denn bislang hat Leica noch keine konkreten Angaben über zukünftig angebotene Erweiterungen gemacht.
Die Leica M9 bietet Belichtungsreihen mit bis zu 7 Bildern – sehr gut, wenn man manuell fotografiert und sich nicht ganz sicher bezüglich der Einstellungen ist. Ein Histogramm mit Lichterwarnung ist an Bord, ebenso manuelle Modifikationsmöglichkeiten für Schärfe, Kontrast und Sättigung. Auch der Weißabgleich kann manuell über eine Kelvin-Anzeige eingestellt werden. Schade ist das Fehlen eines separaten Selbstauslöser-Anschlusses. Immerhin bietet der Auslöser ein Gewinde für einen Drahtauslöser, ansonsten gibt es noch einen internen Selbstauslöser mit voreingestellten 2 oder 12 Sekunden Verzögerung.
Die Geschwindigkeit der Leica M9 nahm in den Tests eine Sonderrolle ein. Die Bewertung der Auslöseverzögerung fällt weg, da es keinen Autofokus gibt. Nach dem Drücken des Auslösers selbst ist keine Verzögerung spürbar. Aktiviert ist die Messsucher-Kamera in ca. ½ Sekunden. Der Serienbildmodus konnte mit im Test gemessenen 1,6 bis 2 Bildern pro Sekunde nicht überzeugen – allerdings werden hier auch 18 Megapixel verrechnet! Nach ca. 7 Bildern pendelt sich die Serie bei ca. 1 Bild pro Sekunde ein, was auch der normalen Folgegeschwindigkeit der Leica M9 entspricht. Kritisiert wurde die lange Formatierungsdauer der Speicherkarte. Für 8 GB brauchte Die M9 einem Test zufolge ganze 68 Sekunden, die Nikon D3000 z.B. schafft das in 3 Sekunden. 
 
Tests mit Auszeichnung
Auszeichnung Platz Wertung Ausgabe Quelle  
Gut k.A. 83.88 2/2010
Zitat: "Nachdem Leicas erste digitale Messucherkamera, die M8, noch unter der einen oder anderen Kinderkrankheit litt, knüpft die M9 kompromisslos an die Qualität ihrer analogen Vorgängerinnen an. Dank des Vollformatsensors arbeiten die M-Fotografen auch wieder in ihrem gewohnten Bildwinkel und ohne Verlängerungsfaktor."
Kein Logo
Bildqualität Exzellent k.A. 79.0 12/2009
Zitat: "Mit der M9 ist Leica in der digitalen Welt angekommen. ... Gemeinsam mit den hochwertigen Objektiven produziert die M9 sehr scharfe Bilder, die auch durch die stimmige Belichtung gefallen. ... [Die Kamera ist] kaum noch von der Perfektion der analogen Leicas entfernt, die den einzigartigen Ruf der Firma begründen."

Anmerkung zum Test: Getestet mit den Objetiven Leica Summarit-M 50 mm und 90 mm
Kein Logo
Tests ohne Auszeichnung
Quelle Platz Wertung Beste Schlechteste  
MACup (2/2010)
k.A. 3.0 3.0 3.0
Zitat: "Klassiker mit großem Sensor für Fotografen mit Geduld und vollem Geldbeutel."
Colorfoto (11/2009)
k.A. 66.5 66.5 66.5
Zitat: "Überzeugende Bildqualität dank Vollformatsensor ist ein echtes Argument. Damit steigen aber auch die Anforderungen an die Scharfstellhilfen. ...der kleine Monitor ist nicht mehr zeitgemäß. Mit seiner umständlichen oder besser automatikfreien Bedienung kann die Kamera... nicht mehr ganz vorne mitspielen - die Bildwertung jedoch für sich alleine ist Top."

Anmerkung zum Test: Getestet mit dem Leica Summarit-M 2,5/90 mm
 
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Details: Leica M9
  • Farben: Stahlgrau lackiert, Schwarz lackiert
  • Kameratyp: Kompakte digitale Messsucher-Systemkamera.
  • Objektivanschluss: Leica M-Bajonett mit zusätzlichem Sensor für 6-Bit-Codierung.
  • Objektivsystem: Leica M-Objektive von 16 bis 135 mm.
  • Aufnahmeformat/Bildsensor: 5270 x 3516 Pixel (18,5 Megapixel) CCD-Chip, aktive Fläche ca. 23,9 x 35,8 mm 5212 x 3472 Pixel (18 Megapixel) (entspricht dem nutzbaren Format analoger Leica M-Modelle).
  • Auflösung: Wählbar, DNG™: 5212 x 3472 (18 Megapixel), JPEG: 5212 x 3472 (18 Megapixel), 3840 x 2592 (10 Megapixel), 2592 x 1728 (4,5 Megapixel), 1728 x 1152 (2 Megapixel), 1280 x 846 Pixel (1 Megapixel).
  • Datenformate: DNG™ (Rohdaten), wahlweise unkomprimiert oder leicht komprimiert (durch nichtlineare Reduktion der Farbtiefe), 2 JPEG-Kompressionsstufen.
  • Dateigröße: DNG: 18 MB (komprimiert)/36 MB (unkomprimert), JPEG: ca. 2–10 MB.
  • Farbräume: Adobe® RGB, sRGB.
  • Weißabgleich: Automatisch, manuell, 7 Voreinstellungen, Farbtemperatureingabe.
  • Speichermedium: SD-Karten bis 2 GB/SDHC-Karten bis 32 GB.
  • Menüsprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch, traditionelles Chinesisch, vereinfachtes Chinesisch, Russisch.
  • Kompatibilität: Windows® XP/Vista®; Mac® OS X (10.5).
  • Belichtungsmessung: Belichtungsmessung durch das Objektiv (TTL), mittenbetont bei Arbeitsblende. Mittenbetonte TTL-Messung für Blitzbelichtung mit systemkonformen SCA-3000/2-Standard-Blitzgeräten.
  • Messprinzip: Gemessen wird das von hellen Lamellen des 1. Verschlussvorhangs reflektierte Licht.
  • Messbereich: (b. ISO 160/23°) Entspricht bei Raumtemperatur und normaler Luftfeuchte EV 0 bis 20 bzw. Bl. 1,0 und 1,2 s bis Bl. 32 und 1/1000 s. Blinken der linken dreieckigen LED im Sucher signalisiert Unterschreitung des Messbereichs.
  • Messzelle für vorhandenes Licht: (Dauerlicht-Messungen) Silizium-Fotodiode mit Sammellinse unten mittig im Kameraboden.
  • Empfindlichkeitsbereich: ISO 80/19° bis ISO 2500/35°, in 1/3-ISO-Stufen einstellbar, mit Zeitautomatik A und manueller Belichtungseinstellung, wahlweise automatische Steuerung oder manuelle Einstellung, mit Schnappschuss-Profil automatische Steuerung.
  • Belichtungsbetriebsart: Wahlweise automatische Steuerung der Verschlusszeit bei manueller Blendenvorwahl – Zeitautomatik A – mit entsprechender digitaler Anzeige oder manuelle Einstellung von Verschlusszeit und Blende und Abgleich mittels LED-Lichtwaage mit Anzeige der korrekten Belichtung bzw. Überbelichtungs-/Verwacklungstendenzen (nur mit Schnappschuss-Profil).
  • Blitz-Belichtungssteuerung
    • Blitzgeräte-Anschluss: Über Zubehörschuh mit Mitten- und Steuerkontakten.
    • Synchronisation: Wahlweise auf den 1. oder 2. Verschlussvorhang schaltbar.
    • Blitzsynchronzeit: = 1/180 s; längere Verschlusszeiten verwendbar.
    • Blitz-Belichtungsmessung: (m. SCA-3501/3502-Adapter bzw. SCA-3000-Standard-Blitzgerät, z.B. Leica SF 24D/Leica SF 58) Steuerung mit mittenbetonter TTL-Vorblitzmessung.
    • Blitz-Messzelle: 2 Silizium-Fotodioden mit Sammellinse im Kameraboden.
    • Blitz-Belichtungskorrektur: ±3 1/3 EV in 1/3-EV-Stufen am SCA-3501/3502-Adapter einstellbar. Am Leica SF 24D sind bei Computersteuerung ±3 EV in 1/3 EV-Stufen bzw. von 0 bis –3 EV in 1-EV-Stufen, am Leica SF 58 in allen Betriebsarten ±3 EV in 1/3-EV-Stufen einstellbar.
    • Anzeigen bei Blitzbetrieb: Bereitschaft: durch konstantes Leuchten der Blitzsymbol–LED im Sucher, Erfolgskontrolle: durch Weiterleuchten bzw. vorübergehend schnelles Blinken der LED nach der Aufnahme, Unterbelichtungsanzeige durch vorübergehendes Erlöschen der LED.
  • Sucher
    • Sucherprinzip: Großer, heller Leuchtrahmen-Messsucher mit automatischem Parallaxenausgleich.
    • Okular: Abgestimmt auf -0,5 Dptr. Korrektionslinsen von –3 bis +3 Dptr. erhältlich.
    • Bildfeldbegrenzung: Durch Einspiegelung von jeweils zwei Leuchtrahmen: für 35 und 135 mm, für 28 und 90 mm oder für 50 und 75 mm. Automatische Einspiegelung bei Einriegeln des Objektivs. Mit Hilfe des Bildfeldwählers kann jedes beliebige der Rahmenpaare eingespiegelt werden.
    • Parallaxenausgleich: Die horizontale und vertikale Differenz zwischen Sucher und Objektiv wird entsprechend der jeweiligen Entfernungseinstellung automatisch ausgeglichen, d.h., der Leuchtrahmen des Suchers deckt sich automatisch mit dem vom bjektiv erfassten Motivausschnitt.
    • Übereinstimmung von Sucher und tatsächlichem Bild: Die Leuchtrahmengröße entspricht bei einer Einstellentfernung 1 m exakt der Sensorgröße von ca. 23,9 x 35,8 mm. Bei Unendlich-Einstellung wird, je nach Brennweite, ca. 7,3 % (28 mm) bis 18 % (135 mm) mehr vom Sensor erfasst als der jeweilige Leuchtrahmen zeigt, umgekehrt bei kürzeren Einstellentfernungen als 1 m etwas weniger.
    • Vergrößerung: (Bei allen Objektiven) 0,68fach.
    • Großbasis-Entfernungsmesser: Schnitt- und Mischbild-Entfernungsmesser in der Mitte des Sucherbildes als helles Feld abgesetzt.
    • Effektive Messbasis: 47,1 mm (mechanische Messbasis 69,25 mm x Suchervergrößerung 0,68fach).
  • Anzeigen
    • Im Sucher: (am unteren Rand) LED-Symbol für Blitzstatus. Vierstellige Siebensegment-LED-Digitalanzeige mit oben und unten liegenden Punkten, Anzeigenhelligkeit der Außenhelligkeit angepasst, für: Warnung bei Belichtungskorrekturen, Anzeige der automatisch gebildeten Verschlusszeit bei Zeitautomatik, Hinweis auf die Verwendung der Messwertspeicherung, Warnung vor Über- bzw. Unterschreitung des Messbereichs bei Zeitautomatik und Ablauf längerer Verschlusszeiten als 2 s.
    • LED-Lichtwaage mit zwei dreieckigen und einer zentralen runden LED bei manueller Einstellung der Belichtung. Dreieckige LEDs geben die zum Abgleich erforderliche Drehrichtung sowohl für den Blendenring als auch für das Verschlusszeiten-Einstellrad an. Auch für Warnung vor Über- bzw. Unterschreitung des Messbereichs.
    • Auf Rückwand: 2,5’’-Monitor (Farb-TFT-LCD) mit 230.000 Pixeln.
  • Verschluss und Auflösung
    • Verschluss: Mikroprozessorgesteuerter, besonders leiser Metall-Lamellen-Schlitzverschluss mit vertikalem Ablauf.
    • Verschlusszeiten: Bei Zeitautomatik (A) stufenlos von 32 s bis 1/4000 s. Bei manueller Einstellung 8 s bis 1/4000 s in halben Stufen, B für Langzeitaufnahmen beliebiger Dauer (zusammen mit Selbstauslöser-T-Funktion, d.h. 1. Auslösen = Verschluss öffnet, 2. Auslösen = Verschluss schließt), (1/180 s) kürzeste Verschlusszeit für Blitz-Synchronisation.
    • Spannen des Verschlusses: Durch integrierten Motor mit geringer Geräuschentwicklung, wahlweise erst nach Loslassen des Auslösers.
    • Serienaufnahme: Ca. 2 Bilder/s, ≤ 8 Bilder in Serie.
    • Auslöser: Dreistufig: Aktivierung der Belichtungsmessung – Messwertspeicherung (bei Zeitautomatik) – Auslösung. Genormtes Gewinde für Drahtauslöser integriert.
    • Selbstauslöser: Vorlaufzeit wahlweise 2 (mit Zeitautomatik und manueller Einstellung der Belichtung) oder 12 s, über Menü einstellbar, Anzeige durch blinkende Leuchtdiode (LED) auf der Frontseite der Kamera sowie entsprechende Anzeige im Monitor.
    • Ein- und Ausschalten der Kamera: Mit Hauptschalter auf der Kamera-Deckkappe, wahlweise selbständiges Abschalten der Kameraelektronik nach ca. 2/5/10 Minuten, Neuaktivierung durch Antippen des Auslösers.
  • Stromversorgung: 1 Lithium-Ionen-Akku, Nennspannung 3,7 V, Kapazität 1900 mAh. Kapazitätsangabe im Monitor, bei offen gehaltenem Verschluss (für Sensor-Reinigung) zusätzlich akustische Warnung bei nachlassender Kapazität.
  • Ladegerät: Eingänge: Wechselstrom 100–240 V, 50/60 Hz, automatisch umschaltend, oder Gleichstrom 12/24 V; Ausgang: Gleichstrom 4,2 V, 800 mA.
  • Kameragehäuse
    • Material: Ganzmetall-Gehäuse aus Magnesium-Druckguss mit KTL-Tauchlackierung, Kunstlederbezug. Deckkappe und Bodendeckel aus Messing, schwarz lackiert oder stahlgrau lackiert.
    • Bildfeldwähler: Ermöglicht es, die Leuchtrahmen-Paare jederzeit manuell einzuspiegeln (z.B. zwecks Ausschnittsvergleichen).
    • Stativgewinde: A 1/4 (1/4’’) DIN aus Edelstahl in Bodendeckel.
    • Betriebsbedingungen: 0 bis +40 °C.
    • Schnittstelle: 5-polige Mini-USB-Buchse 2.0 High-Speed für schnelle Datenübertragung.
    • Maße: (B x T x H) ca. 139 x 37 x 80 mm.
    • Gewicht: 585 g (mit Akku).
  • Lieferumfang: Ladegerät 100 – 240 V mit 2 Netzkabeln (EU, USA, auf einigen Exportmärkten abweichend) und 1 Kfz-Ladekabel, Lithium-Ionen-Akku, USB-Kabel, Tragriemen.

 

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