Canon EOS 7D im Test
|
Preis: ab 1.179,00 €
- Spiegelreflexkamera |
- Bajonett: Canon EF-S |
- Auflösung: 18 MP |
- Sensorgröße: 22,3 x 14,9 mm |
- CMOS |
- Crop-Faktor: 1,6 x |
- Displaygröße: 3 Zoll |
- Displayauflösung: 920000 Pixel |
- Manuell, Halbautomatik, Programmautomatik |
- Lichtempfindlichkeit: 100 - 12800 ISO |
87,4%
Auswertung der Testberichte
Die Canon EOS 7D, Leitwolf unter Canons APS-C-Kameras und Erstling einer neuen Serie, tritt in Konkurrenz zur sehr erfolgreichen Nikon D300s. Klassentechnisch steht sie zwischen der EOS 50D (bzw. deren Nachfolgerin EOS 60D) und der EOS 5D Mark II. Zwar ist die EOS 7D „nur“ eine APS-C-Kamera, aber mit 18 Megapixeln und vielen Features ist sie auch für höhere Ansprüche interessant.
Gehäuse
Das Gehäuse der Canon EOS 7D besteht aus einer Magnesium-Legierung und ist gegen Wasser und Staub abgedichtet. Regen und Schnee sind also kein Grund mehr, drinnen zu bleiben. Die DSLR ist gut geformt und liegt folglich gut in der Hand. Neu für eine Canon sind die Position des An/Aus-Schalters und – in den Tests hochgelobt – die RAW/JPEG-Taste, mit der man mit nur einem Handgriff zwischen diesen beiden Aufnahmeformaten hin- und herschalten kann. Einige Tasten sind programmierbar, um die Bedienung der Kamera zu personalisieren.
Die Q-Taste führt in ein Schnellzugriffsmenü. Erfreulich: Da die Canon EOS 7D immer noch als Semiprofi gilt, wurde nicht auf einen Gehäuseblitz verzichtet. Den hat die 5D Mark II nicht zu bieten. Dieser Blitz kann bis 15 mm (bzw. 24 mm KB) ausleuchten.
Der Sucher der Canon EOS 7D wurde in den Testberichten zum Himmel gelobt und mit dem bislang besten Sucher einer DSLR, den in der Nikon D300s, gleichgesetzt. Man blickt dabei durch keine Mattscheibe, sondern (zum ersten Mal bei Canon) durch ein lichtdurchlässiges LCD. So können Informationen eingeblendet werden, wie z.B. Gitterlinien oder eine elektronische Wasserwaage. Der Sucher bietet eine 100%-Abdeckung und einer Vergrößerung um ca. 1,0x, also hat der Fotograf ein sehr großes, helles Sucherbild.
Das 3''-Display mit Clear View II kann ebenfalls überzeugen. Live View ist natürlich mit an Bord, eine Lupenansicht erleichtert das manuelle Scharfstellen auch eine Wasserwaage kann eingeblendet werden. Mit einer Auflösung von 920.000 Pixeln ist das Vorschaubild sehr scharf. Ausgerüstet ist das Display der Canon EOS 7D mit einer besonderen Beschichtung aus gehärtetem, kratzfestem Kristallglas. Das Bild ist sehr kontrastreich und kann aus einem Winkel von 160° eingesehen werden. Auch bei viel Licht ist das Display gut zu verwenden, denn ein kleiner Sensor misst das Umgebungslicht und stellt die Helligkeit entsprechend ein.

Bedienung
Die Bedienung der Canon EOS 7D ist laut der Tests gegenüber bekannter Canon-Modelle leicht verändert, dabei aber trotzdem übersichtlich geblieben. Die Kombination aus Einstellrad und Mini-Joystick ist eingängig. Die Räder für Zeit und Blende sind gut zu erreichen. Im Live View lässt sich eine Belichtungssimulation dazuschalten, um die Auswirkungen der veränderten Parameter einzuschätzen.
Bildqualität
Durch den Crop-Faktor verlängert sich die Brennweite angesetzter Objektive wie bei allen APS-C-Kameras um den Faktor 1,6x. Der 22,3 x 14,9 mm große Bildsensor hat eine Auflösung von 18 Megapixeln – Canon wollte wohl den Image-Nachteil, dass die EOS 7D „nur“ eine APS-C ist, etwas relativieren. Zum Vergleich, die als direkte Konkurrentin geltende Nikon D300s bietet lediglich 12,3 Megapixel.
Das Rauschverhalten soll sich durch überarbeitete Fotodioden (aka Pixel auf dem Sensor) und Mikrolinsen (die helfen den Pixeln beim Lichteinsammeln) stark verbessert haben, besonders im Bereich der höheren Empfindlichkeiten. Und tatsächlich ist das Rauschverhalten der Canon EOS 7D laut der Tests ausgezeichnet.
Das Rauschen ist mit dem Niveau der Nikon D300s vergleichbar, die ja immerhin den Startvorteil von nur 12 Megapixel hat. Nikons Spitzenposition das geringe Rauschen in den hohen Empfindlichkeiten betreffend wackelt also gewaltig. Zurück zur Canon EOS 7D: Von ISO 100 bis ISO 1600 steigt das Rauschen zwar, aber nur gering. Durch einen guten Rauschfilter sind sogar die Bilder mit ISO 12.800 noch vorzeigbar. Dabei ist der Texturverlust aber nur Durchschnitt – das schafft die Nikon D300s nach wie vor besser.
Die Auflösung der Canon EOS 7D ist durch die 18 Megapixel die höchste ihrer Klasse. Die theoretisch mögliche Auflösung wurde ausgezeichnet umgesetzt. Ein Test verglich die Auflösung sogar mit der Bildqualität von Mittelformatrückenteilen. Unter APS-C-Kameras ist die Leistung der EOS 7D auch in Zahlen gefasst ungeschlagen: Bei ISO 100 schafft sie laut eines Tests 1477 LP/BH, bei ISO 1600 ganze 1388 LP/BH – einen Abfall in der Auflösung bei steigender Empfindlichkeit findet man also kaum.
Die Farben der Canon EOS 7D entsprechen ebenfalls dem angestrebten hohen Niveau. Die im Testlabor gemessene Sättigung von fast perfekten 101% und der neutrale Weißabgleich zeugen von einer DSLR mit Profiansprüchen. Besonders der Modus „Neutral“ bildet alle Farben korrekt ab – ideal für Reproduktionen. Der Modus „Standard“ zeigt leichte Tendenzen, Rot und Orange zu verstärken – typisch für Canon. Hauttöne werden sehr gut abgebildet und in den Verläufen sind keine Brüche zu finden. Auch die Dynamik ist mit 10,4 bis 9,5 Blenden in den niedrigen und ca. 9 Blenden in den hohen Empfindlichkeiten (bis ISO 6400) sehr gut.
Videomodus
Die Canon EOS 7D bietet einen Full-HD-Videomodus mit einer Bildfolge von 30, 25 oder 24 Bildern/Sekunde (gerade 25 Bilder/Sekunde sind für europäische Fernseher wichtig). Um wieder die Nikon D300s als Vergleich zu bemühen: die hat nur einen 720-Pixel-HD-Modus. Der Videomodus ist laut der Testberichte eine intelligente Weiterentwicklung der 5D Mark II. Das kleinere HD-Format bietet sogar eine Bildfolge von 50 oder 60 Bildern/Sekunde.
Eine Buchse für ein Stereomikrofon ist vorhanden. Alle Belichtungsparameter sind manuell einstellbar. Gestartet wird der Videomodus über eine eigene Taste. Die Bildqualität der Filme konnte in den Tests gefallen.
Ausstattung
Das neue Belichtungssystem der Canon EOS 7D heißt iFCL (intelligent Focus Colour Luminance) und schafft mit 63 Zonen eine besonders genaue und gleichmäßige Belichtung, das nicht nur die Helligkeit berücksichtigt, sondern auch die Farben und Entfernungen. Einzelne Messfelder können aber auch angewählt werden. Alle anderen Arten der Belichtungsmessung stehen selbstverständlich auch zur Verfügung.
Auch aus dem Konsumenten-Bereich wurde etwas mitgenommen: Im Kontrast-AF kann die Kamera eine Gesichtserkennung vorweisen. Der Kamerablitz kann durch einen eingebauten Speedlite-Transmitter als drahtloser Master für weitere Canon-Blitze verwendet werden. Die oben bereits angesprochene Wasserwaage zeigt nicht nur die Neigung nach links und rechts an (also einen künstlichen Horizont), sondern ist in Form eines Kreisels aufgebaut, so dass auch eine Neigung nach vorne oder Hinten sichtbar ist.
Eine Vignettierungskorrektur ist vorhanden, aber keine automatische HDR-Funktion – dafür aber einen Bracketing-Modus (Belichtungsreihen) mit einer Spreizung von bis zu drei Blendenstufen, die laut Testbericht das ideale Rohmaterial für selbst zusammengebaute HDR-Bilder liefern.
Geschwindigkeit
Von Canons Topmodellen hat die EOS 7D zwei DIGIC-4-Prozessoren geerbt, welche die Geschwindigkeit der DSLR ordentlich hochtreiben. Der Autofokus hat 19 Kreuzsensoren, die sowohl horizontale als auch vertikale Strukturen erkennen. Es können natürlich einzelne Felder angewählt werden.
Serien schafft die Canon EOS 7D laut Test bei voller 18-Megapixel-Auflösung mit 8 Bildern/Sekunde. Nikons D300s schafft trotz seiner nur 12 Megapixel nur 7 B/S. Die gute Seriengeschwindigkeit hält die Canon 126 kleine JPEG- oder 15 bis 17 RAW-Bilder lang durch. Die normale Bildfolge liegt bei ca. ¼ Sekunde.
Je nachdem, ob im Live View- oder im Suchermodus scharfgestellt wird, läuft der Autofokus der EOS 7D über Phasen- oder Kontrast-AF. Letzterer ist typischerweise etwas langsamer. Doch die Auslösegeschwindigkeit an sich kann sogar Canons Spitzenmodell 1D Mark III Konkurrenz machen. Im Weitwinkel schaffte die EOS 7D eine Auslöseverzögerung von 0,11 Sekunden, im Tele 0,13 Sekunden. Der langsamere Kontrast-AF schaffte immer noch gute 0,33 bis 0,44 Sekunden Auslöseverzögerung.
Firmware-Updates für die Canon EOS 7D können Sie hier finden...
Neuere Produkte von Canon
Testurteile der Fachpresse
Testalarm
Meinungen
Andreas |
Vom Feinsten!
Hier hat CANON gezeigt, dass auch eine APS-SLR professionelles Niveau erreichen kann. Den vollen (= 16 mm KB) WW-Bereich schafft man leider nur mit dem Amateur-Objektiv 10-22 mm, aber speziell im Telebereich mit L-Objektiven zeigt sie dann, was sie wirklich kann! Leicht und schnell mit einem Crop, der normale Teleobjektive zu Superteles werden lässt. 640 mm KB mal eben vom Einbein oder gar aus der Hand? ... kein Problem in absolut professioneller Qualität! |
D.Krämer |
Nichts vergleichbares in Sachen Preis Leistung
Ich bin nach reiflicher Überlegung und erst seit Kurzem stolzer Besitzer der Canon EOS 7D. |
HaJo |
Super
Schnelle, sehr einfach zu bedienende Kamera mit für eine APS-C sehr guten Bildqualität. Die Ausstattung mit Features ist ausgezeichnet. (Die elektronische Wasserwaage hat mir schon sehr geholfen...) |
Fotos der Woche, die mit der Canon EOS 7D aufgenommen wurden
|
|
|
||||||
Beliebte Produkte
|
Canon EOS 700DKategorie: Digitale SLR mit 8 bis 16 Megapixel |
|
Sony Alpha 58Kategorie: Digitale SLR mit 8 bis 16 Megapixel |
|
Nikon D5200Kategorie: Digitale SLR mit 8 bis 16 Megapixel |
|
Canon EOS 100DKategorie: Digitale SLR mit 8 bis 16 Megapixel |
|
Nikon D7100Kategorie: Digitale SLR mit 8 bis 16 Megapixel |

















Ihre Meinung ist gefragt!
Sie haben das Produkt Canon EOS 7D bereits? Schreiben Sie Ihren persönlichen Testbericht und geben Sie hier Ihre Meinung ab.