
Ein weiteres Problem der Spiegelreflexfotografie ist die Verschmutzung des Sensors. Während bei der analogen Fotografie der Film nach jeder Aufnahme weitergezogen und jedes mal ein neuer Filmabschnitt zur Belichtung verwendet wurde, nimmt in der digitalen SLR-Kamera der gleiche Sensor alle Fotos auf und bleibt dabei immer an derselben Position. Wenn sich einmal
Staubkörner auf dem Sensor abgesetzt haben, sind diese auf jeder
Aufnahme als
störende Flecken zu sehen. Kompakt- und Bridgekameras haben dieses Problem nicht, denn ihre Gehäuse werden nicht geöffnet, wie es bei jedem
Objektivwechsel einer Spiegelreflexkamera der Fall ist. Selbst wenn immer nur ein und dasselbe Objektiv verwendet wird, sind irgendwann Störflecken auf den Bildern sichtbar - zustande gekommen durch den
Abrieb der kamerainternen Komponenten. Ist dies der Fall, muss mit einem speziellen Blasebalg versucht werden, den lästigen Staub wegzupusten, oder die Kamera zur Reinigung zum Händler oder Hersteller geschickt werden.
Giottos Blasebalg
Dieses Problem wurde von den Herstellern aber erkannt und aufgegriffen; so verfügen immer mehr neue digitale Spiegelreflexmodelle über eine
automatische Sensorreinigung, die durch Schüttelbewegung des Sensors oder durch Ultraschallmechanismen störenden Dreck entfernt. Auch die Verwendung
antistatischer Materialien und verminderter Abrieb innerhalb der Kamera führen dazu, dass dieses Problem für die meisten der neuen Modelle nicht mehr besteht.