Verglichen mit den fest verbauten Optiken von Kompakt- und Bridgekameras liefern Wechselobjektive für Spiegelreflexkameras eine deutlich bessere Abbildungsqualität. Allerdings gibt es auch bei Wechselobjektiven
qualitative Unterschiede, was unter anderem die große Preisspanne begründet. So sind die auswechselbaren Objektive nicht unbedingt frei von Abbildungsfehlern.
Einige Objektive haben beispielsweise stark mit
Verzeichnung zu kämpfen. Das bedeutet, dass
gerade Linien gekrümmt abgebildet werden. Je nach Motiv wird dieses Problem mal mehr, mal weniger wahrgenommen. Häufig als störend empfunden wird eine Verzeichnung bei Weitwinkelaufnahmen in der Architekturfotografie.
Ein weiterer typischer Abbildungsfehler von Objektiven ist die sogenannte
Vignettierung, eine unerwünschte
Abdunkelung zum Bildrand hin. Während das Problem der Verzeichnung hingenommen werden muss, kann der Grad der Vignettierung durch eine Änderung der Blendeneinstellung abgeschwächt werden. Bei offener Blende ist die Randabschattung für gewöhnlich am stärksten ausgeprägt; durch
Abblenden um ein bis drei Stufen wird meist eine graduelle Besserung der Abbildungsqualität erreicht.
Randabdunkelung
Außerdem kann an den Bildrändern die
Schärfe abnehmen. Oder aber das Objektiv verursacht unschöne
Farbsäume (chromatische Aberration). Wie gut die Abbildungsleistung eines Objektivs ist und wie es in Bezug auf Abbildungsfehler abschneidet, ist in unseren jeweiligen Auswertungen der Testberichte nachzulesen.