Die meisten kompakten Digitalkameras verfügen über einen
optischen und einen
digitalen Zoom, welche der
Ausschnittwahl von Nah- und Fernmotiven dienen. Der optische
Zoomfaktor berechnet sich aus dem Verhältnis der maximalen zur minimalen Brennweite. So verfügt beispielsweise eine Kamera mit einer Brennweite von
35 bis 105 Millimeter über einen optischen
3fach-Zoom (35 mm x Faktor 3 = 105 mm).
Durch den
optischen Zoom kann man die
Brennweite des Objektivs verstellen. So kann man exakt den Bildausschnitt heranholen bzw. in die Ferne schieben, den man gern aufnehmen möchte. Der Wert für den optischen Zoom ist auch der, auf den Sie besonders achten sollten. Bei ihm gibt es
keine Qualitätsverluste, weil der Bildsensor aufgrund der optischen Vergrößerung dieselbe Auflösung beibehält.
Beim
digitalen Zoom wird dagegen lediglich ein Bildausschnitt auf dem Sensor
elektronisch vergrößert bzw. "hochgerechnet". Aus einem Bildpixel werden so z. B. vier gemacht. Dadurch werden die Bilder grobkörnig, es kommt zu einem merkbaren
Qualitätsverlust. Von Billigkameras, die nur über einen Digitalzoom, nicht aber über einen optischen Zoom verfügen, ist daher abzuraten.
Standard bei
kompakten Kameras ist ein optischer
3fach-Zoom, dessen Brennweitenspielraum sich meist zwischen 35 und 100 Millimeter (umgerechnet auf analoges Kleinbild) bewegt. Wer jedoch mit Vorliebe Landschafts- und Architekturaufnahmen macht, für den ist ein
Weitwinkelzoom interessant, d.h. eine kurze
Anfangsbrennweite von 24 bis 28 Millimeter. Bislang verfügen aber nur wenige Kompaktkameras über einen solchen Weitwinkelzoom, da die Konstruktion eines solchen Objektivs für die Hersteller deutlich teurer ist. Außerdem ist zu bedenken, dass Weitwinkelobjektive anfällig sind für Abbildungsfehler wie Verzeichnung.
55 mm Brennweite 105 mm Brennweite