4. Bedienung
Was nützt einem die innovativste Kamera mit allen Schikanen, wenn man mit ihr nicht zurechtkommt. Und wie weit man bereit ist, sich mit Fotografie und der Handhabung seiner frisch erworbenen Digitalkamera auseinanderzusetzen, da scheiden sich die Geister.
Das Problem fängt oft schon mit der Form an. Eine sehr kleine Kamera lässt sich zwar prima verstauen, kann aber auch gerade wegen der geringen Größe schwieriger zu bedienen sein. Nicht wenige kompakte Digitalkameras rutschen durch glatte Form und abgerundete Ecken gerade großen Fingern schnell aus der Hand. Wer damit Probleme hat, sollte lieber ein größeres Modell mit einem angedeuteten Handgriff wählen.
Manuelle Einstellungsmöglichkeiten ermöglichen zwar mehr Kontrolle über das Endergebnis, damit alles reibungslos funktioniert ist aber auch ein fundiertes fotografisches Grundwissen notwendig. Einstellungen wie "-/+EV", "WB", "AV", "TV" etc. sind eben alles andere als selbsterklärend. Viele lassen sich durch ein Kamera-Menü, in dem sie die Hälfte nicht verstehen, abschrecken. Für solche Drauflosknipser wurde der größte Teil der Digitalkameras konzipiert, in denen manuelle Einstellungen gar nicht möglich sind. Das reduziert die Anzahl der Tasten, Schalter und Menüpunkte gewaltig, und dank immer besserer Automatiken muss man sich um die Bildqualität auch keine Sorgen machen.
In vielen kompakten Digitalkameras und in den meisten Bridgekameras ist neben dem vollautomatischen Modus eine manuelle Einstellung der Belichtung möglich. Diese Option ist nicht nur für fortgeschrittene Fotografen interessant, sondern auch für Anfänger, die sich die Möglichkeit offen halten wollen, sich später damit auseinanderzusetzen.
Auf jeden Fall sollten die favorisierten Kameras ausprobiert werden. Liegen sie gut in der Hand? Lassen sich Auslöser und andere Schalter gut bedienen? Ist das Gewicht okay? Sollte die Kamera sich eher über Tasten oder über ein Menü bedienen lassen? Sind diese Fragen geklärt, steht dem Fotografieren nach eigenen Bedürfnissen nichts mehr im Weg.
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