Die Farbtiefe beschreibt die Anzahl darstellbarer Farben. Ein Bild mit einer Farbtiefe von 1 Bit kann nur 21, also 2 Farben,(aka Farbräume) darstellen, also schwarz und weiß. 2 Bit, also 2², ermöglichen schon 4 Abstufungen: schwarz, weiß und zwei Grautöne dazwischen. Bei 8 Bit ergibt das 256 Grauabstufungen.
Farbfotos werden auf digitalen Medien meist mit Pixeln dargestellt, die auf dem RGB-Schema (Rot, Grün, Blau) beruhen. Ein Pixel bildet also Farben ab, indem er unterschiedlich starke Rot-, Grün- und Blautöne mischt. Jede dieser Grundfarben wird „Kanal“ genannt, und jeder Kanal hat eine bestimmte Bit-Zahl. Je höher die Bit-Zahl der Kanäle, desto mehr Abstufungen sind möglich. Die Farbübergänge werden fließender.
Sind 24 Bit angegeben, bietet jeder Kanal 8 Bit, also 256 Abstufungen. Die Anzahl möglicher Kombinationen aller Kanäle zusammen bieten also (256 * 256 * 256=) 16.777.216 mögliche Farben. Mehr als 24 Bit werden in der Hobby-Fotografie eigentlich nicht benötigt, denn 16,7 Mio. Farben sind mehr, als in einem Foto je auftauchen könnten.
Aufgepasst: Manchmal beschreibt die Bezeichnung „16 Bit“ nicht das ganze Spektrum, sondern nur einen Kanal. Das wären dann drei Kanäle mit je 16 Bit, also 65536 Abstufungen pro RGB-Farbkanal, und insgesamt 48 Bit mit 248 Farbkanälen (also 281.474.976.710.656 möglichen Farben). Diese Farbunterscheide sind für das Auge längst nicht mehr wahrnehmbar. Wichtig ist dieses Spektrum nur für die Bildbearbeitung professioneller Fotografen oder fortgeschrittener Laien.
|