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Abbildungsfehler  

Abbildungsfehler bedeutet, dass die tatsächliche Bildwiedergabe von der idealen optischen Abbildung abweicht. Die Aufnahme ist also verzerrt oder unscharf. Hervorgerufen werden Abbildungsfehler meistens durch qualitativ schlechte Objektive.
Zu den häufigsten Abbildungsfehlern zählen: Astigmatismus, sphärische und chromatische Aberration sowie Bildfeldwölbung, Distorsion und Koma.



Abblenden  

Abblenden meint das Verschließen der Blendenöffnung um eine oder mehrere Stufen. Dies hat zur Folge, dass sich der Bereich der Schärfentiefe erhöht.

Siehe auch: Abblendtaste



Abblendtaste  

Mit dieser Taste lässt sich die Blende manuell vor dem Auslösen schließen. Der Fotograf kann so die Schärfentiefe besser beurteilen. Neuere Kameramodelle verzichten meist auf die Abblendtaste. 

Siehe auch: Abblenden



Aberration  

Eine Aberration ist ein sogenannter Abbildungsfehler. Es gibt zwei Arten von Aberration, die sphärische (Schärfenfehler) und die chromatische (Farbfehler). Letztere meint Fehler im Bild, die in Abhängigkeit von der Wellenlänge bzw. Farbe des Lichts entstehen. Eine sphärische Aberration wird hervorgerufen, sobald Lichtstrahlen durch eine nicht optimale Linsenkrümmung ungleichmäßig gebrochen werden.



Abwedeln  

Abwedeln bezeichnet das partielle Fernhalten von Licht bei der manuellen Vergrößerung einer Aufnahme im Fotolabor. Sinn und Zweck dabei ist die Belichtung von einzelnen Bildteilen zu reduzieren, damit diese nicht zu dunkel werden. So wird beispielsweise die Zeichnung in den Schattenpartien eines Fotos nicht zerstört – ohne Abwedeln würden diese Bereiche gänzlich geschwärzt. Als Hilfswerkzeug dient hierbei oftmals eine schwarze Kartonpappe oder eine ähnliche Bedeckung, die hin und her gewedelt wird um scharfe Kanten zu vermeiden.
Der gegenteilige Vorgang, also die teilweise Erhöhung der Lichtmenge auf bestimmten Bildpartien, wird allgemein unter dem Begriff Nachbelichten zusammengefasst.
Einige Bildbearbeitungsprogramme verfügen über Werkzeuge, die das partielle Aufhellen bzw. Abdunkeln von Bildbereichen in der digitalen Bildbearbeitung ermöglichen.



AC-Adapter  

Kurz für „Alternative-Current-Adapter“ (engl. Wechselstrom). Hierbei handelt es sich um einen Netzstrom-Adapter, der den Anschluss einer Digitalkamera an das Stromnetz erlaubt.



Achromat  

Achromat ist die Bezeichnung für ein Objektiv, dessen chromatische Aberration (Abbildungsfehler) für die Farben Blau und Grün korrigiert ist.

Siehe auch: Abbildungsfehler



Add-on  

Bei einem Add-on – oftmals auch Plugin genannt – handelt es sich um eine Programmerweiterung. Bekanntes Beispiel sind die Filter-Plugins für Photoshop und andere Bildbearbeitungsprogramme. Nach Ablegen eines Filter-Plugins in einem bestimmten Verzeichnis wird das Bildbearbeitungsprogramm um einen zusätzlichen Effekt zur Optimierung bzw. Verfremdung von Bilden erweitert.



Additive Farbmischung  

Ein Farbdarstellungssystem, das auf der Mischung bzw. Addition der drei Primärfarben Rot, Grün und Blau (RGB) basiert. Auf Basis der additiven Farbmischung werden zum Beispiel Fernseh-, Beamer- und Monitorbilder erzeugt.

Siehe auch: additives Farbmodell



Additives Farbmodell  

Ein Farbsystem, das auf den Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) basiert. Deren Mischung ergibt weißes Licht. Durch Mischung von nur zwei Primärfarben entstehen die additiven Sekundärfarben Cyan, Magenta und Gelb. Diesem Farbsystem liegen TV- und PC-Bildschirme zu Grunde.

Siehe auch: additive Farbmischung



AE (Automatic Exposure)  

Die Abkürzung AE steht für „Automatic Exposure“ (Belichtungsautomatik). Kameras mit diesem Ausstattungsfeature erlauben eine automatisch richtige Belichtung durch Kopplung von Blende und Verschluss. Voraussetzung hierfür ist ein in der Kamera eingebauter Belichtungsmesser – er misst die Helligkeit des Motivs und errechnet so die Daten für eine korrekte Belichtung.

Siehe auch: Belichtungsautomatik



AEB (Auto Exposure Bracketing)  
AEB (Auto Exposure Bracketing) ist die Bezeichnung für eine spezielle Art der automatischen Belichtung. Kameras mit dem AEB-Feature – meist die teueren Modelle – können sogenannte Belichtungsreihen zu drei, fünf oder auch sieben Bildern automatisch anfertigen. Ein gewähltes Motiv wird hierbei mehrmals bei unterschiedlichen Belichtungseinstellungen abgebildet. Bei einer Belichtungsreihe zu drei Bildern, beispielsweise, werden neben einer Aufnahme mit der „korrekten“ Belichtung zwei weitere Aufnahmen mit jeweils etwa +/- einer halben oder drittel Blende erstellt. Anstelle der Blendeneinstellung kann auch die Dauer der Belichtungszeit variieren.
Der Vorteil liegt auf der Hand: der Fotograf kann sich so aus mehreren Aufnahmen ein und desselben Motivs mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen seinen persönlichen Favoriten auswählen.


Siehe auch: AE, Belichtungsautomatik



AF  

AF (Abkürzung für Autofokus) bedeutet im Allgemeinem, dass die Kamera das Motiv automatisch scharf stellt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen passivem AF und aktivem AF. Der passive AF, mittlerweile nur noch in älteren Kameras anzutreffen, verwendet lediglich das vom Motiv abgestrahlte oder reflektierte Licht. Der aktive AF hingegen arbeitet auch bei völliger Dunkelheit.



AF-Messfeld  

Das AF- bzw. das Autofokus-Messfeld bezeichnet einen Punkt oder Bereich, auf den das AF-System der Kamera die Schärfe automatisch einstellt.



AiAF  

Die Abkürzung AiAF steht für „Artificial Intelligence Auto Focus“, ein Mehrpunkt-Autofokus-System, das von der Firma Canon entwickelt wurde. Das intelligente System ermöglicht die Scharfstellung auf Basis von mehreren Bildpunkten, welche automatisch oder manuell einzeln definiert werden können. Konventionelle AF-Systeme stellen lediglich auf die Bildmitte scharf.



Akku  

Bei einem Akku (Kurzform von „Akkumulator“) handelt es sich um eine wiederaufladbare Batterie. Nach Entladung kann diese mit Hilfe eines entsprechenden Ladegeräts neu aufgeladen werden.
Die gängigsten Typen sind: Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion), Lithium-Polymer-Akkus (Li-Po) sowie Nickel-Cadmium- (NiCd) und Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH).



Aliasing  

Aliasing, oftmals auch als Treppeneffekt bezeichnet, beschreibt eine Verfälschung von Bildern, die bei der Digitalisierung bzw. digitalen Verarbeitung entstehen kann. Die Verfälschung äußert sich in Form von treppenstufenförmigen Erscheinungen an schrägen Linien oder Objektkanten auf dem Bild. Durch Anti-Aliasing (Kantenglättung) über eine Software kann der Treppeneffekt minimiert werden.

Siehe auch: Anti-Aliasing



Analoge Fotografie  

Die analoge Fotografie, welche durch den Siegeszug der digitalen Fotografie zunehmend in den Hintergrund gedrängt wird, bedient sich des Fotofilms als Speichermedium für die Bildinformation.



Anastigmat  

Bei einem Anastigmat handelt es sich um ein Linsensystem (Objektiv), das den Astigmatismus – ein bekannter Abbildungsfehler – korrigiert.

Siehe auch: Astigmatismus



Anti-Aliasing  

Auch als Treppeneffektglättung oder Kantenglättung bekannt, meint Anti-Aliasing eine Software-Lösung zur Minimierung des sogenannten Treppeneffekts (Aliasing). Dafür werden die Kontrastwerte der benachbarten Pixel neu berechnet und anschließend einander angeglichen. Objektkanten und schräge Linien, die vorher eine Treppenstufenform aufwiesen, scheinen dann glatt zu verlaufen.

Siehe auch: Aliasing



Anti-Shake-System  

Unter dem Anti-Shake-System, zu deutsch Antiwackelsystem, versteht man ein mechanisches Bildstabilisationssystem, welches das Verwackeln von Digitalfotos verhindern soll.
Entwickelt wurde es von Minolta (seit 2004 Konica Minolta). Im Gegensatz zu Systemen anderer Hersteller, die auf bewegliche optische Elemente im Objektiv zurückgreifen, beruht das Anti-Shake-System von Minolta auf der sogenannten CCD-Shift-Technologie, also auf der Bewegung des Bildsensors. 



Aqua Case  
Aqua Case ist die Bezeichnung für ein Unterwassergehäuse, welches heute für fast alle Kameramodelle als Zubehör erhältlich ist. Das Kunststoffgehäuse schließt die Kamera sicher ein und erlaubt somit das Fotografieren unter Wasser.
Das erste wasserdichte Gehäuse wurde übrigens von der Firma Olympus hergestellt.


Aspect Ratio  

Hierbei handelt es sich um den englischen Ausdruck für Seitenverhältnis, der im weitesten Sinne das Verhältnis von mindestens zwei unterschiedlich langen Seiten zueinander beschreibt. Meistens wird damit das Verhältnis von der Breite eines Rechtecks zu seiner Höhe angegeben.
Das Seitenverhältnis von Negativen, Dias oder Fotoabzügen beträgt in der Regel 3:2 (z. B. 36 x 24 mm). Digitalfotos hingegen werden meist im Format 4:3 gespeichert – das Format, das auch auf  Computer-Monitore angewendet wird.



ASR  

ASR (Advanced Shake Reduction), eine Technologie zur digitalen Bildstabilisierung in Samsung-Kameras. Dabei werden zwei Fotos mit gleichen ISO- und Blendenwerten, aber unterschiedlichen Belichtungszeiten gemacht. Dadurch entsteht ein unterbelichtetes, scharfes Foto für die Schärfe-Information und ein korrekt belichtetes, verwackeltes für die Farb-Information. Diese beiden Fotos werden von der Kamera zu einem Bild zusammengerechnet.



Astigmatismus  

Astigmatismus („Punktlosigkeit“) meint einen Abbildungsfehler, bei dem schräg eintretende Lichtbündel auf dem Bildrand nicht als Punkte, sondern als kleine Striche erscheinen. Fast alle modernen Objektive sind Anastigmate, d. h. sie  berichtigen diesen Abbildungsfehler.

Siehe auch: Anastigmat



Aufhellblitz  
Der Aufhellblitz (auch Aufhellreflektor genannt) ist ein schwacher Blitz, von dem Gebrauch gemacht wird, wenn es darum geht starke Hell-Dunkel-Kontraste zu mildern. Er eignet sich besonders gut zum Aufhellen von Schlagschatten, die bei starkem Sonnenlicht auftreten. Durch Aktivieren des Aufhellblitzes erhalten die Schattenbereiche mehr Licht; folglich werden die Hell-Dunkel-Kontraste auf der Aufnahme besser ausgeglichen. 
Auch bei diesigem Wetter erweist sich der Aufhellblitz als nützlich. Im Vordergrund befindliche Objekte erhalten so das notwendige Licht und die Farben auf der Aufnahme erscheinen dann klarer und reiner. 
Heutzutage erkennen Kameras die Notwendigkeit des Aufhellblitzes meist selbst – sobald für eine Aufnahme die Aufhellung mit Blitzlicht erforderlich ist, wird der Aufhellblitz automatisch eingeschaltet.


Aufhellen  

In manchen Aufnahmesituationen ist die Differenz zwischen hellen und dunklen Flächen zu groß. Dies hat zur Folge, dass der Kontrastumfang einer Aufnahme sehr leidet.
Abhilfe schafft hier der Aufhellblitz. Aber auch eine helle Pappe, Styropor oder Ähnliches können helfen – sie lenken diffuses oder indirektes Licht in die Schattenbereiche und mildern somit den starken Hell-Dunkel-Kontrast.

Siehe auch: Aufhellblitz



Auflösung  
In der Fotografie meint man mit Auflösung die Detailgenauigkeit einer Digitalkamera bezogen auf die Bildqualität. Bestimmt wird die Bildqualität im Allgemeinen von der Anzahl der Bildpunkte (auch Pixel genannt), die zusammen eine sogenannte Rastergrafik ergeben.
In der Regel wird die Auflösung, die eine Digitalkamera erzielt, in Breite x Höhe angegeben. Die Angabe erfolgt meist in dpi (dots per inch = Bildpunkte pro Zoll, wobei 2,54 cm einem Zoll entsprechen) oder in Anzahl der horizontalen und vertikalen Bildpunkte (z. B. 1.280 x 1.024). Allgemein gilt: Je höher die Auflösung, desto besser die Qualität eines Fotos.
Unter der absoluten Auflösung versteht man übrigens die Gesamtanzahl der Bildpunkte, welche mit der Einheit Megapixel angegeben wird.


Auslöser  
Beim Auslöser handelt es sich um eine Vorrichtung an der Kamera, die den Verschlussablauf veranlasst: Der Verschluss des Objektivs wird geöffnet und dadurch die Belichtung des Films bzw. des CCD-Chips gestartet. Kurz gesagt, der Auslöser „schießt“ also das Foto.
Standardmäßig befindet sich der Auslöser rechts oben an der Kamera. Des Weiteren gibt es auch Drahtauslöser, Kabelauslöser, Fernauslöser und Selbstauslöser.
Die meisten Digitalkameras ermöglichen es außerdem, mit nur einer Betätigung des Auslösers mehrere Bilder in kurzer Folge hintereinander (Serienaufnahme) zu schießen.


Auslöseverzögerung  

Die Auslöseverzögerung beschreibt die Zeitspanne, die zwischen dem Drücken des Auslösers und der eigentlichen Aufnahme vergeht. Genauer gesagt, setzt sie sich zusammen aus der Zeit, die die Digitalkamera für das Fokussieren, die Belichtungsmessung sowie dem Auslösen des Verschlusses benötigt.
Auch wenn die Auslöseverzögerung nur im Sekundenbruchteilbereich liegt, erschwert sie dennoch das Fotografieren bewegter Motive.



Autofokus  

Siehe: AF



Autofokusfalle  

Komplexere Kameramodelle bieten die Möglichkeit, dass erst ausgelöst wird, sobald sich ein Objekt in einer vorab definierten Entfernung befindet. Diese sogenannte Autofokusfalle wird besonders gern bei Sportaufnahmen angewendet.



Automatikmodus  

Die Mehrzahl aller Kameras verfügt über einen Automatikmodus. Er regelt vollautomatisch die Belichtungsdauer, die Blendenöffnung sowie die Blitzlichtzuschaltung. Wer manuell Einfluss auf die Belichtungsdauer oder die Blendenöffnung nehmen möchte, muss zu einer Kamera greifen, die auch manuelle Einstellmöglichkeiten bietet.



Automatischer Weißabgleich  

Physikalisch betrachtet ist Licht ein Wellenphänomen. Unterschiedliche Lichtquellen (z.B. Sonnenlicht, Glühlampen, Kerzenschein usw.) haben unterschiedliche Wellenlängen, die in Farbtemperaturbereiche eingeteilt sind. Diese Temperaturbereiche werden vom  Bildsensor einer Digitalkamera als verschiedene Farben interpretiert. Weiß ist je nach Lichtquelle anders definiert.
Der Bildsensor muss wissen, welche Farbtemperatur er als Weiß, d. h. als neutral, wiedergeben soll, damit keine unschönen Farbstiche auftreten. Diese Aufgabe übernimmt der automatische Weißabgleich - eine Automatik, über die alle Kameramodelle verfügen. Auf Basis der Farbmengen des Motivs (Anteil der bunten Farben und deren Verhältnis zu Weiß, Schwarz und Grau) ermittelt die Kamera, um was für eine Lichtquelle es sich handelt.
Die meisten Digitalkameras verfügen außerdem über voreingestellte Weißabgleichsmodi. Man kann hier zwischen Optionen wie beispielsweise „sonnig“, „wolkig“ oder „Kunstlicht“ wählen und so auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gute Ergebnisse erzielen.
Übrigens erlaubt ausschließlich die digitale Aufnahme von Bildern eine Anpassung der Farbtemperatur an die Lichtverhältnisse. Analoge Technik kann dies nicht gewährleisten.



Automodus  

Siehe: Automatikmodus



Available-Light-Fotografie  
Im Bereich der Fotografie wird von Available Light (engl. verfügbares Licht, Restlicht) gesprochen, wenn die Bilder trotz lichtarmer Verhältnisse (z.B. in der Dämmerung) nur mit den am Aufnahmeort vorhandenen Lichtquellen, d. h. ohne zusätzliche Aufhellung bzw. Beleuchtung in Form von Blitzlicht oder Scheinwerfern, gemacht wurden.
Oftmals steckt eine vom Fotografen bewusst getroffene künstlerische Entscheidung dahinter, da die Lichtstimmung der Motive durch die Available-Light-Fotografie außergewöhnlich authentisch wiedergegeben wird.


AWB  

Abkürzung für „Auto White Balance“ (engl. Automatischer Weißabgleich).

Siehe automatischer Weißabgleich



 
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