Diese Aufnahme zeigt den nordwestlichen Stadtmauerturm der
Verbotenen Stadt, die vor rund 600 Jahren inmitten des Zentrums von
Beijing (Peking) errichtet wurde.
Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Gugong, so der chinesische Name der Verbotenen Stadt, tatsächlich nur wenigen ausgewählten Menschen vorbehalten. Neben dem
Kaiser hatten lediglich seine Konkubinen sowie das aus hohen Beamten und Eunuchen bestehende kaiserliche Gefolge Zutritt zu dieser Palastanlage. Der Rest der Bevölkerung durfte Gugong mit seinen prächtigen Palästen, Pavillons, Innenhöfen und Gartenanlagen nicht betreten.
Bis zur
Kulturrevolution galt die Verbotene Stadt als Machtsymbol des Kaisers aus dem Reich der Mitte. Kein Gebäude außerhalb der Verbotenen Stadt durfte höher als die in Gugong errichteten Paläste sein. So gut wie jede Wand in der Anlage wurde in Gelb, der Farbe des chinesischen Herrschers, gestrichen. Außerdem wurden einige der Palastdächer mit viel Aufwand vergoldet.
Auch heute noch gilt die Stadt als Meisterwerk der chinesischen Architektur. Seitdem sie
1924 auch von
Touristen betreten werden darf, steht die Verbotene Stadt mit ihren
890 Palästen daher auf dem Pflichtprogramm eines jeden Beijing-Besuchers. Obwohl sie mittlerweile recht zerfallen ist und ständigen Renovierungsarbeiten bedarf, zieht die Verbotene Stadt täglich mehrere Tausend Besucher an.
Zu den vielen begeisterten Besuchern zählt auch der 26-jährige Hobbyfotograf
Mirko K., der die Verbotene Stadt während einer China-Reise im September 2005 besuchte. Die Nachtaufnahme des nordwestlichen Turmes ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass Mirko K. sie ohne ein Stativ, nur an eine Mauer gelehnt machte. Gerade Motive, die bei Nacht aufgenommen werden, neigen gern dazu zu verwackeln. Es sei denn, man beweist eine sehr ruhige Hand – wie Mirko K. Aufgenommen hat er die „Verbotene Stadt“ übrigens mit der
Canon EOS 350 D und dem Canon-Objektiv
EF-S 3,5 – 5,6/ 18 – 55 mm (bei einer Einstellung von 18 mm). Mittlerweile ist er aber auf die
EOS 5D umgestiegen. Mit dieser Kamera im Gepäck fährt er übrigens bald wieder nach China und hofft uns bei seiner Rückkehr mit vielen neuen Aufnahmen begeistern zu können.