Unser aktuelles Foto der Woche mit dem Titel "Nachtschicht im Hamburger Hafen" zeigt die abendliche Hamburger Hafenlandschaft. Im Vordergrund strahlt der Turm an den Landungsbrücken Ruhe aus, doch im Hintergrund herrscht noch geschäftiges Treiben. Wer genau hinsieht, erkennt im Dock von Blohm und Voss ein bekanntes "Gesicht": Die A’Rosa Blu, die im Hamburger Hafen angedockt hat, um zu einem der AIDA-Clubschiffe umgebaut und aufgerüstet zu werden.
Entstanden ist das Bild 2004, als der passionierte Hobbyfotograf Oliver Denke auf einem seiner abendlichen Foto-Streifzüge durch Hamburg am Hafen halt machte.
Der 36jährige widmet sich schon über 20 Jahre der Fotografie. Während der Schulzeit hat er sich seine erste Spiegelreflexkamera gekauft, ein analoges Modell von Olympus. Damals hat er die Filme auch selbst entwickelt und Abzüge gemacht.
Die Olympus samt Wechselobjektiven, Blitz und anderem Zubehör hat immer noch einen Ehrenplatz in Olivers Zuhause in Rheinbach. Seit 2001 fotografiert er allerdings nur noch digital, derzeit mit einer digitalen Bridgekamera von Fujifilm, der Finepix S7000. Mit dieser Kamera nahm er auch "Nachtschicht im Hamburger Hafen" auf. Damals wohnte und arbeitete Oliver noch in Hamburg – eine Stadt, die für ihn ein "unglaubliches Repertoire an Motiven" bereit hält. Fast jede freie Minute nutze er zu jener Zeit, um die vielseitige Stadt- und Hafenlandschaft Hamburgs auf Bildern festzuhalten. Aber auch heute noch kehrt Oliver gerne für eine ausgedehnte Fotosafari in die Hansestadt zurück.
Die digitale Fotografie weckte in Oliver überdies das Interesse an der elektronischen Bildbearbeitung. Auch für unser Foto der Woche griff Oliver in die "Trickkiste" von Photoshop. Um die abendliche Lichtstimmung optimal einzufangen, hat er mehrere Aufnahmen von ein und demselben Bildausschnitt gemacht – aber mit jeweils unterschiedlichen Belichtungszeiten. Auf der länger belichteten Aufnahme ist die A’rosa Blu deutlich überbelichtet, dafür ist jedoch der schwach ausgeleuchtete Turm der Landungsbrücken in all seinen Details erkennbar. Auf der Aufnahme mit kürzerer Belichtungszeit erscheint er hingegen schwarz, das Schiff bzw. die hellen Stellen auf dem Motiv werden jedoch differenziert dargestellt.
Zuhause am heimischen PC legte Oliver dann die verschieden belichteten Aufnahmen mittels DRI- bzw. Dynamic Range Increase-Technik übereinander und erhielt so eine detail- und kontrastreiche Aufnahme, in der sowohl die dunkelsten als auch die hellsten Stellen in ihrer Struktur erkennbar sind.
Trotzdem ist Oliver überzeugt, "dass ein gutes Foto zum überwiegenden Teil in der Kamera entsteht und nicht am Computer".
Wer sich weitere Aufnahmen von Oliver anschauen möchte, sollte unbedingt einmal seine
Homepage besuchen. Neben zahlreichen Impressionen aus Hamburg gibt es dort auch Aufnahmen anderer Städte sowie vieles mehr zu entdecken.