"Mittagsschlaf", so der Titel unseres aktuellen "Fotos der Woche", wurde von der 28-jährigen passionierten Hobbyfotografin Martina Hofmann aufgenommen und zeigt zwei der beliebtesten Bewohner des Leipziger Zoos. Doch dazu später mehr.
Martina hat schon immer sehr gern fotografiert – anfangs noch mit einer kompakten Zoomkamera. Als diese den Geist aufgab, kaufte sich die gebürtige Erzgebirgerin ihre erste Spiegelreflexkamera, die analoge Canon EOS 300. Mehr und mehr entwickelte sich die Fotografie für sie zu einer richtigen Leidenschaft, mit der sie schließlich auch ihren Freund ansteckte. Gemeinsam haben sie ihr Hobby immer weiter ausgebaut und sind mittlerweile sogar als semi-professionelle Fotografen aktiv. Martina ist unter anderem als Fotografin in einer Modelkartei eingetragen. Im April 2005 stieg sie auf die digitale EOS 350D um.
Menschen und Tiere hat die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin, die seit sechs Jahren in Leipzig lebt, am liebsten vor der Linse: "Ich finde zwar Architekturfotos oder Landschaftsaufnahmen superschön, aber finde es selbst langweilig mich vor ein Haus zu stellen. Viel lieber habe ich Menschen und Tiere vor meiner Kamera." Mit ihnen, so sagt Martina, kann man "arbeiten, Emotionen und die Faszination eines Augenblicks einfangen."
Ein solch einzigartiger Augenblick ist auch auf unserem "Foto der Woche" zu bestaunen. Die Aufnahme des Affenpärchen entstand im Leipziger Zoo, welcher bis zum Jahr 2014 in einen "Erlebnis-Zoo" mit originalgetreuen Rekonstruktionen der Lebensräume Südamerikas, Afrikas und Asiens verwandelt werden soll. Martina lieh sich für den Ausflug extra ein Objektiv von einem Freund, da man in dem großflächig angelegten Zoo eine recht große Brennweite benötigt. Außerdem wählte sie für die Aufnahme eine Einstellung von ISO 800, da die Affenanlage für Fotografen nur wenig günstige Lichtverhältnisse zu bieten hat.
Wer den Leipziger Zoo kennt oder die MDR-Dokumentation "Elefant, Tiger und Co." regelmäßig verfolgt, wird die beiden Affen schon erkannt haben. Die beiden Waisen sind unzertrennlich und machen einfach alles gemeinsam, so auch ihren Mittagsschlaf. Ihr Zuhause ist das 2001 fertig gestellte Pongoland, die größte Menschaffenanlage der Welt. Hier können die Zoobesucher nicht nur verschiedene Affenarten in naturgetreuen, artgerechten Verhältnissen beobachten, sondern öfters auch Verhaltensforschern des Max-Planck-Instituts bei der Arbeit über die Schulter schauen. Anliegen des Zoos ist es also nicht nur, die Besucher in Bezug auf das natürliche Verhalten der Tiere zu sensibilisieren, sondern auch mehr über die Tiere in Erfahrung zu bringen.
Weitere schöne Aufnahmen von Martina gibt es übrigens auf ihrer Fotoseite in der FotoCommunity sowie auf ihrer eigenen Homepage unter
www.muna-pics.de. Dort kann man sich bei Interesse auch für ein Fotoshooting anmelden.