Unser eindrucksvolles "Foto der Woche" zeigt das bekannte Benediktinerkloster Mont-Saint-Michel, welches auf der gleichnamigen Insel vor der normannischen Küste erbaut wurde. Das Kloster ist eines der besten Beispiele für die mittelalterliche Architektur Frankreichs.
Aufgenommen wurde dieser ehrfurchtsvolle Ort von dem passionierten Hobbyfotografen Michael Stauffenberg mit der EOS 300D und dem Canon-Objektiv EF-S 17 – 85. Michael fotografiert, so sagt er selbst, "aus Spaß an der Sache". Da er aus dem Ruhrgebiet kommt und sich mit diesem auch sehr verbunden fühlt, ist es nicht überraschend, dass er eine besondere fotografische Vorliebe für die Industriedenkmäler der Montanindustrie hegt. Ansonsten ist Michael aber nicht auf bestimmte Motive festgelegt. Alles, was sein Interesse erweckt, wird aufgenommen. Seien es Tier-, Landschafts- oder Sportaufnahmen. Gemeinsam mit seiner Frau, die das Hobby mit dem gelernten Koch gleichermaßen teilt, begibt er sich regelmäßig auf Fotoausflüge.
Das "Foto der Woche" entstand während einer Campingtour von der Normandie durch die Bretagne. Da es in Mont-Saint-Michel von Menschen nur so wimmelte, entschlossen sich die beiden recht schnell das Klosterstädtchen wieder zu verlassen und von außen zu erkunden. Den herrlichen Anblick von außerhalb hielt Michael auf dieser nächtlichen Aufnahme fest.
Das Inselkloster, welches immer noch Benediktinermönche beherbergt, ist heute eine beliebte Touristenattraktion. Seit 1979 gehören der Berg, auf dem das Kloster erbaut wurde, und die Bucht dem Weltkulturerbe der UNESCO an.
Schon im 8. Jahrhundert wird ein erster Sakralbau auf der Insel errichtet. Die Kirche widersteht vielen Raubzügen, auch denen der gefürchteten Wikinger, so dass bald eine Gruppe von Benediktinermönchen ein Kloster aus ihr macht. Im 12. Jahrhundert erlebt das Kloster eine Blütezeit und zieht große Pilgerströme an.
Mit dem Hundertjährigen Krieg beginnt jedoch der Niedergang des Klosters. Zur Zeit der französischen Revolution wird es sogar gänzlich geschlossen und zu einem Gefängnis umgewandelt. Ab 1836 tritt eine Bewegung für die Wiederherstellung des Klosters ein, aber erst 1863 wird das Gefängnis geschlossen und Mont-Saint-Michel zu einem Denkmal erklärt.
Früher war die im französischen Wattenmeer liegende Insel nur bei Niedrigwasser zu erreichen, doch seit 1879 verbindet ein Damm die Küste mit der Insel. Dies hatte jedoch zur Folge, dass die Bucht nach und nach versandete und der Inselcharakter somit droht für immer verloren zu gehen. Dies will das Land Frankreich unbedingt verhindern und hat nun Gegenmaßnahmen in Form der Erbauung eines Gezeitendamms veranlasst. Die Bauarbeiten sollen im Jahre 2008 beendet sein. |