Die Blätter an den Bäumen verfärben sich braun, das Wetter ist feuchtkalt und der Wind stürmt. Es ist unverkennbar Herbst. Damit und insbesondere mit dem Monat Oktober verbindet man allerdings nicht nur stürmische Tage, sondern immer öfter ebenso das Halloween-Fest. Der in Amerika schon lange zelebrierte Brauch erobert nun auch Deutschland. Ganz klar, dass sich unser Foto der Woche - "Ich hab Angst!" - dem in dieser Woche stattfindenden Ereignis widmet.
Aufgenommen wurde das Foto von Nicolas Stenz, 17-jähriger Schüler aus der Nähe von Nürnberg, letztes Jahr während des traditionellen "Grimassenschnitzens" bei sich zu Hause. In seiner Familie werden jedes Jahr in der Woche kurz vor Halloween Kürbisse ausgehöhlt und "furchterregende Fratzen" hineingeschnitzt - so wie es allgemein der Brauch ist an Halloween.
Die Fotografie betreibt Nicolas seit 2005 als Hobby. Sein Interesse dafür wurde bei Spaziergängen geweckt, die Nicolas gerne in der
Natur macht. "Die Natur hat so viel Schönes zu bieten, diese Anblicke wollte ich auch festhalten. Hauptsächlich fotografiere ich deshalb auch die Kleinigkeiten, die einem täglich in der Natur über den Weg laufen". Mit seiner Canon Powershot A70 macht sich Nicolas Stenz immer, wenn er Zeit und Lust hat, auf zu einem Streifzug durch die Natur, entweder allein oder mit einigen seiner Freunde.
Die Kürbisgrimassen, die auf Nicolas Aufnahme zu sehen sind, stellen DAS Symbol von Halloween dar. Doch woher kommt dieser Brauch eigentlich? Kommt er wirklich aus Amerika oder ist der Ursprung doch woanders zu suchen?
Ursprünglich kommt diese alte Tradition aus dem Keltischen. In den Zeiten vor Christus haben die Kelten in der Nacht vom 31.10 auf den 1.11. den Sommer verabschiedet und den Winter begrüßt, da im keltischen Kalender dieser Tag den Jahreswechsel symbolisiert. Der Sommer stand für das Leben, der Winter für den Tod. So glaubte man, das in dieser "Wechselnacht" die Trennwand zwischen Leben und Tod besonders dünn sei und man deshalb sehr einfach in Kontakt mit den Toten treten könnte. Später haben die Iren diesen Brauch etwas abgewandelt und wollten durch schreckliche Verkleidungen die Toten abschrecken, in dieser Nacht keine Lebenden aufzusuchen.
Von Irland aus kam der Brauch dann in die USA. Dort entwickelte er sich weiter zu einem fröhlichen Gruselfest, an dem die Häuser mit ausgehöhlten Kürbissen - den sogenannten Jack O' Laterns - dekoriert werden und die Kinder verkleidet durch die Nachbarschaft ziehen um Süßigkeiten zu sammeln. In der amerikanisierten Form hat das Fest dann auch wieder den Weg zurück nach Europa gefunden, konnte bislang aber nicht den hohen Status wie in den USA erlangen. So sind zwar gruselige Halloween-Dekorationen in deutschen Haushälten keine Seltenheit mehr. Der Brauch von "Trick or Treat" (Süßes oder Saures) hat bei uns bislang allerdings keine Verbreitung finden können. |