Sigma EF-610 DG Super Test
Auswertung der Testberichte
Der Sigma EF-610 DG Super bietet eine sehr verlockende Leitzahl 61. Und das für einem Preis, der den der Markenkonkurrenz von Canon (z.B. mit dem Speedlite 580EX II) oder Nikon (z.B. mit dem Speedlight SB-900) weit unterbietet. Der „Super“-Blitz ist der große Bruder des EF-610 DG (ST). Eine Alternative ist vielleicht der Metz Mecablitz 58 AF-2. Der günstige Blitz gefällt durch sehr gleichmäßige Leistungen in puncto Helligkeitsverteilung, Farbtemperatur und Blitzleistung. Auch die Slave/Master-Funktion ist gut. Dafür kann die mäßige Geschwindigkeit und die teils unkomfortable Bedienung toleriert werden.
Gehäuse
Der Kopf des Sigma EF-610 DG Super ist dreh- und schwenkbar. Abdecken kann er ein Brennweitenspektrum von 24 bis 105 mm. Am Blitz wird das immer in KB angezeigt – APS-C-Fotografen müssen die vom Blitz angezeigte Zahl durch ca. 1,5 teilen, um auf die effektive Brennweite zu kommen. Die Brennweiten werden per Motor verstellt. Die Tasten haben laut eines Tests sehr weiche Druckpunkte und sind damit schwer präzise zu betätigen.
Eine Streuscheibe ist vorhanden, die die maximale Ausleuchtung auf 17 mm in den starken Weitwinkelbereich erweitert. Neu im Vergleich zum Vorgänger der weiße Diffusor. Gefallen können die sieben Tasten. So gibt es kaum Doppelbelegungen, was ein häufiger Kritikpunkt bei günstigeren Aufsteckblitzen ist. Kleiner Kritikpunkt: Wenn es dann doch mal eine Doppelbelegung gibt (z.B. bei der High Speed Synchronisation), gibt es keine Beschriftung, die darauf hinweist. Ein Blick in die Bedienungsanleitung ist dann unumgänglich. Diese ist laut eines Tests leider ziemlich knapp gefasst. In puncto Bedienbarkeit wurde außerdem die teils kryptische Menüdarstellung kritisiert.
Ein Aufhellblitz fehlt leider. Nach 1,5 Minuten schaltet der Blitz automatisch ab – das spart wertvolle Akkukapazitäten. Anschlussmöglichkeiten wie USB fehlen laut Test leider, damit gibt es keine Möglichkeit für ein Firmware-Update. Der Sigma EF-610 DG Super ist voll Masterfähig. Bis zu drei Gruppen in vier Übertragungskanälen können gesteuert werden.
Leistung
Laut Test zeigte sich im Weitwinkel (24 mm) ein deutlicher Lichtabfall in den unteren Ecken. Auch sonst schienen diese der Schwachpunkt des Sigma EF-610 DG Super zu sein. Ansonsten konnte die Ausleuchtung durch Homogenität gefallen. Auch bei Gegenlicht war die Leistung noch anständig. Im Test konnte auch die sehr genaue Leistungseinstellung gefallen. Zwar lädt der Blitz recht langsam (ca. 5 Sek.), Abweichungen in der Blitzintensität wurden im Test aber keine festgestellt – sehr gut. Die Farbtemperatur ist immer nah am Sollwert 5600 Kelvin, nur bei voller Power schlichen sich ein paar Bilder mit wärmeren 5450 Kelvin ein.
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