Ricoh GR Digital IV Test

Produktbild - Ricoh GR Digital IV

Preis: ab 397,33 €

  • Typ: kompakte Digitalkamera |
  • 10.0 Megapixel |
  • Bildsensor: CCD, 1/1.7" |
  • Display: 3.0 Zoll, 1.230.000 Bildpunkte |
  • Lichtempfindlichkeit: ISO 80 - ISO 3200 |
  • Dateiformate: JPEG, RAW |
  • Opt./Dig. Zoom: / 4xx |
  • Brennweite: 28 - 28mm |
  • Anfangslichtstärke: F1.9 - F1.9 |
  • Verschlusszeit: 1/2000 - 180 Sek. |
  • Bulb-Funktion |
  • Makro: 1 cm |
  • Opt. Bildstabilisation |
  • Belichtungssteuerung: |
  • Automatik, Halbautomatiken, Manuell |
  • Erw. Speicher: SD, SDHC |
  • HDMI-Anschluss |
  • Videomodus |
  • Energie: Li-Ion-, NiCd-Akku, NiMH-Akku, Alkali-Batterien (2xAAA) |
  • Gewicht: 320g |

4x

Tests gesamt: 9
Auszeichnungen: 4
Gelistet seit: 11/2011
Letzter Test: 03/2012

Produkt vergleichen

Auswertung der Testberichte

Die Ricoh GR Digital IV kommt in einer hochwertigen Hülle und mit klasse Display. Ein großer Sensor mit moderater Auflösung und die spezialisierte 28-mm-Festbrennweite lassen auf eine erstklassige Bildqualität schließen.

Gehäuse – hochwertiges Äußeres
Das schwarze (oder als Sonderedition weiße) Magnesiumgehäuse der Ricoh GR Digital IV ist laut Test erstklassig verarbeitet. Es bietet ein nettes, wenn auch nur optionales und damit Zusatzkosten-lastiges Feature: einen austauschbaren Handgriff, z.B. in Leder- oder Holzoptik. Mit einer Gehäusetiefe von 3,2 cm ist die Digitalkamera nicht gerade dünn, angesichts der umfangreichen Ausstattung und der hochwertigen Optik sei ihr das aber verziehen. Das Gewicht ist mit ca. 300 g noch in Ordnung für eine kompakte Digitalkamera. Das 3-Zoll-Display bietet eine sehr gute Auflösung von 1.230.000 Pixeln, ein Histogramm und Gitterlinien können eingeblendet werden. Klappbar ist es aber nicht. 

Ricoh GR Digital IV Weiß Fronstseite

Bedienung – alles dran für den Fortgeschrittenen
Für den typischen Drauflosknipser ist die Ricoh GR Digital IV mit ihrer 28-mm-Festbrennweite wohl weniger etwas. Trotzdem kann man mit der Kamera dank ausgefeilter Vollautomatik natürlich auch einfach Zielen und Abdrücken. Darüber hinaus bietet die Kamera natürlich auch einen voll manuellen Modus und Halbautomatiken, schließlich richtet sie sich eher an fortgeschrittene Fotografen. Auch eine Belichtungskorrektur ist mit dabei.

Optik – fester Aufnahmewinkel mit höchster Güte
Mit ihrer als sehr wertig beworbenen 28-mm-Festbrennweite ist die Ricoh GR Digital IV eine hochspezialisierte Kamera für Weitwinkelfreunde. Als Anfangsbrennweite wird sehr, sehr gute f1,9 geboten. Das macht Bokeh-Effekte, also stark verschwimmende Unschärfebereiche und eine kleine Schärfeebene, selbst in der Kompaktkameraklasse realisierbar. Gezoomt werden kann nur per digitalem 4-fach-Zoom, mit unsicheren Konsequenzen für die Bildqualität. Ein optischer Stabilisator ist an Bord.
Gefallen kann auch der Makromodus. Bis auf einen Zentimeter kann man mit der Frontlinse an das Motiv heran, um eine Fläche von ca. 26 x 19 mm formatfüllend abzubilden – nicht schlecht.

Bildqualität – viel versprochen, viel gehalten
Zehn Megapixel auf einem großen 1/1,7-Zoll-CCD-Sensor, das klingt nach ausgezeichneten Voraussetzungen für eine sehr gute Bildqualität. Mit diesen Eckdaten bewegt sich die Ricoh GR Digital IV in der Liga der großen High-End-Kameras. Aufgenommen werden können die Bilder auch im verlustfreien RAW-Modus. Die ISO-Höchstgrenze hat sich von 1.600 bei der Vorgängerin auf ISO 3.200 erhöht und der neue Prozessor GR ENGINE IV soll das Bildrauschen sehr gut im Griff haben. Im Test zeigte die Kamera sehr gute Auflösungswerte, auch der Randabfall der Schärfe, der sonst häufig zu finden ist, hielt sich hier zurück. Die beste Leistung wurde in den niedrigen ISO-Zahlen erzielt, ab ISO 800 wird das Rauschverhalten kritisch. Sehr gut schnitt die Ricoh GR IV bei der Farbdarstellung ab. Auch chromatische Aberration, also Farbsäume an Kontrastkanten, zeigten sich kaum – hier ziehen wir den Hut vor der guten Optik. Die im Test gemessenen Werte für Verzeichnung und Vignettierung waren anständig.

Ricoh GR Digital IV Rückseite Display Tasten

Ausstattung – Video Flop, der Rest mehr als nur Top
Neben einer Enttäuschung gibt es sonst nur positives zu vermelden. Die Enttäuschung: Der Videomodus. Während selbst bei Kameras mit einer UVP von unter 100 Euro ein HD-Videomodus inzwischen die Norm ist, bietet die hochwertige Ricoh GR IV nur VGA-Auflösung, also 640 x 480 Pixel.
Das war es aber schon an schlechten Nachrichten, denn sonst ist die Kamera mehr als ausreichend ausgestattet. Ein Blitz ist an Bord, ebenso ein ND-Filter, mit dem sich die Belichtungszeit auch bei Sonnenschein verlängern lässt. Apropos Belichtungszeit: die lässt sich auf bis zu 180 Sekunden verlängern, entweder mit voreingestellten Belichtungszeiten oder per Bulb-Modus – ungewöhnlich für eine Kompaktkamera, deren maximale Belichtungsdauer normalerweise bei 30 Sekunden endet.
In diesen Zusammenhang erwähnenswert ist der „Kompositionsintervallmodus“. Dahinter verbirgt sich ein aus Intervallfotos zusammengerechnetes Bild. Mit diesem Programm lassen sich z.B. Nachtaufnahmen mit Sternenstreifen aufnehmen, die automatisch aus Einzelbildern zusammengerechnet sind. Gefallen kann die GR IV auch durch die vielen anderen Sondermodi. Unter den Aufnahmeprogrammen findet sich z.B. auch eine erweiterte Dynamik. Auch eine simulierte Mehrfachbelichtung ist möglich, bei der sich geisterhaft zwei Bilder überlagern. Neben einigen regulären Voreinstellungen, z.B. für lebhafte Farben finden sich auch „Hochkontrast-Schwarzweißfotos“, „Cross-Entwicklung“, „Diafilm“ oder „Bleach-Bypass-Effekt“.
Neben den regulären Bildformaten 4:3 und 3:2 bietet die Kamera mit eingeschränkter Auflösung auch die Formate 1:1 und 16:9 an.
Betrieben wird die Kamera mit einem Lithium-Ionen-Akku oder zwei AAA-Batterien, wobei man sich möglichst an den proprietären Akku halten sollte. Der Grund: Laut Hersteller schafft man mit einer Akku-Ladung ca. 390 Aufnahmen, mit regulären AAAs aber nur 30. Wenn das schon der Hersteller zugibt, sollte man auf Batterien nur im Notfall zurückkommen. Im Test schaffte der Akku sogar bis zu 580 Auslösungen.

Geschwindigkeit – Kein Serienmonster, aber AF von der schnellen Sorte
Beim Serienmodus gibt Ricoh für die GR IV eine nur mäßige Rate von 1,54 Bildern/Sek an – nicht besonders beeindruckend. Beim Autofokus scheint es aber anders herzugehen. Hier bewirbt der Hersteller die Kamera mit einer Auslöseverzögerung von bis zu 0,2 Sekunden – sehr schnell also. Im Test schafft die Kamera das allerdings nicht, hier wurden 0,42 Sekunden gemessen. Das ist aber immer noch im grünen Bereich. Noch schneller wird die GR IV, wenn man die Entfernungsvoreinstellung aktiviert.

Fazit & Alternativen
Wie schon die Vorgängerin präsentiert sich die Kamera als Werkzeug für Menschen, die präzise Reproduktionen anfertigen können müssen, z.B. Inneneinrichter. Hier kann sich durch die sehr gute Anfangslichtstärke auch bei schlechten Lichtverhältnissen punkten. Durch die neuen Effektfilter ist mit der Kamera aber auch in verspielten Situationen eine gute Begleiterin. Darüber hinaus bietet die Ricoh GR IV einen Autofokus mit anständiger Geschwindigkeit.
Die Ricoh spielt in der Oberliga mit: großer Sensor, optimierte (also kleinbrennweitige) Optik, manuelle Einstellungsmöglichkeiten der Belichtung, Weitwinkel und RAW-Modus. Listet man vergleichbare Kameras auf, liest sich das wie das Who-is-Who der Nobelkameras: Die Alternativen wären die Canon PowerShot G1 X, die Fujifilm FinePix X10, die Olympus XZ-1 oder die Leica D-Lux 5. Der einzige Punkt, in dem die Ricoh GR Digital IV hintenansteht, ist der fehlende optische Zoom.
 

Neuere Produkte von Ricoh

Tests mit Auszeichnung

Color Foto - Kauftipp
Ausgabe 3/2012

Kauftipp Konzeptkamera

Zitat: Die Ricoh GR Digital IV ist eine Puristenkamera mit einer lichtstarken Weitwinkel-Festbrennweite. Wer gerne in Ruhe seine Motive arrangiert, findet hier das passende Werkzeug.

  • Platz 1
  • Wertung 48.0

zum Test

Kein Logo
Ausgabe 3/2012

Bester im Test

Zitat: Die Oberfläche des Kamerabodys ist absolut rutschsicher, die Tasten haben deutliche Rutschpunkte und vermitteln dem Nutzer das angenehme Gefühl von solider Qualität.

  • Platz 1
  • Wertung 48.0

zum Test

Kein Logo
Ausgabe 3/2012

Sehr gut

Zitat: Die GR Digital IV überzeugt mit ihrem extrem schnellen Autofokus und dem hochwertigen Gehäuse. Bei der Bildqualität kommt sie nicht ganz an die Konkurrenz heran.

  • Platz 7
  • Wertung 76.0

zum Test

Digitalkamera.de - 4 Sterne
Ausgabe 12/2011

4 Dots

Zitat: Pro: Lichtstarke Reportagebrennweite mit gleichmäßiger Abbildungsleistung bis in die Ecken, solides Metallgehäuse, viele Möglichkeiten zur Individualisierung, sehr detailreiches und helles Display. Contra: Videomodus nur in VGA-Auflösung, Menüs teilweise erklärungsbedürftig, überraschend schwache Empfindlichkeit mit zunehmendem Rauschen ab ISO 200, hakelige Objektivmechanik.

  • Platz k.A.
  • Wertung 4.0

zum Test

Tests ohne Auszeichnung

Testquelle - SFT
Ausgabe 3/2012

Zitat: Plus: gute Bildqualität, viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten, lichtstarkes Objektiv, brillantes LC-Display. Minus: Videos nur in niedriger VGA-Qualität.

  • Platz k.A.
  • Wertung 1.5
  • Beste 1.5
  • Schlechteste 1.5

zum Test

Testquelle - CHIP
Ausgabe 3/2012

Zitat: Die Ricoh GR Digital fällt in der Allrounderklasse vor allem mit ihrem Preis von rund 500 Euro auf. Durch entsprechend gute Bildqualität rechtfertigt sie den aber nicht. Die Kamera mit Festbrennweite (28mm) liefert eine eher mittelmäßige Leistung: Bei optimalen Lichtverhältnissen ist die Bildqualität durchaus ansprechend und es gibt kaum Verzeichnungen oder Abdunklungen.

  • Platz k.A.
  • Wertung -
  • Beste
  • Schlechteste

zum Test

Testquelle - CHIP Foto Video
Ausgabe 2/2012

Zitat: Plus: Absolut schnappschusstauglich, klasse LCD, M-Modus, guter Akku. Minus: Kein Zoom, hoher Preis, VGA-Videomodus.

  • Platz 3
  • Wertung 77.4
  • Beste 88.1
  • Schlechteste 64.2

zum Test

Testquelle - Betabuzz.de
Ausgabe 2/2012

Zitat: Die Ricoh GR Digital IV macht keinen zeitgemäßen Eindruck. Das gradlinige Gerät überzeugt allerdings in Sachen Bildqualität und Einstellungsmöglichkeiten. Aber: Eine Canon PowerShot beispielsweise bietet eine deutlich bessere Videoaufnahme und auch ein besseres Rauschverhalten zu einem günstigeren Preis.

  • Platz k.A.
  • Wertung -
  • Beste 100
  • Schlechteste 0

zum Test

Testquelle - DigitalPHOTO
Ausgabe 1/2012

Zitat: Lichtstärke, Weitwinkel-Festbrennweite und kompakte Bauweise, das sind die Eigenschaften, die Ricohs GR IV auszeichnen. Das 28mm-Weitwinkelobjektiv wirft Fotos mit einer Anfangsblende von f/1,9 auf den 1/1,7‘‘ großen 10-Megapixel-Bildsensor, womit die Kamera für nächtliche Panoramaaufnahmen prädestiniert ist.

  • Platz 3
  • Wertung 85.56
  • Beste 85.91
  • Schlechteste 81.47

zum Test

Testalarm

Testalarm

Wir benachrichtigen Sie gerne, sobald ein neuer Testbericht zum Produkt "Ricoh GR Digital IV" vorliegt!

Ihre E-Mail-Adresse

Meinungen

Ihre Meinung ist gefragt!

Sie haben das Produkt Ricoh GR Digital IV bereits gekauft? Schreiben Sie Ihren persönlichen Testbericht zum Produkt Ricoh GR Digital IV und geben Sie hier Ihre Wertung ab!

sehr gut sehr gut
gut gut
befriedigend befriedigend
ausreichend ausreichend
mangelhaft mangelhaft