Sony Cyber-shot DSC-RX1 im Test
|
Preis: ab 2.799,00 €
- kompakte Digitalkamera |
- Auflösung: 24 MP |
- Brennweite: 35 mm |
- Anfangslichtstärke: 2 f |
- Sensorgröße: 35,8 x 23,9 mm |
- CMOS |
- Displaygröße: 3 Zoll |
- Displayauflösung: 1228800 Pixel |
- Halbautomatik, Manuell, Programmautomatik |
- Lichtempfindlichkeit: 100 - 25600 ISO |
89,9%
Auswertung der Testberichte
Die Sony Cyber-shot DSC-RX1 ist die erste kompakte Digitalkamera mit Vollformatsensor. Eine "Profikamera für die Jackentasche" möchte die Sony RX1 sein – und den Anspruch erfüllt sie souverän! Einen so großen Sensor hatte mit Abstand noch keine kompakte Digitalkamera. Das lässt sich Sony aber auch was kosten, die UVP liegt (in Deutschland) bei 3.099,- Euro, womit die RX1 nur auf eine sehr kleine Zielgruppe mit entsprechendem Budget zugeschnitten ist.
In den Tests konnte sie bei der Bildqualität brillieren. Dass sie bei der Durchschnittswertung nur im oberen Mittelfeld landet, ist einerseits dem hohen Preis geschuldet, andererseits der Festbrennweite, was in vielen Tests automatisch Punktabzug gibt. Ob diese Kritikpunkte gerechtfertigt sind, muss jeder selbst entscheiden.
Gehäuse – Aluminium & erstklassiges Display
Gefertigt ist die Sony Cyber-shot DSC-RX1 aus hochwertigem Aluminium und sehr gut verarbeitet. So richtig dünn ist die Digitalkamera nicht. Ein großer Sensor und eine dazugehörige gute Optik brauchen Platz, und so kratzt die Gehäusetiefe der Sony RX1 durch die weit hervorstehende Optik knapp an der 7-cm-Marke. Das ist weniger Kompakt- als vielmehr Bridgekamera-Format, aber in eine voluminöse Jackentasche passt die Sony RX1 trotzdem noch. Das Gewicht ist erfreulich niedrig für diese Qualität: mit 482 Gramm ist sie nicht schwerer als andere hochwertige Kompakte.
Das Display ist sehr gut: auf drei Zoll bietet es eine phänomenale, knackscharfe Auflösung von 1.228.800 Pixeln. Auch bei Sonnenschein kann man es gut einsehen, die Display-Helligkeit kann manuell eingestellt werden oder man überlässt das der Automatik. Die Vorschau auf die Fotos ist sehr präzise und lässt vorzüglich Korrekturen der Belichtung zu. Einzig die stark spiegelnde Oberfläche wurde in einem Test kritisiert. Dreh- oder schwenkbar ist es nicht. Ein optischer Sucher fehlt der Sony Cyber-shot DSC-RX1, der kann aber in Form des Aufstecksuchers FDA-EV1MK optional nachgerüstet werden. Laut einiger Tests vermisst man den Sucher dank des fantastischen Displays aber nicht.

Bedienung – ein Fortgeschrittenen-Traum
Durch ein Moduswahlrad auf der Oberseite können bei der Sony Cyber-shot DSC-RX1 alle Belichtungsmodi von der Automatik, über Halbautomatiken bis zur voll manuellen Belichtungskontrolle schnell eingestellt werden. Daneben findet sich auch ein separates Rad für die Belichtungskorrektur. Das allein ist schon sehr praktisch, doch dazu bietet es über das gewöhnliche Maß hinaus sogar eine Korrektur um +/-3 Blendenstufen.
Auf der Rückseite findet sich gut erreichbar für den Daumen ein Einstellrad, um den Set-Knopf herum ist außerdem ein Rändelrad, das neben der Navigation durch das Menü in einigen Einstellungen sicherlich auch als weiteres Einstellrad zu verwenden ist.
Auch am Objektiv der Sony Cyber-shot DSC-RX1 wird der professionelle Ansatz der Digitalkamera deutlich. Hier befinden sich Einstellringe für Blende und Fokus, die sich laut Test butterweich einstellen lassen. Die Fokusart wird über einen Drehknopf an der Front eingestellt, hier findet sich auch ein Makromodus.
Beim manuellen Scharfstellen hilft Peaking, die scharfen Kanten werden also farblich hervorgehoben. Die Lupenansicht ist laut Test dabei eine gute Hilfe. Bei der Ausrichtung der Digitalkamera kann bei Bedarf eine digitale Wasserwaage aktiviert werden.
Das Menü der Sony Cyber-shot DSC-RX1 ist umfangreich, durch geschickte Strukturierung aber übersichtlich.
Optik – hochwertige Normalfestbrennweite mit f2,0
Um eines klar zu stellen: die Sony Cyber-shot DSC-RX1 ist keine Systemkamera mit Wechseloptik, die Optik ist fest verbaut – auch wenn es aussieht, als handele es sich um ein Objektiv. Als Brennweite werden 35 mm Festbrennweite mit einer sehr guten Lichtstärke von f2,0 angeboten. Das allein sind schon sehr vielversprechende Eckdaten. Doch die Freude vergrößert sich noch, wenn man die Typenbezeichnung sieht: Carl Zeiss Sonnar T*. Schaut man sich die Preise für Wechselobjektive dieser Bauart anschaut, ist die Hälfte des extrem hohen Preises geklärt.
Die Blende der Sony Cyber-shot DSC-RX1 ist kreisrund und besteht aus sieben Lamellen. Sony bewirbt die RX1 damit, dass starke Bokeh-Effekte wie mit jeder anderen Vollformat-Digitalkamera möglich sein sollen. Abstriche sind bei einer so hoch spezialisierten Kamera leider nicht zu vermeiden. Der Makromodus z.B. bietet lediglich eine Naheinstellgrenze von 20 cm.
Das Fehlen eines optischen Zooms wird übrigens durch einen Digitalzoom kompensiert. Der soll im Gegensatz zu bisherigen Zooms dieser Art nicht nur eine bloße Bildausschnittsvergrößerung mit entsprechendem Absinken der Bildqualität sein. Durch einen intelligenten Algorithmus werden die Bilddaten interpoliert und sollen, so der Hersteller, einigermaßen verlustfrei vergrößert werden können. Laut Test sind die Ergebnisse tatsächlich vorzeigbar, aber die Bildqualität sinkt dabei trotzdem ein Stück.
Ein optischer Bildstabilisator ist mit an Bord der Sony Cyber-shot DSC-RX1. Und nicht nur das: auch ein digitaler Stabilisator, also eine automatische ISO-Erhöhung bei wenig Licht, ist mit dabei. Normalerweise sind wir keine großen Fans dieser Methode, denn bei steigenden ISO-Zahlen sinkt erfahrungsgemäß schnell die Bildqualität. Hier aber ist das vertretbar, denn der riesige Sensor der Sony Cyber-shot DSC-RX1 hat auch in den hohen ISO-Zahlen noch Reserven.
Bildqualität – größer geht’s nicht
Schon ein Blick auf das Datenblatt hat uns aus gespannter Vorfreude auf den Stühlen kippeln lassen: Der 24-Megapixel-CMOS-Sensor der Sony Cyber-shot DSC-RX1 ist 35,8 x 23,9 mm groß und ist von der gleichen Bauart wie der der zeitgleich vorgestellten Sony Alpha 99, der ersten Vollformat-DSLR von Sony.
Die revolutionäre Größe des Sensors der Sony RX1 wird wohl am ehesten deutlich, wenn man sie mit den bisherigen Rekordhalter in puncto Sensorgröße unter den Kompaktkameras vergleicht. Die Nummer eins war bislang die Canon G1 X mit einem Sensor von 18,7 x 14 mm (nahezu APS-C-Größe), gefolgt von der Sony RX100 mit 13,2 x 8,8 mm [Anm. d. Red.: Inzwischen hat auch Nikon eine Kompakte mit APS-C-Sensor angekündigt, die Coolpix A].
Der maximale ISO-Wert liegt übrigens durch einen Trick (Mehrbild-Rauschunterdrückung) rein rechnerisch bei ISO 102.400 – das haben bislang nur hochwertige DSLRs erreicht. Der minimale ISO-Wert liegt bei ISO 50, die kürzeste Belichtungszeit bei 1/4.000 Sekunden. Ein integrierter ND-Filter ist leider nicht mit an Bord.
Die Bildqualität wurde in den Tests hoch gelobt. Häufig las man dazu Superlativen wie „Überragend!“ oder „Die beste jemals..“. Was die Bildqualität angeht, hat sich die Sony Cyber-shot DSC-RX1 also ohne große Mühe auf einen schwer einzuholenden Platz 1 der Kompaktkameras gesetzt, vergleichen wurde sie mit den Profi-Vollformat-DSLRs Nikon D4 oder der Canon EOS 1D X.
Die Auflösungsmessung zeigt sogar bessere Ergebnisse als die Sony Alpha 99, was wahrscheinlich auf die perfekt auf den Sensor abgestimmte Festbrennweite zurückzuführen ist. Der Randabfall ist sehr gering, und auch bei steigenden ISO-Werten fällt sie kaum ab.
Rauschfrei ist sie laut eines Tests bis inklusive ISO 6.400 (ein Test vergleicht die Kamera hier mit der Leistung dessen, was 1/1,7-Zoll-Kameras bei ISO 400 schaffen). Selbst bei Fotos mit ISO 12.800 auf einem DIN-A3-Ausdruck war es nicht störend. Unterm Strich ist die Sony Cyber-shot DSC-RX1 also eine optimale Digitalkamera für Low-Light-Situationen.
Auch die Dynamik war im Test sehr gut. Die Verzeichnung ist mit 2,1 Prozent bei Motiven mit vielen geraden Linien leicht zu sehen. Es kann aber eine interne Verzeichnungskorrektur zugeschaltet werden.

Ausstattung – verspielt
Professionell, aber nicht puristisch: Die Sony Cyber-shot DSC-RX1 bietet eine Menge zum Ausprobieren an. Mit dabei ist – natürlich – ein Full-HD-Videomodus, der mit den Bildraten 50p/60p oder 25p/24p aufnehmen kann. Dabei steht auch das volle Spektrum manueller Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Videoqualität wurde im Test als gut bewertet, auch bei wenig Licht waren die Filme rauscharm. Der Autofokus stellte ruckelfrei und präzise scharf und war dabei auch schön leise. Der Ton wird in Stereo aufgenommen, bei Bedarf kann aber auch ein Mikrofon aufgesteckt werden.
Dafür gibt es einen Zubehörschuh. Dort kann auch ein externer Blitz angebracht werden, denn der interne liefert lediglich eine Stärke von LZ 6. Das ist nicht viel, ein Blitz sollte bei ambitionierten Fotografen also gleich mit auf die Einkaufsliste.
Neben dem normalen ISO-Umfang 100 bis 25.600 kann die ISO-Empfindlichkeit der Sony Cyber-shot DSC-RX1 auf ISO 50 bis 102.400 erweitert werden. Letzteres wird durch eine "Mehrbild-Rauschunterdückung" simuliert. Dabei werden vermutlich mehrere Bilder mit unterschiedlicher Belichtung schnell hintereinander aufgenommen und zu einer rauschfreien Version zusammengerechnet.
Es finden sich außerdem 13 Kreativfilter, eine Schwenkpanorama-Automatik, ein HDR-Modus und Belichtungsreihen z.B. für den Weißabgleich oder Dynamikerweiterungsstufen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber doch: Die Akkuleistung wurde in den Tests als eher unterdurchschnittlich beschrieben, was bei dem großen Display aber nicht verwundert.
Geschwindigkeit - schnell beim Auslösen
Serien kann die Sony Cyber-shot DSC-RX1 mit maximal 3,7 Bildern/Sekunde aufnehmen (14 JPEGs oder 12 RAWs in Folge). Das ist solide, wenn man die hohe Auflösung von 24 MP bedenkt. Der kontinuierliche Autofokus steht dabei aber nicht zu Verfügung, es gibt also keine Motivverfolgung im Serienbildmodus.
Die Auslöseverzögerung beträgt laut der Tests ca. 0,4 Sekunden, gleichgültig bei welchen Lichtverhältnissen. Super ist die schnelle Aktivierung: die Digitalkamera ist nach weniger als einer halben Sekunde aufnahmebereit.
Fazit & Alternativen
Was für eine Kamera! Die Sony Cyber-shot DSC-RX1 erfüllt so gut wie alle Wünsche, die man an eine Profi-Kompaktkamera haben kann und bietet darüber hinaus die beste Bildqualität der Kompaktkameraklasse. Zwar wird die Sony Cyber-shot DSC-RX1 schon wegen des Preises keine Kamera für Jedermann sein, aber sie stellt eine große Innovation dar, die für die Zukunft großartiges verspricht – z.B. eine Systemkamera mit Vollformatsensor.
Alternativen? Gibt es nicht so richtig. Wie schon im Abschnitt zur Bildqualität erwähnt, bieten zwar einige Kameras ebenfalls überdurchschnittlich große Sensoren, die aber bei einem Vergleich mit der RX1 schnell klein beigeben müssen. Der Vollständigkeit halber hier aber ein kleiner Überblick: Neben der kleinen Schwester Sony RX100, der Canon G1 X oder der Nikon Coolpix A gibt es z.B. noch die Samsung EX2F oder die Olympus XZ-2, die aber "nur" einen 1/1,7-Zoll-Sensor bieten können.
Preislich spielen all diese Kompaktkameras aber in einer ganz anderen – kleineren – Liga. Für den Preis der RX100 kann man sich die Samsung EX2F oder die Olympus XZ-2 gut sechsmal kaufen. Eine echte Konkurrenz für die Sony Cyber-shot DSC-RX1 sind wohl eher die neuen "Vollformat-Einsteiger-DSLRs" Nikon D600 oder Canon EOS 6D, die gut 1000,- Euro günstiger sind als die traumhafte Edelkompakte RX1.
Neuere Produkte von Sony
Testurteile der Fachpresse
Testalarm
Meinungen
Dennis |
Gute Kamera, aber:Der Preis ist eine Katastrophe! Die RX1 ist in Europa unverschämt viel teurer als in den USA! |
wz |
top
keine Frage, ich habe die Kamera gekauft, |
Beliebte Produkte
|
|
Canon PowerShot SX280 HSKategorie: Digitalkameras ab 12 Megapixel |
|
|
Sony Cyber-shot DSC-HX50Kategorie: Digitalkameras ab 12 Megapixel |
|
|
Sony Cyber-shot DSC-HX50VKategorie: Digitalkameras ab 12 Megapixel |
|
|
Sony Cyber-shot DSC-WX300Kategorie: Digitalkameras ab 12 Megapixel |
|
|
Panasonic Lumix DMC-TZ41Kategorie: Digitalkameras ab 12 Megapixel |













Ihre Meinung ist gefragt!
Sie haben das Produkt Sony Cyber-shot DSC-RX1 bereits? Schreiben Sie Ihren persönlichen Testbericht und geben Sie hier Ihre Meinung ab.