Rollei Compactline 350 Test
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Preis: ab 69,99 €
- Typ: kompakte Digitalkamera |
- 12.0 Megapixel |
- Bildsensor: CCD, 1/2.33" |
- Display: 2.7 Zoll, 230.000 Bildpunkte |
- Lichtempfindlichkeit: ISO 100 - ISO 6400 |
- Dateiformate: JPEG |
- Opt./Dig. Zoom: 5.0x / 5x |
- Brennweite: 28 - 140mm |
- Anfangslichtstärke: F3.3 - F5.9 |
- Verschlusszeit: 1/1500 - 1 Sek. |
- Makro: 5 cm (Weitwinkel), 30 cm (Tele) |
- Gesichtserkennung |
- Belichtungssteuerung: |
- Automatik, Halbautomatiken, Manuell |
- Erw. Speicher: SD, SDHC |
- HD-Video |
- Energie: Li-Ion-Akku |
- Gewicht: 160g |
Auswertung der Testberichte
Für nicht mal 100 Euro bekommt man die Rollei Compactline 350, eine Kamera für Einsteiger, Drauflosknipser, Lernwillige und Fortgeschrittene. Manuelle Einstellungsmöglichkeiten, ein erstaunlich praxisnahes, kompromissloses Brennweitenspektrum und HD-Video sind Seltenheiten in dieser Preisklasse! Leider müssen bei der Bildqualität ein paar Kompromisse eingegangen werden.
Gehäuse & Bedienung
Das Display der Rollei Compactline 350 ist laut Test mit 2,7'' nicht besonders groß, dafür reicht aber die Auflösung von 230.000 Pixeln aus, um die Schärfe des Motivs einigermaßen beurteilen zu können. Mit einer Gehäusetiefe von 22,5 mm gehört die Digitalkamera in jedem Fall zu einer der dünneren.
Aufgepasst, das gibt es selten in dieser Preisklasse: Bei der Rollei Compactline 350 können alle Belichtungseinstellungen manuell vorgenommen werden. Auch Halbautomatiken gibt es, allerdings stehen bei der Zeitautomatik nur die in der jeweiligen Brennweite verfügbare kleinste bzw. größte Blende zur Verfügung. Wer sich lieber auf die Automatik verlässt, kann entweder auf 30 Motivprogramme oder – noch einfacher - die intelligente Automatik zurückgreifen, die bei Rollei unter dem Namen "Angepasste Szene" zu finden ist. Unter den Motivprogrammen finden sich laut Test interessante Modi wie "Text" (zum Abfotografieren von Texten, erhöht den Kontrast) und "Fließendes Wasser" (stellt die Belichtungszeit so lang wie möglich ein, um das sich bewegende Wasser als halbtransparente Schlieren abzubilden). Einziger Makel: Die Einstellungen müssen über das Menü eingestellt werden, da es kein Einstellrad gibt – das bedeutet viel Herumgeklicke auf den Tasten.
Optik & Bildqualiät
Auch die Optik sieht man so nicht oft in der Preisklasse unter 100 Euro: Die Rollei Compactline 350 bietet einen 5-fach-Zoom von einer echten Weitwinkel-Brennweite von 28 mm bis in ein Tele von 140 mm. Die Lichtstärke ist mit f3,3 – f5,9 durchschnittlich. Den Makromodus mit einem Mindestabstand von 5 cm hat man in der Kompaktklasse schon besser gesehen.
Bei der Bildqualität kommen wir zu den größten Schwächen der Rollei Compactline 350. Auf dem kleinen Sensor (1/2.33'') sind "nur" 12 Megapixel, trotzdem muss das Rauschen durch eine kamerainterne Rauschunterdrückung stark nachbearbeitet werden. Das Ergebnis sind zwar Bilder mit einem anständigen Rauschverhalten, aber leider schlägt diese Bearbeitung auch auf die Schärfe. Diese soll dann wiederum durch eine kamerainterne Nachschärfung der Bilder gerettet werden. Insgesamt tut diese starke interne Nachbearbeitung den Bildern nicht gut, wodurch die Testergebnisse zur Schärfe und Auflösung nur ein verhaltenes „naja“ verlauten ließen. Negativ fielen auch die starke chromatische Aberration (Farbsäume an Kontrastkanten) und der Eckabfall in der Auflösung auf – beides Hinweise darauf, dass sich die kleine Kamera mit der großen Optik etwas übernommen hat. Die Farbwiedergabe der Rollei Compactline 350 konnte im Test jedoch gefallen, auch wenn der automatische Weißabgleich ein wenig zu kühl war. Da sich der Weißabgleich aber manuell anpassen lässt, ist das nicht so schlimm. Hauttöne wurden sehr gut abgebildet. Der Dynamikumfang war anständig, er fällt bei steigenden ISO-Zahlen aber schnell ab.
Ausstattung & Geschwindigkeit
In puncto Ausstattung findet man bei der Rollei Compactline 350 alle aktuellen Gimmicks, wie z.B. HD-Video oder eine Gesichtserkennung mit Lächelautomatik. Hierbei werden nach dem ersten Auslöser der Lächelautomatik immer weiter Bilder geschossen, nicht nur eines. Auch gibt es eine Blinzelerkennung, die vor Bildern mit geschlossenen Augen warnt. Der Akku der Compactline 350 schaffte laut Test-Messungen ca. 400 Auslösungen.
Frühere Rollei-Kompakte krankten oft an einer langsamen Auslöseverzögerung. Die Rollei Compactline 350 scheint dieses Problem behoben zu haben. Laut Test betrug die Auslöseverzögerung bloß noch 0,3 Sekunden – schnappschusstauglich! Auch aktiviert ist die Digitalkamera einem Test zufolge schnell in 1,3 Sekunden. Serien dagegen sind bei einer Rate von 0,95 Bildern/ Sekunde nicht die Spezialität der Kompakten.
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Testalarm
Meinungen
Martin |
Rundum zufriedenNatürlich gibt es Kameras, die besser sind. Aber für dieses Preis-Leistungsverhältnis ist die CL 350 echt der Hammer. Sie macht fantastische Makroaufnahmen und ist von der Auslöseverzögerung nicht viel langsamer als die IXUS von Canon. Schöner Zoombereich mit 28 mm Weitwinkel und eine Bildqualität, an der es ohne elektrische Messgeräte nichts zu meckern gibt. Mir ist nur nicht klar, wo die Einstellmöglichkeit für HD-Videos sein soll. |
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