Nikon Coolpix S800c im Test
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Preis: ab 164,95 €
- kompakte Digitalkamera |
- Auflösung: 16 MP |
- optischer Zoom: 10 x |
- Brennweite: 25 - 250 mm |
- Anfangslichtstärke: 3,2 - 5,8 f |
- Sensorgröße: 1/2.3 Zoll |
- CMOS |
- Displaygröße: 3,5 Zoll |
- Displayauflösung: 810000 Pixel |
- Programmautomatik |
- Lichtempfindlichkeit: 125 - 3200 ISO |
71,2%
Kurz vorgestellt
Wer viel mobil unterwegs ist und öfters direkt Bilder bearbeitet und hochlädt, sich aber von den fotografischen Möglichkeiten der mäßigen Smartphone-Kameras eingeschränkt fühlt, sollte sich die Nikon Coolpix S800c ansehen. Diese ist nicht nur eine solide kompakte Digitalkamera mit integriertem WiFi-Modul, sondern bietet auch eine schicke Innovation, auf die wir lange gewartet haben: sie bietet das Betriebssystem Android. Damit können Apps auf die Kamera geladen werden, die die kleine Nikon Coolpix S800c nicht nur zum Social-Media-Werkzeug und zum Spielelieferanten unterwegs machen, sondern auch kamerainterne Bildbearbeitungsoptionen ermöglichen, die sonst nur mit Smartphones möglich waren – nur dass die Nikon Coolpix S800c eine bessere Bildqualität und einen 10-fachen optischen Zoom zu bieten hat. Kosten soll sie 399,- Euro, ganz günstig ist der Spaß also nicht.

Gehäuse – Riesentouchscreen
Die Nikon Coolpix S800c ist zwar nicht die kompakteste aller Kompaktkameras, aber mit einer Gehäusetiefe von 2,7 cm passt sie noch in etwas weitere Hosentaschen. Ein Blick auf die Rückseite, und es ist klar, wie die Kamera bedient wird: über ein Touchscreen – ergibt ja auch Sinn, als Digitalkamera-Smartphone-Hybrid.
Das große Touchscreen-Display bedeckt die komplette Rückseite und ist 3,5 Zoll groß (8,7 cm). Die Auflösung von 819.000 Pixeln lässt eine scharfe Vorschau vermuten.
Bedienung – einfach & schnell
Hier gibt das Motto: so einfach wie möglich. Die Nikon Coolpix S800c steuert die Belichtung selbst, manuelle Belichtungsmöglichkeiten gibt es keine. Nur eine Belichtungskorrektur (+/-2 Stufen) steht zur Verfügung. Konzeptionell richtet sich die Nikon S800c damit an Drauflosknipser, die sich lieber auf das Motiv als auf die Kameraeinstellungen konzentrieren.
Mit dabei ist übrigens auch wieder der "Best Shot Selector". Dieser schießt eine schnelle Serie von bis zu 10 Bildern und sucht sich daraus nach einigen Kriterien das "Beste", sprich schärfste, aus.
Optik – guter Zoomumfang, Makro naja
Hier kommt der Punkt, weshalb alle mit einer Affinität zur Smartphone-Fotografie sich die Nikon Coolpix S800c genauer ansehen sollten. Sie hat einen 10-fachen optischen Zoom und gehört damit zu den Megazoomern. Welches Smartphone kann das schon bieten? Mit 25 bis 250 mm deckt die S800c vom sehr guten Weitwinkel bis zum guten Tele alles ab, was man im Alltag braucht.
Ein optischer Bildstabilisator ist mit an Bord, die Anfangslichtstärke entspricht aber nur dem klassischen Umfang von Einsteigerkameras. f3,2 bis f5,8. Auch der Makromodus ist mit einer Nahbereichsgrenze von 10 cm nur unterer Durchschnitt, wie er bei günstigeren Kameras zu finden ist.
Bildqualität – Noch nicht getestet…
…darum lässt sich nicht sicher sagen, ob die Abbildungsleistung der Nikon Coolpix S800c die von durchschnittlichen Smartphones überbieten wird. Die technischen Daten zum Sensor klingen nach solidem Durchschntt: 16 Megapixel auf einem 1/2,3-CMOS-Sensor. Der ISO-Bereich geht bis maximal ISO 3.200.
Ausstattung – Spielwiese
Die Nikon Coolpix S800c bietet schon ohne Apps alles, was aktuelle Digitalkameras an Spielereien zu bieten haben. Dazu gehören Effekte, ein Panoramamodus für 180° oder 360° und ein HDR-Modus. HD-Videos werden mit Stereoton aufgenommen, der große optische Zoom und der Autofokus stehen dabei zur Verfügung und Zeitlupen sowie Zeitraffer stehen ebenfalls bereit. Nur ein 3D-Modus scheint zu fehlen.
Ein GPS- und ein WiFi-Modul sind integriert, die aber sind an sich nichts wirklich besonderes mehr und finden sich auch in vielen anderen Kameras. Anders ist es natürlich mit dem Betriebssystem der Nikon Coolpix S800c. Durch Android (mit der nicht mehr ganz frischen Version 2.3) können von Google Play diverse Apps, darunter natürlich auch Foto-Apps heruntergeladen werden. Natürlich kann die Digitalkamera dadurch vieles, was die meisten Smartphones auch zu bieten haben, z.B. Navigationsmöglichkeiten, Umgebungsinformationen und vieles mehr. Auch können natürlich die Fotos mit dem Aufnahmeort versehen werden.
Erwähnenswert ist der große integrierte Speicher von 1,7 GB. Daneben kann natürlich der Speicher mit SD-Karten um bis zu 32 GB erweitert werden
Betrieben wird die Nikon S800c mit einem Lithium-Ionen-Akku. Gespannt sind wir auf die Akkuleistung, denn je größer das Display, desto schneller ist der Akku leer. Und auch GPS und WiFi sind keine sparsamen Features. Tatsächlich werden vom Hersteller durchschnittlich nur 140 Auslösungen angegeben – nicht gerade viel.
Geschwindigkeit – Serien solide
Während über die Auslösegeschwindigkeit der Nikon Coolpix S800c ohne ausführliche Tests nichts gesagt werden kann, klingt die vom Hersteller angegebene Serienbildgeschwindigkeit ziemlich gut: 8,1 Bilder pro Sekunde, damit kann man schon einiges anstellen.
Fazit & Alternativen
Eigentlich klingt die Nikon Coolpix S800c nach einer simplen kleinen Digitalkamera mit viel Ausstattung und großem Zoom, wie sie in der Preisklasse um die 200 Euro häufiger zu finden ist.
Wer auf GPS und WiFi verzichten kann, findet hier z.B. die Sony Cyber-shot DSC-WX100 oder die Casio Exilim EX-ZR200. Mit GPS ausgestattet ist z.B. die Canon PowerShot SX260 HS, ein WiFi-Modul findet sich in der Samsung WB850F. Aber beides in Verbindung mit einem Android-Betriebssystem, das kann derzeit nur die Nikon Coolpix S800c anbieten [Anm. d. Red.: inzwischen gibt es mit der Samsung Galaxy Camera mit Android Jelly Bean eine Alternative].
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