Fujifilm X-S1 Test
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Preis: ab 638,00 €
- Typ: digitale Bridgekamera |
- 12.0 Megapixel |
- Bildsensor: CMOS, 2/3" |
- Display: 3.0 Zoll, 460.000 Bildpunkte |
- elektronischer Sucher |
- Lichtempfindlichkeit: ISO 100 - ISO 12800 |
- Dateiformate: JPEG, RAW |
- Opt./Dig. Zoom: 26.0x / 2x |
- Brennweite: 24 - 624mm |
- Anfangslichtstärke: F2.8 - F5.6 |
- Verschlusszeit: 1/4000 - 30 Sek. |
- Makro: 1 cm (Weitwinkel) |
- Opt. Bildstabilisation |
- Gesichtserkennung |
- Belichtungssteuerung: |
- Automatik, Halbautomatiken, Manuell |
- Erw. Speicher: SD, SDHC, SDXC |
- HDMI-Anschluss |
- Full-HD-Video |
- Energie: Li-Ion-Akku |
- Gewicht: 945g |
Auswertung der Testberichte
Die Fujifilm X-S1 wird als eine Bridgekamera für den Fortgeschrittenen-Anspruch beworben. Mit Blick auf die technischen Daten läuft einem tatsächlich das Wasser im Munde zusammen. Das Konzept: Ein Kauf, alles drin. Die Kamera ist ein Mitglied der hochwertigen X-Familie, die außerdem aus der X10 und der X100 besteht. Von der X10 scheint sie den hochwertigen Sensor geerbt zu haben.

Gehäuse – Bridgekamera-Bolide
Gute Qualität bedeutet Gewicht und Größe. Mit fast einem Kilo und Maßen von 13,5 x 10,7 x 14,9 cm (B,H,T) bietet die Fujifilm X-S1 keinen direkten Kompaktheitsvorteil mehr gegenüber digitalen Spiegelreflexkameras – ganz zu schweigen gegenüber den winzigen MFT-Kameras von Panasonic (G-Reihe) und Olympus (Pen-Reihe). Man muss bei einem Vergleich allerdings bedenken, dass man keine zusätzlichen Linsen mit sich herumschleppen muss. Trotzdem sei gewarnt, dass ein Gewicht von einem Kilogramm um den Hals sich während einer Tagestour definitiv bemerkbar macht.
Zwecks eines sichereren Griffs ist das Gehäuse von einer gummiartigen Beschichtung umhüllt. Im Test wurde die Rutschfestigkeit dieser Oberfläche gelobt, die Kamera lässt sich erstklassig halten. Auch große Hände haben keine Probleme.
Der LCD-Monitor bietet eine Größe von 3 Zoll und löst mit 460.000 Pixeln anständig auf. Er ist nach oben und unten klappbar. So sind Fotos aus der Froschperspektive oder über dem Kopf kein Problem.
Auch ein elektronischer Sucher ist mit an Bord, der mit 1.440.000 Pixeln sehr gut auflöst und eine 100%-Abdeckung liefert. Im Test wurde er als hell und brillant beschrieben, kommt aber nicht ganz an die Qualität optischer DSLR-Sucher heran. Die Schärfe lässt sich darüber aber gut beurteilen. Er wird automatisch aktiviert, wenn sich das Auge dem Okular nähert.
Bedienung – Ein Traum für Fortgeschrittene
Mit der Fujifilm X-S1 werden alle Spielarten fotografischen Verhaltens abgedeckt. Die wahre Zielgruppe der X-S1 sind die Fortgeschrittenen. Ein voll manueller Modus und Halbautomatiken sind dabei nur das Sahnehäubchen. Zugegriffen wird auf diese Modi über ein Moduswahlrad auf der Oberseite. Dazu gibt es weiteres Einstellrad und viele, viele Direktzugriffe. Das bedeutet: viele, viele Tasten, zum Beispiel für einen Schnellzugriff auf ISO-Empfindlichkeit, RAW-Modus oder Belichtungskorrektur. Auch zwei Fn-Tasten, also programmierbare Tasten, sind mit dabei, und es können drei Positionen auf dem Moduswahlrad selbst belegt werden. Teilweise sind die Tasten doppelt belegt. Auf den Weißabgleich kann manuell zugegriffen werden, das kann auch direkt über eine Kelvinzahl-Einstellung geschehen. Unterm Strich wirkt die Fujifilm X-S1 sehr DSLR-artig.
Drauflosknipser können sich dank einer intelligenten Automatik und vielen Motivprogrammen ganz auf die Kamera verlassen. Auf Einsteiger und andere, die sich nicht groß mit der Kamera beschäftigen wollen, wird die große Tastenanzahl wohl eher abschreckend wirken.
Die Menüs sind laut Test groß, gut leserlich und verständlich formuliert. Zu einigen Punkten lassen sich sogar Hilfetexte einblenden. Die Menü-Anzeige erscheint auch im Sucher. Wenn man die wichtigsten Räder und Tasten blind findet, braucht man also nicht einmal das Auge vom Motiv zu nehmen.

Optik – großer Zoom
Wie beim Objektiv einer Spiegelreflex wird die Brennweite über einen Ring an der Optik verstellt. Dieser konnte im Test voll und ganz überzeugen. Das Einstellen der Brennweite gelang damit „butterzart und punktgenau“, so ein Test. Die starke Riffelung und spielfreie Verarbeitung sind weitere Pluspunkte. Durch die manuelle Zoomeinstellung sollen Zoomsprünge vermieden werden, die ein Zoomhebel oder eine Zoomwippe so oft mit sich bringen. Die gewünschte Brennweite kann also sehr präzise eingestellt werden.
Zwischen Zoomring und Gehäuse findet sich ein Fokusring, der haptisch klar abgetrennt und gut greifbar ist. Zwischen Autofokus, Dauer-AF und manuellem Modus wird per Schalter auf der Vorderseite umgeschaltet.
Der Brennweitenumfang beträgt 24 bis 624 mm. Das ist ein 26-facher Zoom mit super Weitwinkel und mehr Tele, als man wahrscheinlich jemals braucht. Die Anfangslichtstärke beträgt f2,8 bis f5,6 – sehr gut. Auch ein optischer Bildstabilisator ist natürlich an Bord, der laut Test ausgezeichnet funktioniert. Zusammen mit dem digitalen Zoom lässt sich der Zoomfaktor auf 52-fach erweitern – das hat aber negativen Einfluss auf die Bildqualität. Der Makromodus kann mit einer maximalen Nahbereichsgrenze von 1 cm gefallen.
Bildqualität – sehr gut für ihre Klasse
Der große 2/3-Megapixel-CMOS-Sensor der Fujifilm X-S1 bietet 12 Megapixel – das klingt nach dem Sensor der X10, die ebenfalls in die Kategorie High-End eingeordnet wird. Es können JPEGs und RAW-Dateien aufgenommen werden, auch parallel. Der ISO-Bereich geht von ISO 100 bis 3.200. Wer will, kann ihn auch auf 12.800 erweitern, aber Fujifilm wird die automatische ISO-Grenze aus gutem Grund begrenzt haben.
Im Test präsentierte die Fujifilm X-S1 ausgezeichnete Ergebnisse. Die Bilder waren scharf und zeigten kaum Rauschen. Die Auflösung bei ISO 100 war nicht rekordverdächtig, aber gut. Vor allem konnte sie sich laut eines Tests bis ISO 800 fast konstant halten. Für Poster reicht die Auflösung laut Test nicht, aber alles darunter dürfte kein Problem sein. Der Auflösungsabfall zum Rand hin, den man bei Megazoom-Kameras fast immer findet, ist laut Test moderat. Verzeichnung ist in den Brennweitenextremen sichtbar und mit 1,2% auch etwas stärker, bei einem so starken Weitwinkel aber vertretbar. Vignettierung (Randabschattung) ist gar kein Thema.
Das Rauschen wurde in den Testberichten als unproblematisch beschrieben. Selbst bei Dämmerlicht waren die Fotos noch ausgewogen. Wenn dafür eine interne Rauschunterdrückung mitverantwortlich ist, arbeitet sie gut: die Details blieben auch in den höheren ISOs bis inklusive ISO 800 gut erhalten, dort sackt auch die Dynamik stark ab. Erstes Rauschen ist laut Test ab ISO 400 zu entdecken.
Pluspunkte gab es auch für die sehr gute Farbtreue. Der Weißabgleich arbeitete im Test sehr präzise und schaffte natürliche Ergebnisse. Nur Rot- und Violett-Töne wurden etwas verstärkt wiedergegeben. Das kann aber auch Absicht sein, denn dadurch wirken die Bilder brillanter und lebendiger.
Abschließend lässt sich zur Bildqualität der Fujifilm X-S1 folgendes sagen: An DSLR-Bildqualität kommt sie zwar nicht heran, vor allem in puncto Schärfe. Sie ist und bleibt eine Bridgekamera – aber in ihrer Klasse ist sie eine der Besten.

Ausstattung – das Komplettpakt
Nicht nur, dass die Fujifilm X-S1 eine Gesichtserkennung bietet – die ist inzwischen die Norm – es ist auch eine GesichtsWIEDERerkennung mit an Bord. Damit können z.B. alle Bilder mit einer bestimmten Person ausgewählt werden.
Wie in vielen Fujifilm-Kameras finden sich auch hier die Filmsimulationsmodi, welche die Charakteristika alter analoger Filme nachstellen. Auch eine Bracketing-Funktion für Filmsimulationen, Dynamik und ISO ist mit dabei. Im Panorama-Modus sind 360° im Hoch- und Querformat möglich. Für gute Ergebnisse braucht es aber ein statisches Motiv.
Ein Blitz ist integriert. Zum Aufhellen reicht er, aber Fortgeschrittenen-Arbeiten sind damit nicht möglich. Eine Synchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang ist z.B. nicht möglich, und die Ausleuchtung wird mit kürzerer Brennweite zunehmend ungleichmäßiger. Es kann über einen Zubehörschuh auch ein größerer externer angebracht werden.
Die Kamera bietet auch einen EXR-Modus, also eine komplexe Dynamikerweiterung, basierend auf einem speziellen Sensoraufbau. Die Funktionsweise ist z.B. aus der Fujifilm FinePix F550EXR bekannt. Im Test konnte der EXR-Modus zur Dynamikerweiterung bzw. Rauschminderung bereits in vielen Fujifilm-Kameras überzeugen, auch bei der X-S1 waren die Testergebnisse wieder sehr gut.
Auch ein Videomodus ist natürlich mit bei der Fujifilm X-S1 dabei. Der nimmt in Full-HD, also 1920x1080 Pixeln und mit Stereoton auf. Der große, manuelle optische Zoom steht auch hier zur Verfügung. Außerdem ist eine Zeitlupenaufnahme von bis zu 200 Bilder/Sek. möglich. Die Videoqualität ist gut, bei Kameraschwenks zeigten sich aber leichte Ruckler. Der nachjustierende Autofokus ist gut, war allerdings manchmal etwas langsam – manuell geht’s besser. Der Ton zeigte ein durchwachsenes Ergebnis. Im Großen und Ganzen war er zufriedenstellend, hatte aber laut Test wenig Bass und der Zoommotor ist ab und zu hörbar. Ein externes Mikrofon kann angesteckt werden, dadurch könnte der Ton gewinnen. Betrieben wird die Kamera mit einem Lithium-Ionen-Akku.
Geschwindigkeit – schnell
Serienfotos können laut Hersteller im JPEG-Modus mit bis zu 7 Bildern/Sekunde bei voller Auflösung gemacht werden. Mit reduzierter Auflösung sind bis zu 10 Bilder/Sekunde möglich. Das wird allerdings nicht lange durchgehalten: nach 7 Bildern verlangsamte sich die Serie auf ca. zwei Bilder pro Sekunde. Der verlustfreie RAW-Modus, der große Datenmengen produziert, lässt die Kamera noch langsamer werden.
Die Auslösegeschwindigkeit war sehr gut. Im Weitwinkel schaffte die Fujifilm X-S1 das Scharfstellen in rasanten 0,2 Sekunden. Selbst im sonst so langsamen Telebereich schaffte der Autofokus 0,4 Sekunden. Das liegt immer noch weit im grünen Bereich – unsere Schnappschusstauglichkeitsgrenze liegt bei 0,5 Sekunden.
Fazit & Alternativen
Eine Bridgekamera, die alle Bedingungen für eine erstklassige Bildqualität mitbringt - das ist ein interessantes Konzept. Fotografie-Einsteiger, die sich nach einer ernstzunehmenden Kamera umsehen, können in Versuchung kommen, zu der Fujifilm X-S1 anstatt zu einer Einsteiger-Spiegelreflex zu greifen. Zwar kommt die X-S1 in puncto Bildqualität nicht an die höherklassigen DSLRs heran, aber das Alles-in-Allem-Paket ist verlockend. Eine weitere Zielgruppe sind fortgeschrittene Fotografen, die sich – z.B. auf Reisen – nicht ständig mit einer kompletten DSLR-Ausrüstung beladen möchten.
Alternativen oder direkte Konkurrenz gibt es kaum. Große Sensoren in Bridgekameras einzubauen, auf diese Idee ist erst Fujifilm gekommen. Interessant ist vielleicht die Fujifilm FinePix HS30 EXR. Wem es dagegen mehr um Zoom-Power geht, könnte auch einen Blick auf den neuen Zoom-Rekordhalter Nikon Coolpix P510 werfen.
Tests mit Auszeichnung
Tests ohne Auszeichnung
Testalarm
Meinungen
c4harry |
Bildschirm beachten
Im Test wird leider nur so nebenbei beschrieben: Der LCD-Monitor bietet eine Größe von 3 Zoll und löst mit 460.000 Pixeln anständig auf. Er ist nach oben klappbar, so dass Fotos aus der Froschperspektive kein Problem sind. Auch ein elektronischer Sucher ist mit an Bord, der mit 1.440.000 Pixeln sehr gut auflöst und eine 100%-Abdeckung liefert. (Zitat Ende) |
Harry Fischer |
Bildqualität unglaublich gutKein Vergleich mit den Kameras mit kleineren Chips. Perfekte manuelle Eingriffe möglich, Profiklasse. |
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Medion Life X44088 (MD 86888)Kategorie: Digitale Bridge-Kameras |
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