Fujifilm FinePix HS20 im Test
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Preis: ab 192,18 €
- Bridgekamera |
- Auflösung: 16 MP |
- optischer Zoom: 30 x |
- Brennweite: 24 - 720 mm |
- Anfangslichtstärke: 2,8 - 5,6 f |
- Sensorgröße: 1/2 Zoll |
- CMOS |
- Displaygröße: 3 Zoll |
- Displayauflösung: 460000 Pixel |
- Manuell, Halbautomatik, Programmautomatik |
- Lichtempfindlichkeit: 100 - 13 ISO |
81,3%
Auswertung der Testberichte
Mit der Bridgekamera Fujifilm FinePix HS20 EXR kommt die Nachfolgerin der HS10 auf den Markt. Die Kamera ist mit einem EXR-Sensor ausgestattet, wie ihn z.B. die F550EXR hat. Dieser Sensortyp kann – mit Blick auf die Tests anderer EXR-Modelle – je nach Prioritätensetzung für ein verbessertes Rauschverhalten oder einen erhöhten Dynamikumfang sorgen können. Von Gewicht und Größe her ähnelt die FinePix HS20 EXR eher einer Spiegelreflex als einer Kompakten. Wo bleibt also der Vorteil der Bridgekamera gegenüber der qualitativ hochwertigeren DSLRs mit Wechseloptiken? Ganz einfach: der Preis und der integrierte große Brennweitenumfang. Wer übrigens etwas weniger Geld für den gleichen Zoom, aber weniger Ausstattung ausgeben will, dem sei die Fujifilm S4000 aus der gleichen Generation ans Herz gelegt. Inzwischen ist mit der FinePix HS30 EXR ein Nachfolger angekündigt.
Gehäuse - erstklassiges Display
Das Display ist wie bei der Vorgängerin nach oben und unten klappbar und bietet auf 3 Zoll (7,6 cm) eine sehr gute Auflösung von 460.000 Pixeln. Zur Seite kann es leider nicht gekippt werden. Zusätzlich ist ein elektronischer Sucher mit an Bord, wobei sich das Display automatisch abschaltet, wenn sich das Auge diesem nähert. Auch ein Wechsel per Schalter ist möglich. Im Test wurde die Qualität des elektronischen Suchers kritisiert. Dieser ist für die Beurteilung der Schärfe des Bildes nicht geeignet, höchstens der Bildausschnitt lässt sich damit wählen.
Bedienung - manuell oder automatisch
In puncto Bedienung kann der Allrounder sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene ansprechen. Es ist mit der FinePix HS20 eine voll manuelle Einstellung der Belichtung möglich, dazu gibt es Halbautomatiken und – für Anfänger oder Schnappschussfotografen – eine Vollautomatik mitsamt Szene-Erkennung. Die vielen Tasten sind für Anfänger vielleicht etwas verwirrend, diese bieten jedoch den Vorteil, dass es jede Menge Schnellzugriffe auf häufig benötigte Einstellungen gibt. Auch wenn das bedeutet, dass die Bedeutung der Kürzel erst einmal auswendig gelernt werden muss. Fortgeschrittene werden aber keine Probleme haben.
Die Einstellräder für die Modi und die Parameterverstellung sind auf der Oberseite leicht gekippt angebracht, was die Handhabung laut Test sehr stark erleichtert.
Optik - mehr Zoom geht kaum
Die auffälligste Eigenschaft der Fujifilm HS20 ist die Optik. Wie bei der Vorgängerin wird ein 30-facher Zoomumfang über ein Brennweitenspektrum von 24-720 mm geboten. Damit ist von einem sehr starken Weitwinkel bis zu einem sehr starken Tele alles an Bord. Eingestellt wird die Brennweite über einen manuellen Zoomring wie bei einer Spiegelreflexkamera. Das gelingt durch den gut eingestellten Ring gut und präzise.
Um die langen Brennweiten nutzbar zu machen, sind drei Arten der Stabilisierung möglich: durch einen beweglich gelagerten Sensor (mechanische Stabilisierung), eine automatische ISO-Erhöhung (digitale Stabilisierung - mit Vorsicht zu genießen, weil damit die Rauschanfälligkeit steigt) und einen Modus basierend auf der EXR-Technologie, der "Multi Frame Technologie", die aus vier unterschiedlich belichteten Bildern ein verwacklungsfreies Foto zusammenrechnet.
Auch die manuelle Fokussierung wird über einen Ring am Objektiv vorgenommen. Dieser Ring liegt aber laut Test etwas zu nah am Body, um bequem erreichbar zu sein. Auf dem Display wird bei manueller Fokussierung ein vergrößerter Ausschnitt angezeigt, dazu zeigt ein kleiner Balken, ob der optimale Schärfepunkt erreicht ist. Das kann die Kamera, indem parallel zum manuellen Fokus auch eine interne AF-Messung vorgenommen wird.
Bildqualität - der große Zoom fordert Kompromisse
Mit 16 Megapixeln löst der Sensor der HS20 jetzt sehr hoch auf – der Vorgänger bot nur 10,7 MP. Nicht nur der Sensor, auch der Prozessor wurde laut Hersteller überarbeitet. Der EXR Prozessor verspricht sowohl bei der Bilddatenverarbeitung als auch bei der Serienbildgeschwindigkeit eine sehr gute Leistung.
Viele Megapixel auf einem 1/2-Zoll-CMOS-Sensor. Die Pixel scheinen mit Blick auf die Testergebnisse idealerweise mehr Platz zu brauchen. So kommt es zu Bildrauschen, das durch einen Glättungsfilter weggebügelt wird. Das schlägt spätestens ab ISO 800 auf die Auflösung. Auch die teilweise festzustellende chromatische Aberration (Farbsäume an Kontrastkanten) lässt die Kontrastkanten leicht verschwimmen und drückt die Ergebnisse der Auflösungsmessung herunter. Die chromatische Aberration ist ein typischer Bildfehler bei Optiken mit großen Brennweitenspektren, so war sie auch bei der Fujifilm FinePix HS20 zu erwarten. Das Ergebnis der Auflösungsmessung in einem Test: die Schärfe und der Detailreichtum ähneln eher einer 12-Megapixel- als einer 16-Megapixel-Kamera. Außerdem stellte ein Test eine abfallende Auflösung im Tele und an den Rändern fest. Typisch für einen großen Zoom: die Verzeichnung im Weitwinkel.
Bevor man sich nun aufgrund dieser Ergebnisse gegen die Fujifilm HS20 entscheidet, muss eingeworfen werden, dass dies die unvermeidlichen Probleme einer Digitalkamera mit großem Zoom sind. Bei einem 30-fachen Zoom für diesen Preis sind Kompromisse vorprogrammiert. Ein Test ging sogar so weit zu sagen, dass auch ein 24-720-mm-Objektiv (welch unrealistischer Gedanke) an einer hochwertigen DSLR kein besseres Ergebnis liefern könnte.
Sehr gut gefallen konnte die Fujifilm FinePix HS20 EXR im Test hingegen durch eine exzellente Farbdarstellung und eine geringe, wohl intern korrigierte Vignettierung (Randabschattung). Die Sättigung ist sehr präzise, nur die Rottöne sind leicht übersättigt. Das führt zu einem brillanten Bildeindruck, so dass man sich bei vielen Bildern die Nachbearbeitung sparen kann. Sehr gelobt wurde in mehreren Tests auch die überdurchschnittliche Dynamik von maximal 11,2 Blendenstufen. Erst ab ISO 800 fällt der Kontrast deutlich ab.
Ausstattung - HD-Video und RAW... nicht schlecht
Bei der Ausstattung fällt zuerst der HD-Videomodus ins Auge, der in Full HD, also mit 1920 x 1080 Pixeln und 30 Bildern/Sekunde aufzeichnen kann. Es können auch Highspeed-Videos mit bis zu 320 Bildern/Sekunde gemacht werden, hierbei allerdings ist die Auflösung stark reduziert. Der Ton wird in Stereo aufgenommen. Zoom und Autofokus stehen beim Filmen zur Verfügung, aber leider ist die Kamera beim Zoomen schwer ruhig zu halten, da die Brennweite am Ring um die Optik verstellt wird. Gespeichert wird in H.264-Kompression.
Auch der bereits aus anderen Fujifilm-Digitalkameras bekannte 360°-Panoramamodus ist wieder mit an Bord. Ein Blitzschuh macht zudem den Anschluss von optionalem Zubehör möglich. Aufnahmen in RAW sind möglich, ebenso parallele RAW- und JPEG-Aufnahmen. Betrieben wird die Fujifilm FinePix HS20 mit vier AA-Batterrien bzw. -Akkus. Mit guten Energielieferanten schafft es die Digitalkamera laut Test auf 480 bis 1730 Auslösungen.
Geschwindigkeit - für einen Megazoomer ganz schön fix
Laut Hersteller kann die Kamera bei voller Auflösung von 16 Megapixel bis zu 8 Bilder/Sekunde bei 8 Bilden in Folge aufnehmen, und das konnten die Tests bestätigen. Reduziert man die Auflösung auf 8 Megapixel sind bis zu 11 Bilder/Sekunde möglich bei bis zu 16 Fotos in Folge.
Fujifilm bewirbt die HS20 außerdem mit einem sehr schnellen Autofokus von 0,16 Sekunden Auslöseverzögerung. Das wäre gegenüber der Vorgängerin eine gewaltige Verbesserung. Die Tests kamen auf ein nicht ganz so schnelles Ergebnis, aber schnappschusstauglich war die Digitalkamera zumindest bei Tageslicht immer noch locker. Hier brauchte die HS20 zum Fokussieren und Auslösen nur 0,33 Sekunden. Bei Dämmerlicht verlangsamte sich dies auf 0,55 Sekunden. Doch die Fujifilm FinePix HS20 bleibt eine der schnellsten Bridgekameras.
Gefallen kann der "Best Frame Capture Modus". Dabei werden bei halbgedrücktem Auslöser durchgängig sieben Fotos in einem Pufferspeicher hinterlegt. Drückt man den Auslöser schließlich ganz durch, werden die letzten sieben Bilder gespeichert. So verpasst man beim Fotografieren von Sportereignissen, Kindern oder Tieren nie wieder den richtigen Moment durch eine langsame Reaktion oder trägen Autofokus.
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Meinungen
mawa fotografie |
HS20EXR - super Preis-Leistungsverhältnis!
Ich habe die HS20exr mit dem Blitz EF 42 am 27. 2.2012 gekauft und habe seither einige tausende!!! Aufnahmen in allen Situationen, die sich bei der Pressefotografie eben so ergeben :-) getätigt. Von Massenevents bis zum Feuerwerk, Produktfotos, Makros, Motorsport, usw. ... |
Anonym |
HS20EXR: viele pfiffige Funktionen, gut bedienbar
Ich habe mir meine HS20EXR am 8. Juni gekauft. Eine der letzten im Laden (Vorführexemplar). Grund: der Nachfolger (HS30EXR) hat keine Standard-Akkus mehr, sondern spezielle LI-Ion-Akkus. |
Alex |
FUJI HS20 EXRIch habe mir diese Kamera gerade gekauft und ich finde das Preis-Leistung-Verhältnis ist einfach spitze der einzige Nachteil ist die Fokusierung bei Videoaufnahmen! Aber ich will ja Fotos machen und nicht "filmen"! |
anonym |
HS20Alle, die sagen diese Kamera wäre nicht gut, wissen nicht, wie man damit umgehen soll. Ich habe diese Kamera vor einer Woche gekauft und ich finde sie einfach nur klasse! Für Anfänger und auch Fortgeschrittene - es gibt immer etwas zum ausprobieren. |
Daniel |
HS20EXR
Auf den ersten Blick sieht die HS20 sehr gut aus und ist auch in der Handhabung bequem. Den Blitz finde ich bei der HS20 nicht ausreichend. Das Einschalten könnte etwas schneller sein. Meine ältere S9600 ist in dem Bereich meiner Meinung nach schneller. Die Makroaufnahmen mit der HS20 haben mich überzeugt und es gibt genug an solchen Einstellungen wie SW, Sepia... |
Focusview |
HS20EXR
Die Fuji HS20EXR wird bei der Bildqualität falsch bewertet, den diese Kamera, habe sie selber, macht sehr gute Bilder in der Auflösung für MP = M1 4:3, weil hier ein rückseitig verkabelter Chip CMOS mit einer diagonalen Größe von 8 mm verbaut ist. Ergo mehr Platz mehr Licht. Okay die Zommfunktion für Videos ist nicht gut. Wenn ich einen Fotoaparatur für Bilder kaufe, dann darf ich den aber doch nicht an einer Videoqualität messen. Mit der richtigen Einstellung und da hat sich Fuji ein Eigentor geschossen, weile diese unlogisch und unverständlich erklärt ist, macht diese Kamera sogar mit 30zig fachen Zoom Bilder ohne wenn und aber. Außerdem muß man das Preis- Leistungsverhältnis sehen. Ein Canon SX30IS, die dieser Kamera lange nicht das Wasser reichen kann, kosten über 100 E. mehr. |
Jürgen |
HS 20 mit Tücken und Macken - Fuji, nie wieder !!
Schon lange hatte ich die Pressemitteilungen und Online-News der neuen Fujifilm Finepix HS20EXR verfolgt und war äußerst gespannt auf dieses Modell. |
Erich Dik |
HS 20 und ein sehr frühes Ende.....?
Als Besitzer der HS 10 und anderer Kameras hatte ich bei Amazon diese Kamera vorbestellt. Am Montag dem 04.04.2011 wurde mir diese Kamera durch den Hermes Versand angeliefert. Eine tolle Kamera, wo vom Finish richtig was rüberkommt. Was mich an der Kamera störte, war der Deckel vom Batterie/Akkufach. Der Deckel läßt sich auch nach dem Einstecken der Batterien bzw. Akkus leicht hin und her bewegen. Ich muß hier feststellen, dass es diese Eigenart bei meiner HS 10 nicht gibt, da wurde mit weniger Spaltmaß gearbeitet. |
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